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	<title>Thomas Ernst - Autor und Literaturwissenschaftler</title>
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	<description>Thomas Ernst - Blog und Informationen des Autors, Literaturwissenschaftlers, Kritikers und Performers</description>
	<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 15:39:02 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Die Erfindung der ‚Metropole Ruhr&#8217; und ihre tödlichen Folgen. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel im Ruhrgebiet nach der Katastrophe von Duisburg</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 11:42:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Staubige Sonnen - Ruhrgebiet 2010]]></category>

		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesichts ihrer bestürzenden sozioökonomischen Lage haben sich die Ruhrgebietsstädte in den vergangenen Jahren zunehmend unter dem Marketinglabel ‚Metropole Ruhr&#8217; vereint, das aus dem ökonomischen und politischen Diskurs auch sehr erfolgreich in den medialen und künstlerischen Diskurs hineingewuchert ist. Das Konzept, die 53 Städte des Ruhrgebiets unter einem griffigen Etikett zu vereinen, das möglichst bald auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Angesichts ihrer bestürzenden sozioökonomischen Lage haben sich die Ruhrgebietsstädte in den vergangenen Jahren zunehmend unter dem Marketinglabel ‚Metropole Ruhr&#8217; vereint, das aus dem ökonomischen und politischen Diskurs auch sehr erfolgreich in den medialen und künstlerischen Diskurs hineingewuchert ist. Das Konzept, die 53 Städte des Ruhrgebiets unter einem griffigen Etikett zu vereinen, das möglichst bald auch auf den Atlanten des Auslands erscheinen und die anderen deutschen Ballungszentren wie Berlin, Hamburg, München oder den Rhein-Main-Raum überstrahlen sollte, erfordert für seine Durchsetzung natürlich auch diskursive Ereignisse mit internationaler Ausstrahlung. Das Jahr als ‚Europäische Kulturhauptstadt 2010&#8242; ist in diesem Sinne ein Glücksfall für die Ruhr-Region, ebenso schien es die erfolgreiche Anwerbung der ‚Loveparade&#8217; zu sein, die in Berlin partout nicht mehr durchführbar war und 2007 in Essen und 2008 in Dortmund erfolgreich stattfand.<br />
Allerdings schrieb Erik Reger bereits 1929 über die <em>Kulturpolitik an der Ruhr</em>: „Man läuft hinter den Größen der Vergangenheit mit Superlativen der Bewunderung her, man erkennt nicht, wie destruktiv es ist, von einer alten Tradition zu zehren, ohne eine neue zu schaffen.&#8221; Dies trifft erstens für die Reaktivierung des Metropolenbegriffs zu, der vor allem im 19. Jahrhundert für Zentren mit kultureller Leitfunktion wie Paris seine Berechtigung hatte, aber in keinster Weise sinnvoll auf das Ruhrgebiet des 21. Jahrhunderts appliziert werden kann. Ich habe dies schon im letzten Jahr bei einem <a href="http://www.dieruhr.eu/?q=node/7229" target="_blank">Vortrag</a> über die ‚Nicht-Metropole Ruhrgebiet&#8217; ausführlich begründet, der in Kürze als Aufsatz veröffentlicht wird (die Audioversion ist bereits online; die relevantesten Ausführungen zur Kritik der ‚Metropole Ruhr&#8217; finden sich im <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_167.mp3" target="_blank">1. Teil</a>, vor allem ab 9:27 Min., Erläuterungen zu Alternativen im <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_157.mp3" target="_blank">2. Teil</a>). Auch kritische Journalisten und Aktivisten wie die <a href="http://www.ruhrbarone.de/metropole-ruhr-lacherlich/" target="_blank"><em>Ruhrbarone</em></a>, die Herausgeber der <a href="http://www.popruhr.de/2009/05/24/manifeste-metropolentraeume/" target="_blank"><em>Pop-Protokolle aus dem Ruhrgebiet</em></a> oder die <a href="http://k2010.blogsport.de/2010/05/04/metropolentraeume-ausgetraeumt-2/" target="_blank"><em>AG Kritische Kulturhauptstadt</em></a> haben in unterschiedlicher Weise das gigantomanische und vor allem auf die ökonomischen Interessen der darbenden Ruhrgebietsstädte ausgerichtete Konstrukt der ‚Metropole Ruhr&#8217; fundamental kritisiert.<br />
Zweitens trifft Regers 81 Jahre altes Verdikt auch auf die Adaption der Loveparade zur Stilisierung des Ruhrgebiets zu einer jugendlichen und weltoffenen ‚Metropole&#8217; zu. Als die Loveparade ins Ruhrgebiet kam, hatte sie ihre innovative Phase schon lange hinter sich und war sie zu einer Werbeveranstaltung für die Marke ‚McFit&#8217; geworden. Auch ihr Gründer, <a href="http://www.fr-online.de/top_news/2885386_Interview-mit-Dr.-Motte-Man-geht-ueber-Leichen.html" target="_blank">Dr. Motte</a>, kritisiert retrospektiv, dass die Loveparade „nur noch der kommerziellen Verwertung und der Werbung für eine Marke dient. Da wurde die Marke Love Parade zum Steuerabschreibungsmodell. Mensch und Kultur bleiben auf der Strecke.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die bankrotten Ruhrgebietsstädte und die Kommerzialisierung ihrer Kultur</em></p>
<p style="text-align: justify;">Nun ist Dr. Motte zwar ein problematischer Gewährsmann, wenn es um die Qualität von Kunst und ihre politische Relevanz geht (die erste Loveparade stand 1989 unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen&#8221;), aber er weist auf ein fundamentales Problem des Ruhrgebiets hin: <span id="more-1105"></span>Wenn die kommunalen Haushalte aufgrund bundespolitischer Entscheidungen und globaler Kapitalismuskrisen kaum mehr über eigene Mittel verfügen, können sich die Kommunen Kunst und Kultur nur noch als Public-Private-Partnership leisten, wenn überhaupt. Kunstprojekte werden in der Wahrnehmung von Politik, Unternehmen und Journalisten zu einem Standortfaktor degradiert, sie müssen sich rechnen, der Region ein besseres Image und den Hotels und der Gastronomie einen Gewinn versprechen.<br />
Vor diesen Hintergründen hat sich Duisburgs Kulturdezernent <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Liebesentzug-fuer-Loveparade-in-Duisburg-id2196288.html" target="_blank">Karl Janssen</a> schon am 2.12.2009 gegen die Loveparade als ‚Mega-Ereignis&#8217; gewandt, die „keinen Bezug zur Kultur&#8221; besitze, und darauf verwiesen, dass andererseits an allen Ecken und Enden Geld fehle: „Denn mir fielen tausend andere Projekte aus dem Bereich der Kultur ein (&#8230;), die städtische Zuschüsse wirklich gut gebrauchen könnten.&#8221; Auch der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Polizeigewerkschaft-gegen-Loveparade-im-Revier-id90583.html" target="_blank">Rainer Wendt</a>, verwies schon am 18.2.2009 auf die nach den Kürzungsorgien der letzten Jahre viel zu dünne Personaldecke der Polizei vor Ort: „Ich glaube, dass es im gesamten Ruhrgebiet nicht vernünftig ist, eine solche Loveparade stattfinden zu lassen. Denn sowohl was die verkehrlichen Belastungen angeht als auch was die Belastung der Einsatzkräfte angeht, ist das einfach nicht mehr zu handhaben.&#8221; Allerdings: „Wenn man genügend Geld in die Hand nimmt, geht alles.&#8221;<br />
Nun hat die Stadt Duisburg jedoch ganz einfach nicht mehr das Geld, um die notwendige Infrastruktur und umfassende Sicherheitsmaßnahmen für die <em>Loveparade 2010</em> bereitzustellen, wie <em><a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708679,00.html" target="_blank">Spiegel online</a></em> zusammenfasst: Duisburg hatte schon zu Beginn des Jahres 2010 etwa 2,75 Milliarden Euro Schulden und ist dem Nothaushaltsrecht unterworfen, muss sich also alle Ausgaben von der Landesregierung in Düsseldorf genehmigen lassen. Da von 493.000 Einwohnern nur 157.000 in sozialversicherungspflichtigen Jobs arbeiten, wird sich an dieser Situation bis auf Weiteres auch nichts ändern. Die Situation scheint aussichtslos, der Leiter der Duisburger Städtkämmerei, Frank Schulz, stellt resignierend fest: „Selbst wenn wir auf alles verzichteten, woran man sparen kann, schrieben wir keine schwarze Null.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Angesichts dieser trostlosen Lage hat eine Vielzahl von Politikern, Journalisten und Verwaltungsbeamten in den vergangenen Jahren das Marketinglabel ‚Metropole Ruhr&#8217; hofiert und massiv darauf gedrängt, mit Hilfe gigantomanischer Leuchtturmprojekte eine internationale Strahlkraft zu entwickeln - und ihr Engagement war zweifelsohne gut gemeint. So bezeichnete die Journalistin <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/panorama/Das-Ruhrgebiet-braucht-die-Loveparade-id1407693.html" target="_blank">Annika Rinsche</a> - pars pro toto für so viele - auf <em>derwesten.de</em> am 19.1.2009 die Absage der Loveparade 2009 in Bochum als „kleinstädtische Engstirnigkeit&#8221; und zugleich lobte sie die gelungenen Loveparades in Essen und Dortmund: „Für einen Tag blickte die Welt auf die Metropole Ruhr.&#8221; Mit der Ausrichtung der Loveparade könne die Region „der Welt (&#8230;) beweisen, dass sie mehr ist als 53 Städte in einem Ballungsraum: nämlich die Metropole Ruhr.&#8221; Auch ihr Kollege <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/meinung/kommentar/Kein-zweites-Bochum-id269623.html" target="_blank">Wolfgang Gerrits</a> plädierte am 2.10.2009 dafür, dass es „Kein zweites Bochum&#8221; geben dürfe, denn: „Zu viel steht auf dem Spiel, als dass die Region auf dieses Mega-Event im Kulturhauptstadtjahr 2010 verzichten könnte.&#8221;<br />
