Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Kollaboratives Schreiben und Bewerten in den Digital Humanities

In der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (Sonderband Nr. 1: „Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities“, hg. von Dr. Thomas Stäcker und Dr. Constanze Baum) ist mein Aufsatz „Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Kollaboratives Schreiben und Bewerten in den Digital Humanities“ erschienen, der auf einen Vortrag bei der DHd-Konferenz 2014 Digital Humanities – methodischer Brückenschlag oder ‚feindliche Übernahme‘? Chancen und Risiken der Begegnung zwischen Geisteswissenschaften und Informatik-Konferenz zurückgeht. Der Aufsatz wurde zudem angeregt durch die Mitglieder der AG Publizieren im Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum und die Aktivitäten der AG Potenziale digitaler Medien in der Wissenschaft der Global Young Faculty III, der ich zudem für ihre besondere Unterstützung danke.

Da der Aufsatz u.a. die These vertritt, dass digitale Medien den Geisteswissenschaften einen weitaus kritischeren, transparenteren und produktiveren Austausch über Veröffentlichungen ermöglichen, der im besten Fall zu verbesserten Versionen einer Veröffentlichungen führen kann, würde ich mich über kritische Kommentare zum Aufsatz sehr freuen, die unter diesem Posting hinterlassen oder per Email (s.o.) an mich geschickt werden können.

Abstracts

Open Review-Plattformen und Wikis verändern die wissenschaftliche Erkenntnisproduktion, Soziale Medien und Wissenschaftsblogs die Wissenschaftskommunikation. Diese digitalen Publikationsformen stellen die Veröffentlichungsweisen und Autorschaftskonzepte der Geisteswissenschaften praktisch und kategorial vor einige Probleme. Daher ist es notwendig, den Begriff ›wissenschaftliche Autorschaft‹ angesichts neuer Formen des kollaborativen Schreibens einer Revision zu unterziehen und die Wissenschaftlichkeit der neuen Medienformate zu reflektieren. Dies kann exemplarisch an selbstkontrollierten digitalen Veröffentlichungsinfrastrukturen und Modellen eines offeneren Immaterialgüterrechts untersucht werden.

Open review projects and wikis are changing academic knowledge production, just as academic blogs and social media are influencing scholarly communication. These digital forms of publishing challenge the usual practices of publishing and the concepts of authorship within the humanities, both practically and categorically. Therefore, it is necessary to revise the concept of ›scholarly authorship‹ by differentiating new forms of academic collaborative writing and to reflect on the academic quality of the new media formats within the humanities. This can be shown when analyzing self-curated digital publishing infrastructures and open license models of intellectual property.

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