In ganz ähnlicher Weise wehrte sich am 9.2.2010 <a href="http://www.derwesten.de/kultur/ruhr2010/Fritz-Pleitgen-will-Loveparade-im-Kulturhauptstadtjahr-id2524399.html" target="_blank">Fritz Pleitgen</a> in seiner Funktion als Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH gegen eine mögliche Absage der Duisburger Loveparade: „Hier müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um dieses Fest der Szenekultur mit seiner internationalen Strahlkraft auf die Beine zu stellen.&#8221; Auch <a href="http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Loveparade-Absage-waere-laut-Gorny-eine-Blamage-id2425980.html" target="_blank">Dieter Gorny</a>, der künstlerische Direktor von <em>Ruhr.2010</em> für ‚Kreativwirtschaft&#8217;, wird am 21.1.2010 wie folgt zitiert: „Es gibt keine bessere Gelegenheit, sich international zu blamieren, als wenn man diese Chance verpasste. (&#8230;) Nach der tollen Eröffnung [des Kulturhauptstadtjahres, T.E.] dürfen wir nicht dafür sorgen, dass andere behaupten, die kriegen nichts hin. (&#8230;) Eine richtige Metropole kann das stemmen.&#8221;<br />
Duisburg hat nun im Alleingang versucht, diese <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,708573,00.html" target="_blank">„Party um jeden Preis&#8221;</a> zu stemmen, allerdings mit tödlichen Folgen, wie wir seit Samstag wissen. Die beteiligten Politiker und Beamten aus Duisburg sind in diesem Prozess natürlich ebenso verantwortliche wie tragische Figuren. Ihre Pressekonferenz am Sonntagmittag nach der Katastrophe verdeutlichte die geballte Hilflosigkeit und Ohnmacht jener, die aus der Verwaltung von Missständen heraus gravierende Fehler gemacht haben und denen ihrem eigenen Verständnis nach wohl gar keine Alternative zu ihren Entscheidungen blieb. Ihnen schlagen nun Wut und aggressive Rücktrittsforderungen entgegen, mit denen paradoxerweise vor einem Jahr noch die Bochumer Oberbürgermeisterin <a href="http://www.derwesten.de/staedte/bochum/Loveparade-in-Bochum-abgesagt-id1345976.html" target="_blank">Ottilie Scholz</a> konfrontiert wurde, als sie die <em>Loveparade 2009</em> für Bochum absagte.  Ihr damaliger Polizeipräsident <a href="http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,708598,00.html" target="_blank">Thomas Wenner</a> erklärte dazu: „Was denken sich eigentlich Politiker und Journalisten, die die Metropole Ruhr als Monstranz ihrer Popularität vor sich hertragen, wenn es um die Verantwortung derer geht, die als Amtsträger für die Folgen ihres Handelns persönlich haften?&#8221; Und er schloss seine von heute aus betrachtet nahezu prophetische Erklärung mit den Worten: „Überleben ist wichtiger&#8230;&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die ‚Metropole Ruhr&#8217; als Größe der Vergangenheit. Zum notwendigen Paradigmenwechsel der Ruhrgebietskultur</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das Image von ‚Ruhr.2010&#8242; und der ‚Metropole Ruhr&#8217; wird fortan von den Topoi ‚Kunst als Massenevent und Kommerz&#8217;, ‚die Death Parade von Duisburg&#8217;, ‚uneinsichtige Lokalpolitiker&#8217; und ‚unfähige Verwaltungsbeamte&#8217; mitbestimmt werden, die Hochglanzbilder der tödlichen Tunnelanlage von Duisburg werden direkt neben Schwarz-Weiß-Aufnahmen der gefährlichen Stollen stillgelegter Ruhrgebietszechen stehen. Einige Kulturpolitiker haben das Ruhrgebiet mit Hilfe vergangener Größen wie dem Metropolen-Begriff oder einer Institution wie der Loveparade neu zu erfinden versucht, und ihre Duisburger Kollegen haben eine junge Generation als Kulturkonsumenten umworben, indem sie sie in Drahtzäune einpferchten, damit sie im Gehege ihre ‚Freiheit&#8217; austanzen könnten. Diese verwaltungstechnische Pervertierung der ursprünglichen Loveparade-Idee erntet Dr. Mottes Unverständnis: „Das Problem ist zudem auch der Zentralismus, dass man alles kontrollieren will. Das war nie Love Parade. (&#8230;) Wir haben im Kreis getanzt, wir haben betont, dass es um Freiräume geht. Dass es um die Teilnehmer der Love Parade geht, und nicht um die Veranstalter. (&#8230;) Und das hat man längst völlig auf den Kopf gestellt.&#8221;<br />
An die Stelle von Kreativität, Innovation und Freiheit im - ebenfalls finanziell schwer gebeutelten - Berlin sind Kontrolle, Verwaltung und Zentralismus in der selbsternannten ‚Metropole Ruhr&#8217; getreten. Vom Primat der Massen-Events in einer ‚Metropole Ruhr&#8217; scheint sich nun in Person von <a href="http://www.derwesten.de/staedte/essen/Warum-das-Konzept-Ruhr-2010-fragwuerdig-ist-id3293797.html" target="_blank">Frank Stenglein</a> selbst der <em>WAZ</em>-Konzern zu verabschieden, der vorher einer ihrer größten Trommler war: „Manchmal hat man das Gefühl, die Millionen Menschen (&#8230;) dienen nur als Kulisse für die Profilneurose einiger, die aus dem Ruhrgebiet mit Gewalt mehr machen wollen als drinsteckt. (&#8230;) [W]ir schaffen ALLES. Für diese Ruhr-Hybris ist die Loveparade zum Menetekel geworden. Nie mehr kann man derartige Naivitäten einfach so von sich geben, ohne sich lächerlich zu machen.&#8221;  Auch <a href="http://www.ruhrbarone.de/ruhrgebiet-und-loveparade-der-zwang-zum-megaevent/" target="_blank">Stefan Laurin</a> von <em>ruhrbarone.de</em> problematisiert die spezifische Selbstinszenierung des Ruhrgebiets seit den 1980er Jahren: „Der Zwang zum Megaevent war einer der Gründe, warum bei der Sicherheit alle Augen zugedrückt wurden.&#8221; Und <a href="http://www.faz.net/s/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14/Doc~E8EDC82CF10CC477595A5DC0DDE5B506B~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Andreas Rossmann</a> erklärt in der <em>FAZ </em>unter dem Titel <em>Größenwahn und Provinzialität</em>, dass seit dem „Inferno von Duisburg der Metropol-Traum ausgeträumt&#8221; sei, dieser sei ohnehin nur „Ausdruck alten Denkens&#8221; gewesen. Das Ruhrgebiet müsse andere Wege als „Mega-Events&#8221; suchen, nämlich „Impulse und Angebote, die (&#8230;) mehr Vielfalt und Verschiedenheit schaffen&#8221;.<br />
In der Tat: Wenn Dieter Gorny sagt, dass „eine richtige Metropole&#8221; die Duisburger Loveparade stemmen könne, dann ist im Umkehrschluss nach unserem heutigen Wissen die ‚Metropole Ruhr&#8217; also gar keine. Und Gorny selbst scheint Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen: Während noch wenige Tage vor der Loveparade das alte DGB-Haus in Essen geräumt wurde, das gerade von der Künstlergruppe <a href="http://freiraum2010.blogspot.com/" target="_blank"><em>Freiraum 2010</em></a> besetzt worden war, die auf den fehlenden Raum für junge Kreative im Ruhrgebiet hinweisen wollte, sind nun Verhandlungen über diesen Ort aufgenommen worden unter Vermittlung von Gorny selbst.<br />
„Die Ruhr muß ein Sammelbecken junger, schöpferischer Kräfte werden, die, darauf kommt es an, nicht abgestempelt sind, sondern kämpfen und umkämpft werden&#8221;. Das Ruhrgebiet hat es in den vergangenen 81 Jahren nicht ansatzweise geschafft, Erik Regers Forderung umzusetzen - und hat sich trotzdem in den letzten Jahren als ‚Metropole&#8217; bzw. ‚Weltstadt Ruhr&#8217; mit Städten wie Berlin oder gar New York zu messen versucht. Spätestens seit Samstag ist die Trias ‚Metropole + Mega-Event + Zentrum&#8217; für das Ruhrgebiet erledigt. Eine Zukunft kann es vielleicht mit der Trias ‚Netzwerk + Kunst + Vielfalt&#8217; haben, die ohnehin viel besser ins 21. Jahrhundert passen würde. Doch was die Zukunft auch bringen mag - 21 Menschen werden sie nicht mehr erleben.</p>
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		<title>Culturele hoofdstad van Europa: Het Ruhrgebied in de literatuur</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Im Taxi weinen - Deutschlandbilder]]></category>

		<category><![CDATA[Staubige Sonnen - Ruhrgebiet 2010]]></category>

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		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[In 2010 zijn het Ruhrgebied en Istanbul de twee culturele hoofdsteden van Europa. Op Radio Klara zwerft het programma Babel een week door het Ruhrgebied, zijn geschiedenis en zijn cultuur. Op donderdag 24 juni heb ik een interview gegeven rond het Ruhrgebied in de literatuur. In de woorden van Babel &#8220;praten we met literatuurwetenschapper Thomas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In 2010 zijn het Ruhrgebied en Istanbul de twee culturele hoofdsteden van Europa. Op Radio Klara zwerft het programma <em>Babel </em>een week door het Ruhrgebied, zijn geschiedenis en zijn cultuur. Op donderdag 24 juni heb ik een interview gegeven rond het Ruhrgebied in de literatuur. In de woorden van <a href="http://radio.klara.be/radio/10_programmas.php?datum=100624&amp;xml_program=KL25100624LBAB.xml" target="_blank"><em>Babel</em></a> &#8220;praten we met literatuurwetenschapper Thomas Ernst, afkomstig uit het Ruhrgebied maar ondertussen verhuisd naar Brussel. Hij brengt de leukste boeken over zijn geboortestreek mee.&#8221;<br />
Ik werd door Radio Klara uitgenodigd naar aanleiding van mijn twee boeken over het ruhrgebied in de literatuur, <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet" target="_self"><em>Europa erlesen: Ruhrgebiet</em></a> (2009) en <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur" target="_self"><em>Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</em></a> (2010). In december 2010 zal ik - samen met Prof. Dr. Dieter Heimböckel - aan de Université du Luxembourg een conferentie rond het onderwerp <em>Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)</em> organiseren.<br />
Precies een maand later mocht ik al opnieuw uitleg komen geven, deze keer op een zaterdag in <a href="http://radio.klara.be/radio/10_programmas.php?datum=100724&amp;xml_program=KL29100724DKUK.xml" target="_blank"><em>De kunstkaravaan</em></a> waar het heette: &#8220;Thomas Ernst gidst ons door begeesterende plekken en boeken in het Ruhrgebied.&#8221; U vindt opnames van de twee interviews en links naar meer informatie rond het Ruhrgebied beneden!</p>
<p><strong>INTERVIEWS OP RADIO KLARA:</strong></p>
<ul>
<li>Het interview rond <a href="http://www.thomasernst.net/ThomasErnst-RadioKlara-DeKunstkaravaan.mp3" target="_self"><em>Begeesterende plekken en boeken in het Ruhrgebied. Natalie Sterckx op Radio Klara in gesprek met Thomas Ernst</em></a> (programma <em>De kunstkaravaan</em>, 24 juli 2010, 8:11 Min., 5,7 MB)</li>
<li>Voorlopige versie van het interview <em><a href="http://www.thomasernst.net/ThomasErnst-RadioKlara-Babel(vorlaeufig).mp3" target="_blank">Het Ruhrgebied in de literatuur</a><a href="http://www.thomasernst.net/ThomasErnst-RadioKlara-Babel(vorlaeufig).mp3" target="_self">. Heidi Lenaerts op Radio Klara in gesprek met Thomas Ernst</a> </em>(programma <em>Babel</em>, 24 juni 2010, 7:30 Min., 6,2 MB)</li>
</ul>
<p><strong>DE VOLLEDIGE PROGRAMMA&#8217;S OP RADIO KLARA</strong></p>
<ul>
<li>Beluister het hele programma <a href="http://internetradio.vrt.be/radiospeler/v2_prod/wmp.html?qsbrand=31&amp;qsODfile=/internetradio_master/productiesysteem2/programma_od/31_KL100724DKUK.xml" target="_blank"><em>De kunstkaravaan</em> op 24 juli 2010</a> (het interview vindt u van 01:44:48 tot 01:52:52)</li>
<li>Beluister het hele programma <a href="http://internetradio.vrt.be/radiospeler/v2_prod/wmp.html?qsbrand=31&amp;qsODfile=/internetradio_master/productiesysteem2/programma_od/31_KL100624LBAB.xml" target="_blank"><em>Babel </em>op donderdag 24 juni 2010</a> (het interview vindt u van 01:12:26 tot 01:19:58)</li>
</ul>
<p><strong>MEER MATERIAAL OM TE LEZEN EN TE BELUISTEREN:</strong></p>
<ul>
<li>Het boek <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur" target="_self"><em>Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</em></a> (2010)</li>
<li>Het boek <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet" target="_self"><em>Europa erlesen: Ruhrgebiet</em></a> (2009)</li>
<li>Algemeen materiaal over het Ruhrgebied in de literatuur voor lees- en luisterplezier en onderwijs (<a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-material" target="_self">audio-, tekst- en videobestanden</a>)</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Bericht aus Brüssel (4): Belgien übernimmt die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union - doch wie lange wird es Belgien noch geben?</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/brussel-4-belgien-krise</link>
		<comments>http://www.thomasernst.net/brussel-4-belgien-krise#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 14:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bericht aus Brüssel]]></category>

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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen, ab dem 1. Juli 2010, wird Belgien die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernehmen - allerdings in seiner größten Krisenphase der letzten Dekaden. Bizarrerweise lassen sich die aktuellen Probleme Belgiens auch auf etliche Grundsatzfragen der Europäischen Union selbst beziehen, die sich als höchst fragiles und diffiziles politisches Gebilde - idealiter - um die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In wenigen Tagen, ab dem 1. Juli 2010, wird Belgien die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union übernehmen - allerdings in seiner größten Krisenphase der letzten Dekaden. Bizarrerweise lassen sich die aktuellen Probleme Belgiens auch auf etliche Grundsatzfragen der Europäischen Union selbst beziehen, die sich als höchst fragiles und diffiziles politisches Gebilde - idealiter - um die Herstellung von Einheit unter größtmöglicher Bewahrung von Vielheit bemüht. Die sprachlichen, politischen und ökonomischen Kulturen der EU-Mitgliedsstaaten sind so verschieden, dass es mitunter selbst für interessierte und weltoffene Köpfe äußerst schwer ist, schon die politische Kultur des jeweiligen Nachbarlandes halbwegs zu verstehen. Als Deutscher, der nun schon seit einigen Jahren in Brüssel lebt, kann ich beispielsweise über die mediale Panik, die das neue deutsche Fünf-Pateien-System (neben SPD, Union, Grünen und FDP hat sich Die Linke etabliert) oder die jüngste Ankündigung, dass Nordrhein-Westfalen eine Minderheitsregierung erhalten werde, nur müde schmunzeln. In Belgien sind die Verhältnisse schon seit Jahren deutlich komplexer und unüberschaubarer, dennoch besteht dieser Staat inzwischen auch bereits 180 Jahre.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Belgien und sein multilinguales und komplexes politisches System</em></p>
<p style="text-align: justify;">In den letzten Jahren mehren sich allerdings die Stimmen, die ein Ende des belgischen Staates beschreien, denn die unterschiedlichen Sprachengruppen - vor allem die niederländischsprachigen Flamen und die französischsprachigen Wallonen - hätten sich mehr und mehr auseinanderentwickelt. Während ich beispielsweise die weltoffene Vielsprachigkeit der Einwohner Luxemburg immer wieder mit Begeisterung erlebe, stehen sich diese beiden sehr auf sich selbst fixierten Sprachgemeinschaften Belgiens immer feindlicher gegenüber, wobei auch das offiziell zweisprachige Brüssel und die kleine deutschsprachige Gemeinschaft im Osten des Landes die immer tieferen Gräben zwischen Flamen und Wallonen kaum mehr zuschütten können. Doch dazu später mehr, gönnen Sie sich - so Sie sich noch nicht in der ebenso faszinierenden wie absurden sprachlichen und politischen Struktur Belgiens auskennen - eine kleine und größtenteils sehr zutreffende Dokumentation:</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="580" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/rXLlYPdPyms&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="580" height="360" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/rXLlYPdPyms&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Die jüngsten Regierungskrisen in Belgien seit 2008</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Konflikt zwischen Flamen und Wallonen hat sich nun in den letzten Jahren unter anderem in einem ständigen Scheitern der föderalen Regierungen niedergeschlagen, deren Bildung sich bereits als sehr schwierig erwies, da das gesamte Parteispektrum (Christdemokraten, Sozialdemokraten, Liberale und Grüne etc.) jeweils in einer flämischen und einer wallonischen Version existieren und es daneben noch einige wechselhaft erfolgreiche nationalistische bzw. rassistische bzw. separatistische Parteien gibt (Nieuw-Vlaamse Alliantie und Vlaams Belang auf flämischer Seite). Nachdem Belgien zwischen 1981 und 2008 mit Wilfried Martens, Jean-Luc Dehaene und Guy Verhofstadt nur drei Premierminister benötigte, traten in den letzten beiden Jahren gleich drei Premierminister (2008: Yves Leterme I, 2009: Herman Van Rompoy, 2010: Yves Leterme II) aus sehr unterschiedlichen Gründen aus dem Amt. Die durch den letzten Rücktritt des Flamen Leterme, der anstelle der belgischen Nationalhymne „Brabançonne&#8221; auch schon einmal gerne die französische „Marseillaise&#8221; sang, ausgelöste Krise sollte nun durch die jüngsten Wahlen am 13. Juni 2010 gelöst werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Flämische Separatististen und wallonische Sozialdemokraten als Sieger der Wahlen vom 13. Juni 2010 - eine paradoxe Ausgangssituation für die Regierungsbildung</em></p>
<p style="text-align: justify;">Das Votum der Belgier hat den Staat jedoch erneut in eine nahezu paradoxe Situation geführt<span id="more-1065"></span> und bewiesen, wie verschieden sich die belgischen Regionen verstehen: In Wallonien gewannen die Sozialdemokraten (PS) unter Elio Di  Rupo mit 37,6 % und großem Abstand, während in Flandern Bart De Wevers separatistische Neue Flämische Allianz (NVA) mit 27,8 % triumphierte (gemeinsam mit den 12,3 % des nationalistischen Vlaams Belang stimmten somit über 40 % aller Flamen separatistisch und nationalistisch). Die Hauptstadt Brüssel zeigte bei den Wahlen übrigens ihren eigenen Charakter und wählte die Liberalen (MR) mit 27,1 % und die Sozialdemokraten (PS) mit 26,3 % nach vorne, die flämischen Parteien wie NVA und Vlaams Belang blieben in der multikulturellen und multilingualen Hauptstadt Belgiens mit 1,9 bzw. 1,7 % nur Splittergruppen.<br />
Mit Elio Di Rupo und Bart De Wever haben nun zwei Politiker den eindeutigen Auftrag zur Regierungsbildung erhalten, die gegensätzlicher kaum sein könnten, vertritt doch Di Rupo die sozialistische und belgizistische Tradition der postindustriellen Wallonen, während De Wever die separatistische und katholisch-konservative flämische Linie verkörpert (die <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/der-grobe-und-der-taenzer/" target="_blank"><em>taz</em></a> titelt in diesem Sinne übrigens: „Der grobe Dicke siegt&#8221;). Vor wenigen Jahren noch bestand das zentrale Emblem von De Wevers NVA in einem Verbotsschild, in dessen Zentrum nur eine schwarze Fliege abgebildet war, die Di Rupo gerne am Hemdkragen trägt - die Abgrenzung gegen ‚die Wallonen&#8217;, ‚ihre Sozialdemokraten&#8217; und ‚deren Klientelismus&#8217; reichte damals  schon zur Etablierung der Partei. Ganz im diesem Sinne fuhr De Wever auch schon mal nach Wallonien und schüttete dort in einer Symbolhandlung Spielgeld aus: „Ein Biedermann als Brandstifter&#8221;, wie Michael Stabenow für die <em><a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E94F82B442F2E48A2AE88A3715EBDC415~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ</a> </em>schrieb.<br />
Zugleich haben sich viele wallonische Politiker kaum darum bemüht, die fundamentalen Probleme Belgiens - wie die hohe Staatsverschuldung oder eine Reform des Wahlrechts - tatsächlich anzugehen, was ihnen von flämischer Seite den Vorwurf einbrachte, durch reine Blockade geltendes Recht und notwendige Reformen zu ignorieren und somit einen Fortbestand der belgischen Demokratie zu verunmöglichen. Die <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/parlamentswahlen_ohne_hoffnung_in_belgien_1.6048682.html" target="_blank"><em>Neue Züricher Zeitung</em></a> schreibt hierzu: „Mittlerweile scheint es, als habe der Kampf um Macht und Einfluss zwischen den flämischen und den frankofonen Eliten so ziemlich alles vergiftet. (&#8230;) Das europäische Publikum, in Belgien wegen EU und Nato stark vertreten, machte sich bisher über den belgischen Hang zur Selbstzerfleischung oft lustig. Nun kann man immer öfter Kopfschütteln beobachten.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Sprachenstreit, Schwierigkeiten mit einem Wahlkreis und Sprachenpolitiken</em></p>
<p style="text-align: justify;">Vor diesen Hintergründen erscheint es gar nicht mehr so unverständlich, dass die letzte belgische Regierung über die (Neu-)Zuschneidung eines Wahlkreises zerbrochen ist (was vermutlich in allen anderen europäischen Demokratien undenkbar wäre). Ausgehend vom belgischen Verhältniswahlrecht und einigen Sonderregelungen können in Flandern nur flämische Parteien, in Wallonien nur wallonische Parteien gewählt werden; für das zweisprachige Brüssel und seine flämischen Randgemeinden, die jedoch aufgrund der Brüsseler Stadtflucht zunehmend französischsprachige Bewohner aufgenommen haben, gibt es zahlreiche Sonderregelungen (hierzu zählen insbesondere die Wahlbezirke Halle und Vilvoorde). Nun ist der Wahlkreis B-H-V (für Brüssel, Halle, Vilvoorde) bereits zum Gegenstand eines Verfassungsgerichtsurteils, zahlloser politischer Debatten und medialer Leitartikel geworden, die hier nicht ansatzweise wiedergegeben werden können.<br />
Am Beispiel von BHV lässt sich jedoch exemplarisch die verfahrene Situation der belgischen Konstitution verdeutlichen: Die wallonische Seite verlässt sich - häufig unter Missachtung und durch die sehr gewagte Ausnutzung der rechtlichen Situation - darauf, dass sich Brüssel weiter ausbreiten und seinen eigentlich ‚flämischen Rand&#8217; mehr und mehr schlucken wird, vertraut also auf die Macht des Faktischen. Die flämische Seite wehrt sich wiederum auf mitunter absurde Weise gegen diese zwangsläufige Entwicklung und pocht auf ihre Rechte und Traditionen. So sind in einzelnen flämischen Gemeinden französischsprachige Bürgermeister gewählt worden, die aber von den höheren flämischen Stellen nicht im Amt bestätigt werden. Potenzielle Hauskäufer müssen zunächst einen niederländischen Sprachtest vorweisen - eine Praxis, die von Menschenrechtsorganisationen als rassistisch gebrandmarkt worden ist. Zugleich subventioniert die Flämische Gemeinschaft kulturelle Aktivitäten in Brüssel und seinem Rand in unvorstellbarer Weise. So konnte ich bereits einige äußerst schlecht besuchte (wenngleich renommierte) flämische Theatervorstellungen in den Brüsseler Randgemeinden für den runtersubventionierten Preis von 3,80 Euro ansehen. Selbst meine Brüsseler Hallenfußballmannschaft, die an der (flämischen) ‚B<a href="http://www.bzvc.be/index.php?kind=reglementen" target="_blank"><em>russelse Zaalvoetbalcompetitie</em></a> teilnimmt, wird von der ‚Flämischen Gemeinschaftskommission&#8217; subventioniert, weshalb diese allerdings einen „niederländischsprachigen Charakter&#8221; des Teams einfordert, alle Teams müssen „im allgemeinen des Niederländischen mächtig sein&#8221;. Trotz all dieser Anstrengungen hat aber die Zahl jener Bewohner der Brüsseler Randgemeinden, die ihre Steuererklärung auf Französisch ausfüllen, weiterhin zugenommen - die Fakten des Alltagslebens, auf die die Französischsprachigen pochen, und die rechtliche Situation, auf der die Niederländischsprachigen beharren, stehen zueinander in einem gleichsam chiastischen Verhältnis.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Zwischen dem Verschwinden Belgiens und einem neuen multilingualen Ensemble</em></p>
<p style="text-align: justify;">Bart De Wever kümmert sich als Informateur gerade um die Bildung der künftigen Regierung, an deren Spitze Di Rupo stehen könnte. Sollte sich De Wevers Vorstellung von einer zunehmenden Staatsreform durchsetzen können, die irgendwann zwischen Flandern und Wallonien auf der einen Seite und der Europäischen Union auf der anderen kein Belgien mehr benötigt, so wäre der belgische Staat Geschichte geworden. Der wallonische Rundfunk RTBF lancierte schon 2006 die gefakte Meldung einer Abspaltung Flandern, die bereits damals von 89 % aller Belgier für glaubwürdig gehalten wurde. Daniela Weingärtner behauptet nun in der <a href="http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/der-grobe-und-der-taenzer/" target="_blank"><em>taz</em></a>: „Allerdings haben auch die Flamen keine Antwort auf die Frage, was mit dem König aller Belgier, der 30.000 Mann starken Armee und der gemischtsprachigen Region Brüssel passieren soll.&#8221; Leider habe ich nun allerdings sowohl hinter vorgehaltener Hand nach dem dritten Glas Wein als auch in ganz offiziellen politischen wie sozialwissenschaftlichen Vorträgen sehr wohl einige flämische Visionen für ein ‚postbelgisches Zeitalter&#8217; gehört: Eine solche Revolution werde ganz sicher unblutig verlaufen, so ist man sich auf flämischer Seite sicher; Brüssel werde eine Art ‚Europäische Hauptstadt D.C.&#8217; mit Sonderstatus werden; und einen ‚Korridor&#8217; (als Deutscher dreht man mit den Augen und dem Magen bei diesem Wort) zwischen Brüssel und Wallonien, um den sich die Wallonen in der B-H-V-Debatte bemühen, dürfe es auf gar keinen Fall geben.<br />
Fernab dieser Spaltungsszenarien gibt es jedoch auch Hoffnung auf einen Fortbestand Belgiens, wenngleich diese nahezu mystifiziert erscheint. Ulrike Herrmann kommentiert in der <em><a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/noch-ist-belgien-nicht-verloren/" target="_blank">taz</a></em>: „Der Wahlausgang sieht wie eine Spaltung aus. Aber vielleicht ist Belgien auf dem Weg zu einem neuen Konsens.&#8221; Das ist zwar keinesfalls eine logische Kausalkette, aber wer weiß? Der Journalist Pascal Verbeken hat jüngst mit seinem Buch <a href="http://www.armwallonie.be/" target="_blank"><em>Arm Wallonië</em></a> daran erinnert, dass die ökonomischen Verhältnisse zwischen den belgischen Regionen für die längere Zeit umgekehrt waren und zwischen 1840 und 1960 etwa 500.000 Flamen nach Wallonien migrierten. Wer garantiert eigentlich, dass die Flamen jene sozialökonomische Solidarität, die sie den Wallonen gerade aufkündigen (und im Kontext der EU ohnehin auch anderen Ländern leisten müssten), nicht dereinst wieder selbst benötigen? Zudem hat die deutsche Radiojournalistin Doris Simon in einem Gastbeitrag für die flämische Zeitung <a href="http://www.demorgen.be/dm/nl/2461/De-Gedachte/article/detail/1116621/2010/06/10/Buren-over-Belgie-Is-er-uberhaupt-iets-waarvoor-de-Belgen-hun-slaap-laten.dhtml" target="_blank"><em>De Morgen</em></a> einige kluge Sätze geschrieben, die die belgischen Probleme im europäischen Vergleich zu relativieren versuchen: „Aber die belgischen Probleme sind nicht einzigartig. In der Schweiz leben vier Sprachgruppen zusammen, in Deutschland wäre Bremen und das Saarland schon längst pleite ohne den Länderfinanzausgleich, der ihnen Kompensationen aus Hessen, Bayern und Baden-Württemberg bringt. Genauso wie Flandern hat Bayern übrigens aus den Augen verloren, dass es früher ein armes, Not leidendes agrarisches Gebiet war. Wenn es heute könnte, würde es direkt den Geldhahn für Bremen dichtdrehen. Aber genau deshalb achten die anderen Bundesländer darauf, dass Bayern über diese Frage nicht eigenständig entscheiden kann.&#8221;<br />
Es gibt aktuell allerdings zahlreiche Möglichkeiten, wie sich die Situation weiterentwickeln kann. Ich werde Sie weiterhin aus Brüssel auf dem Laufenden halten - und vielleicht werde ich dann ja immer noch in Belgien wohnen&#8230;</p>
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		<title>How bizarr: Der Bundespräsident und die Germanistik-Studentin</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/bundespraesident-germanistik-studentin</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 20:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[How bizarr - Videoclips &amp; Fundstücke]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesen Tagen, da der deutsche Bundespräsident Horst Köhler sein Amt gleichsam weggeworfen hat, wird in vielen Blogs auf Rainald Grebes Lied Ich bin der Präsident verwiesen. Grebe kann man mögen oder auch nicht (ich persönlich finde den mehrbödigen Klamauk eines Helge Schneider beachtlicher), aber mit seinem Lied beweist nahezu prophetische Qualitäten:
„Ich bin der Schirmherr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In diesen Tagen, da der deutsche Bundespräsident Horst Köhler sein Amt gleichsam weggeworfen hat, wird in vielen Blogs auf Rainald Grebes Lied <em>Ich bin der Präsident</em> verwiesen. Grebe kann man mögen oder auch nicht (ich persönlich finde den mehrbödigen Klamauk eines Helge Schneider beachtlicher), aber mit seinem Lied beweist nahezu prophetische Qualitäten:</p>
<p style="text-align: justify; padding-left: 30px;">„Ich bin der Schirmherr dieses Krötentunnels. Es ist mir eine Ehre! Jetzt kommt ein Grußwort für Hartz-4-Empfänger: Ihr Schicksal trifft mich auch persönlich. Sie halten sich für überflüssig? Da geht es mir ganz ähnlich.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Wer&#8217;s sehen mag, schaue bitte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=55SmADAueSs" target="_blank">hier</a>!<br />
Den aktuellen Hype um Grebes Präsidenten-Song nehme ich gerne zum Anlass, meinen werten Leserinnen und Lesern seinen Song <em>Dörte </em>ans Herz zu legen. <span id="more-1062"></span>Hier portraitiert Grebe spöttisch eine junge Studentin, die gleichsam ein Prototyp des kleinbürgerlichen, ökologisch angehauchten Möchtegernrevoluzzertums darstellt. „Sie hieß Dörte Becker. So sah sie auch aus&#8221;, singt Grebe, und er proklamiert: „Dörte, Du bist der Ausweg aus der Spaßgesellschaft!&#8221;<br />
Was mich an diesem Song aber besonders interessiert, ist die - natürlich ebenfalls stereotypisierte - Profession der Studentin: „Sie studierte Germanistik auf Lehramt in Berlin. Hat die deutsche Sprache so etwas verdient?&#8221; Als Literaturwissenschaftler, der sehr gerne unterrichtet, kann ich nun wiederum nur proklamieren, dass ich einen solchen Typus noch nie kennengelernt habe - aber sehen Sie selbst:</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500" height="405" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/LZCW26v8zJQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/LZCW26v8zJQ&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Buchpräsentation „Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 22 May 2010 10:40:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Everything for free - Downloads]]></category>

		<category><![CDATA[Staubige Sonnen - Ruhrgebiet 2010]]></category>

		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern haben Florian Neuner und ich im neuen Medienhaus von Mülheim an der Ruhr unsere neue literarische Anthologie „Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur&#8221; präsentiert, eingeführt von dem Leiter des assoverlags, Ernst Gerlach, und ausführlich vorgestellt vom Leiter des Ruhr Museums, Prof. Dr. Ulrich Borsdorf. Florian und ich haben uns zudem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gestern haben Florian Neuner und ich im neuen Medienhaus von Mülheim an der Ruhr unsere neue literarische Anthologie „Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur&#8221; präsentiert, eingeführt von dem Leiter des assoverlags, Ernst Gerlach, und ausführlich vorgestellt vom Leiter des Ruhr Museums, Prof. Dr. Ulrich Borsdorf. Florian und ich haben uns zudem sehr gefreut, dass der von uns sehr geschätzte Autor und Literaturwissenschaftler <a href="http://bangemachen.com/" target="_blank">Jürgen Link</a>, die Leiterin des <a href="http://www.fhi.dortmund.de" target="_blank">Fritz-Hüser-Instituts</a>, Hanneliese Palm, sowie mit <a href="http://www.ringlokschuppen.de/" target="_blank">Holger Bergmann</a>,  <a href="http://www.stadtbibliothek-essen.de/Kontakt/Kontakt.htm" target="_blank">Klaus-Peter Böttger</a> und <a href="http://www.muelheim-ruhr.de/cms/kulturbetrieb.html" target="_blank">Dirk Schneider</a> einige der wichtigsten (im Falle Böttgers: ehemaligen) Kulturvermittler aus Mülheim vor Ort waren.<br />
Karl-Heinz Gajewski hat zudem in seinem Audioarchiv <em>reviercast.de</em> einige Fragmente der Buchpräsentation versammelt:</p>
<ul>
<li>Florian Neuner zur <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_150.mp3" target="_blank">Entstehung und Konzeption der Anthologie <em>Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</em></a> (7:41)</li>
<li>Thomas Ernst zur <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_148.mp3" target="_blank">Entstehung und Konzeption der Anthologie <em>Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur</em></a> (3:31)</li>
<li>Thomas Ernst zur <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_147.mp3" target="_blank">Debatte um die ‘Metropole Ruhr&#8217; und das ‘Rhizom Ruhrgebiet&#8217;</a> (4:49)</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Und eine erste Rezension des Buches ist ebenfalls gestern erschienen. <span id="more-1055"></span>Britta Heidemann schreibt in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung: „Flapsig, ironisch&#8230; Der Band ist ebenso unterhaltsam wie nachdenklich, diese Uneinheitlichkeit ist unbedingt gewollt.&#8221; Mehr Informationen zum Buch finden sich <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur" target="_self">hier</a>.<br />
Und noch ein letzter Hinweis zum Thema „Das Ruhrgebiet in der Literatur&#8221;: Am Samstag, 5. Juni, werde ich um 10.30 Uhr auf der Konferenz<em> </em><a href="http://www.duisburg-live.com/micro/stadtbibliothek/veranstaltungen/Flyer_Tagung_Ruhrort_neu.pdf" target="_blank"><em>Von Flussidyllen und Fördertürmen. Literatur an der Nahtstelle zwischen Ruhr und Rhei</em></a>n, die im Kontext der 33. Duisburger Akzente stattfindet, zum Thema <em>Zwischen feurigen Arbeitswelten und juckenden Kumpels. Geschlecht und Sexualität in der Arbeiterliteratur von Max von der Grün und Hans Henning Claer</em> in der Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort.</p>
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		<title>Der Journalismus, die Lobbyisten und die Wahrheit</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/journalismus-lobbyismus-wahrheit</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 15:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Archiv des laufenden Schwachsinns]]></category>

		<category><![CDATA[How bizarr - Videoclips &amp; Fundstücke]]></category>

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		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine funktionierende Demokratie lässt sich nicht denken ohne eine freie und unabhängige ‚vierte Gewalt&#8217;, die sich in Deutschland insbesondere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk organisiert hat. Nachdem allerdings die Posse um die Nicht-Verlängerung des Vertrags von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender offen gelegt hat, dass zumindest dieser Sender eindeutig unter parteipolitischen Einflüssen steht, zeigen die immer wieder aufgedeckten Fälle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine funktionierende Demokratie lässt sich nicht denken ohne eine freie und unabhängige ‚vierte Gewalt&#8217;, die sich in Deutschland insbesondere im öffentlich-rechtlichen Rundfunk organisiert hat. Nachdem allerdings die Posse um die Nicht-Verlängerung des Vertrags von ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender offen gelegt hat, dass zumindest dieser Sender eindeutig <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/nikolaus-brender-und-die-heuchler/" target="_blank">unter parteipolitischen Einflüssen</a> steht, zeigen die immer wieder aufgedeckten Fälle von Schleichwerbung die Verstrickung von kommerziellen Interessen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk.<br />
Dieses problematische Verhältnis zeigte sich jüngst wieder im Nachgang zu einem fein aufklärerischen Beitrag der satirischen ‚heute-show&#8217; des ZDF. Deren Reporter Martin Sonneborn, zugleich Ex-Chefredakteur des Satiremagazins <em>Titanic</em>, den Pharmalobbyisten Peter Schmidt (<em>Pro Generika</em>) um ein Interview gebeten, das „nach Möglichkeit in einer der ‚heute&#8217;-Sendungen, bevorzugt im ‚heute-journal&#8217;, platziert&#8221; werden solle. Indem er nun gerade jene Stellen veröffentlicht, die in der üblichen journalistischen Praxis dem Schnitt zum Opfer fallen („Nein, das möchte ich ungerne sagen, deswegen habe ich auch abgebrochen.&#8221;), trägt er gerade durch diese Verletzung journalistischer Grundregeln so etwas wie ‚Wahrheitsfindung&#8217; bei. Doch sehen Sie selbst:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/yW405x_18_0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/yW405x_18_0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Es überrascht nun nicht, dass ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut Schmidts Beschwerde gegen diese Praxis zum Anlass nahm, Sonneborn fortan das Operieren mit dem ‚heute&#8217;-Level zu untersagen. Beschwerden der Pharmaindustrie, als einem der großen ZDF-Werbekunden, werden selbstverständlich ernst genommen. Peter Schmidt hat übrigens, wenngleich aus vorgeblich anderen Gründen, <a href="http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/wirtschaft/news/2010/06/11/peter-schmidt-muss-seinen-posten-raeumen.html" target="_blank">seinen Job verloren</a>.</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur&#8221; - gerade erschienen!</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur-buch</link>
		<comments>http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur-buch#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 11:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<category><![CDATA[Staubige Sonnen - Ruhrgebiet 2010]]></category>

		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Popliteratur]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir schreiben das Jahr 2010, das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas - und jüngst ist die zweite literarische Anthologie von Florian Neuner und mir erschienen! Wir präsentieren in dieser Anthologie die  Gegenwartsliteratur über das Ruhrgebiet in siebzehn ausgewählten  Prosatexten von den 1980er Jahren bis heute. Damit geben wir erstmals  einen Überblick über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur"><img class="alignright size-medium wp-image-923" title="asso-buchcover" src="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2010/04/asso-buchcover.jpg" alt="" width="227" height="363" /></a>Wir schreiben das Jahr 2010, das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas - und jüngst ist die zweite literarische Anthologie von Florian Neuner und mir erschienen! Wir präsentieren in dieser Anthologie die  Gegenwartsliteratur über das Ruhrgebiet in siebzehn ausgewählten  Prosatexten von den 1980er Jahren bis heute. Damit geben wir erstmals  einen Überblick über die ganze Bandbreite der Literatur, die seit dem  Ende der industriellen Epoche über das Ruhrgebiet geschrieben wird. Die Anthologie versammelt auch überregional wahrgenommene Autoren aus dem Ruhrgebiet  wie Hans Henning Claer, Helge Schneider oder Wolfgang Welt neben  bekannten Autoren von außerhalb, die über ihre Arbeit und Besuche im  Ruhrgebiet berichten, wie Sibylle Berg, Thomas Kapielski, Alexander  Kluge, Katja Lange-Müller und Harry Rowohlt. Daneben finden sich auch  einige echte Entdeckungen wie Franz Hodjak und Dezső Tandori, die der  Ruhrgebietsliteratur neue Facetten hinzufügen. Ein materialreicher Essay von mir  bietet zudem eine systematische Übersicht über das Ruhrgebiet in der  Gegenwartsliteratur - von der erzählenden und experimentellen Prosa über  die groteske, satirische und migrantische Literatur bis hin zur Pop-  und Untergrundliteratur und zu den neuen Medien. Eine Vielfalt, die zum  Weiterlesen einlädt und hier erstmals fundiert und umfassend versammelt  wird!</p>
<p>Mehr Informationen zum Buch inklusive Inhaltsverzeichnis, Leseproben und Lieblingszitaten finden sich auf der eigenen <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-gegenwartsliteratur" target="_self">Seite zum Buch</a>. Zudem finden sich weitere Text-, Audio- und Videodateien zum Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur in einem <a href="http://www.thomasernst.net/ruhrgebiet-material" target="_self">eigenen Archiv</a>.</p>
<p><span style="color: #ff0000;"><strong>Aktuelle Information:</strong> </span></p>
<p><span style="color: #ff0000;">Die <strong>Buchpräsentation </strong>findet am <strong>21. Mai 2010, 16  Uhr</strong>, im neuen <strong>Medienhaus Mülheim an der Ruhr</strong> (Synagogenplatz 3) statt.  Das Buch wird präsentiert von Prof. Dr. Ulrich Borsdorf, dem Direktor  des Ruhr Museums Essen, die beiden Herausgeber stehen anschließend zum  Gespräch bereit.</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zwischen Geistesarbeit und Aschenbrödeltum: Die Professionalisierung der Autorschaft zwischen 1800 und 1933. Eine Rezension für IASLonline</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 14:27:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Es ist egal aber - Buch- &amp; Medienkritik]]></category>

		<category><![CDATA[Kein Außen mehr - Internet &amp; Urheberrecht]]></category>

		<category><![CDATA[Autorschaft]]></category>

		<category><![CDATA[Creative Writing]]></category>

		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

		<category><![CDATA[Schreiben]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 12.4. ist meine Rezension des Buches Autorschaft. Eine kurze Sozialgeschichte der literarischen Intelligenz in Deutschland zwischen 1860 und 1930 von Rolf Parr (Heidelberg: Synchron, 2008) auf IASLonline zu lesen. Parrs Buch zeigt unter anderem, dass es höchst problematisch ist,

„in aktuellen Debatten um das Urheberrecht und das ›geistige Eigentum‹ mit dem Autor zu argumentieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3095"><img class="alignright size-medium wp-image-1021" title="ernst-iaslonline" src="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/ernst-iaslonline.jpg" alt="" width="311" height="210" /></a>Seit dem 12.4. ist meine <a href="http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3095" target="_blank"><em>Rezension</em></a> des Buches <em>Autorschaft. Eine kurze Sozialgeschichte der literarischen Intelligenz in Deutschland zwischen 1860 und 1930</em> von Rolf Parr (Heidelberg: Synchron, 2008) auf <em>IASLonline</em> zu lesen. Parrs Buch zeigt unter anderem, dass es höchst problematisch ist,</p>
<p style="padding-left: 30px;">
„in aktuellen Debatten um das Urheberrecht und das ›geistige Eigentum‹ mit dem Autor zu argumentieren, dessen Rechte es zu schützen gelte. Die Suggestion, dass – angesichts der Möglichkeiten der digitalen Kopie – nur mit dem bestehenden Urheberrecht und einer Bewahrung des Mediums Buch der Fortbestand hochklassiger Literatur zu gewährleisten sei, impliziert die Unterstellung, dass Buchautoren im Regelfall vom Ertrag ihrer urheberrechtlich geschützten Werke gut leben konnten. Parrs Buch macht jedoch deutlich, dass selbst viele heute kanonisierte Autoren zu einer ›Mischkalkulation‹ gezwungen waren. Bereits in der Gutenberg-Galaxis gestalteten sich somit die Bilder der Autorschaft und ihre Verdienstwege widersprüchlich – und die meisten ›Geistesarbeiter‹ schrieben damals aus einem ›Aschenbrödeltum‹ heraus, das heute als ›junges Medienprekariat‹ wiederkehrt, was die gegenwärtige Situation natürlich keineswegs schöner macht.“</p>
]]></content:encoded>
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		<title>How bizarr: Bier, Geschlechterstereotypen und wunderliche Syllogismen</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/bier-geschlechterstereotypen-werbung-heineken</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 21:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[How bizarr - Videoclips &amp; Fundstücke]]></category>

		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

		<category><![CDATA[Gender Studies]]></category>

		<category><![CDATA[Nederlands]]></category>

		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[1. Ich halte es für wichtig, jede Form von Geschlechterstereotypen zu unterminieren, da sie die Aufrechterhaltung patriarchaler Machtstrukturen unterstützen. Auch die Reproduktion von Geschlechterstereotypen in Videoclips und Werbebotschaften ärgert mich enorm.
2. Heineken ist kein gutes Bier. Eine Begründung mag sein: „es schmeckt wirklich jedermann“ (Gilbert Delos). Auch die Bier-Theoretiker Michael Rudolf und Jürgen Roth bestätigten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1. Ich halte es für wichtig, jede Form von Geschlechterstereotypen zu unterminieren, da sie die Aufrechterhaltung patriarchaler Machtstrukturen unterstützen. Auch die Reproduktion von Geschlechterstereotypen in Videoclips und Werbebotschaften ärgert mich enorm.<br />
2. Heineken ist kein gutes Bier. Eine Begründung mag sein: „es schmeckt wirklich jedermann“ (Gilbert Delos). Auch die Bier-Theoretiker Michael Rudolf und Jürgen Roth bestätigten in ihrem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8745294.html" target="_blank"><em>Bier-Lexikon</em></a>: „das dürfte das Problem sein“.<br />
3. Dennoch finde ich den unten stehenden Werbespot von Heineken, der in übelster Weise Geschlechterstereotype reproduziert, phänomenal. Wie man das nun zu einem funktionierenden Syllogismus umbiegt, wüsste ich selber gerne (Vorschläge nehme ich wissbegierig entgegen). Doch sehen Sie selbst:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/djvsj1mPjD0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="660" height="405" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/djvsj1mPjD0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01&amp;border=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Versäumen Sie auch nicht den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xk5JNs7KO30&amp;NR=1" target="_blank">Nachfolgeclip</a>, in dem der Walk-in-Fridge zum Walkin’ Fridge mutiert. Na denn, Prost!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart&#8221; - das Buch online lesen</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/subversionen-buch-online-lesen</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 15:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Everything for free - Downloads]]></category>

		<category><![CDATA[Gender Studies]]></category>

		<category><![CDATA[Hybridität]]></category>

		<category><![CDATA[Judith Butler]]></category>

		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Popliteratur]]></category>

		<category><![CDATA[Postcolonial Studies]]></category>

		<category><![CDATA[Queer]]></category>

		<category><![CDATA[René Pollesch]]></category>

		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

		<category><![CDATA[Subkultur]]></category>

		<category><![CDATA[Subversion]]></category>

		<category><![CDATA[Theater]]></category>

		<category><![CDATA[Thomas Meinecke]]></category>

		<category><![CDATA[Underground]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar weiß ich nicht, wie sich die Debatte um die ‚Datenkrake&#8217; Google und ihren Zugriff auf das ‚geistige Eigentum&#8217; im Bereich der Buchkultur in Zukunft entwickeln wird, aber für die folgende Information ist dieser größere und zweifelsohne spannende Kontext zunächst einmal irrelevant:
Aktuell ist unser Sammelband SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://books.google.be/books?id=ZE-GZ8j9pqEC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=subversionen&amp;source=bl&amp;ots=opvSO21x44&amp;sig=uNujgyrzQSl2bQ2TMZg3O42-j6c&amp;hl=de&amp;ei=VHzTS7eEEMH2-Qb_qqGVDA&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=2&amp;ved=0CAkQ6AewAQ"><img class="alignright size-medium wp-image-46" title="ernst-coversubversionen" src="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2008/07/ernst-coversubversionen-175x300.jpg" alt="" width="135" height="232" /></a>Zwar weiß ich nicht, wie sich die Debatte um die ‚Datenkrake&#8217; Google und ihren Zugriff auf das ‚geistige Eigentum&#8217; im Bereich der Buchkultur in Zukunft entwickeln wird, aber für die folgende Information ist dieser größere und zweifelsohne spannende Kontext zunächst einmal irrelevant:<br />
Aktuell ist unser Sammelband <a href="http://www.thomasernst.net/subversionen] auf der umstrittenen Seite ‚Google Bücher' online lesbar [http://books.google.be/books?id=ZE-GZ8j9pqEC&amp;printsec=frontcover&amp;dq=subversionen&amp;source=bl&amp;ots=opvSO21x44&amp;sig=uNujgyrzQSl2bQ2TMZg3O42-j6c&amp;hl=de&amp;ei=VHzTS7eEEMH2-Qb_qqGVDA&amp;sa=X&amp;oi=book_result&amp;ct=result&amp;resnum=2&amp;ved=0CAkQ6AewAQ" target="_blank"><em>SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart</em></a>. Der Band wurde in Medien wie <em>DeutschlandRadio Kultur</em>, <em>Das Argument</em> oder <em>Malmoe </em>als „qualitativ hochwertig&#8221;, „sehr einsichtig&#8221;, „spannend&#8221; und „fundiert&#8221; bewertet.<br />
Viel Freude bei der Lektüre!</p>
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