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	<title>Thomas Ernst - Autor und Literaturwissenschaftler</title>
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	<description>Thomas Ernst - Blog und Informationen des Autors, Literaturwissenschaftlers, Kritikers und Performers</description>
	<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 09:31:59 +0000</pubDate>
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		<title>Wolfgang Welt, die ‚Gruppe 61‘ und die Ruhrgebietsliteratur</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 07:08:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Unter dem Titel Die Staublunge der Literatur. Eine Dortmunder Ausstellung erinnert an die vor fünfzig Jahren gegründete ‚Gruppe 61‘ schreibt heute der große Ruhrgebietsautor Wolfgang Welt im Feuilleton der FAZ (Seite 32) über die entsprechende Ausstellung und ihren Ausstellungskatalog, in dem sich auch ein Beitrag von mir zum Thema Warum es keine Gruppe 2011 gibt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Titel <em>Die Staublunge der Literatur. Eine Dortmunder Ausstellung erinnert an die vor fünfzig Jahren gegründete ‚Gruppe 61‘</em> schreibt heute <a href="http://www.thomasernst.net/Thomas-Ernst-Ruhrgebiet-Metropole-Rhizom%28Dez2010%29.pdf" target="_self">der große Ruhrgebietsautor Wolfgang Welt</a> im Feuilleton der <a href="http://www.faz.net/artikel/C30703/die-staublunge-der-literatur-30363273.html" target="_blank">FAZ (Seite 32)</a> über die entsprechende Ausstellung und ihren Ausstellungskatalog, in dem sich auch ein Beitrag von mir zum Thema <a href="http://www.thomasernst.net/Ernst-Arbeiterliteratur-Gruppe-61%28Aufsatz2011%29.pdf" target="_self"><em>Warum es keine Gruppe 2011 gibt. Die Literatur und die flexiblen und digitalen Arbeitswelten der Gegenwart</em></a> findet. In seinem Beitrag schreibt Welt unter anderem:</p>
<p style="padding-left: 30px;">„Im umfangreichen Begleitband beleuchten zudem führende Ruhrgebietsliteraturexperten wie Erhard Schütz, Uwe-K. Ketelsen, Gerhard Rupp und Thomas Ernst, um nur einige zu nennen, Aspekte der Gruppe und ihres Umfelds.&#8221; <span id="more-1242"></span></p>
<p>Dies ist einer der leider doch seltenen Momente, in denen man den Eindruck gewinnt, dass man seine Bücher und Aufsätze doch nicht in ein schwarzes Loch hinein produziert, sondern dass sie eine entsprechende Beachtung finden. Zumal es höchst erfreulich bleibt, in einer Reihe mit diesen professoralen und deutlich erfahreneren Kollegen genannt zu werden. Danke, großer Autor!</p>
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		<title>Mehrsprachigkeit als Normalität und der Bilinguale Unterricht</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 09:00:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Seit dem Sommer 2010 läuft in Dortmund ein bundesweit einmaliges Projekt: An vier internationalen Grundschulen wird ab der ersten Klasse zweisprachig unterrichtet, auf Deutsch und Englisch. Die Nachfrage übersteigt die Plätze schon jetzt um das Doppelte.
Für den WDR hat Almut Horstmann zu diesem Thema einen Hörfunkbeitrag produziert, der am 4.3.2011 erstgesendet wurde und den Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit dem Sommer 2010 läuft in Dortmund ein bundesweit einmaliges Projekt: An vier internationalen Grundschulen wird ab der ersten Klasse zweisprachig unterrichtet, auf Deutsch und Englisch. Die Nachfrage übersteigt die Plätze schon jetzt um das Doppelte.<br />
Für den WDR hat Almut Horstmann zu diesem Thema einen <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/03/04/morgenecho-internationale-grundschulen.xml" target="_blank">Hörfunkbeitrag</a> produziert, der am 4.3.2011 erstgesendet wurde und den Sie sich in der Mediathek des WDR anhören können und zu dem ich auch einen kleinen Beitrag liefern durfte (höre ab 2,57). <span id="more-1238"></span>Tatsächlich ist es meine Überzeugung, dass man grundsätzlich „im 21. Jahrhundert davon ausgehen [kann], dass eigentlich Kinder, die nur in einer Sprache sich bewegen können, tendenziell Bildungs- und berufliche Verlierer sein werden.&#8221;<br />
Zudem sollte man sich immer wieder deutlich machen, was Lorna Carson in ihrer Studie über <em>Multilingualism in Europe. A Case Study</em> (2003) feststellte:</p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;In European terms, multilingualism is often considered as a rather extraordinary state of affairs [...]. However, in many other parts of the globe, multilingualism is not at all a remarkable skill, but simply a normal requirement of everyday life. Globally, it is monolingualism that tends to be extraordinary, and multilingualism is the norm.&#8221; (Carson 2003: 17f.)</p>
<p>Bezogen auf diese simple Erkenntnis und die daraus resultierende Notwendigkeit, auch im Schul-, Universitäts- und Ausbildungsbetrieb mehr Raum für Mehrsprachigkeit zu schaffen, hat Deutschland zweifelsohne noch einen immensen Nachholbedarf. Umso mehr ist das Dortmunder Projekt zu begrüßen - und es wird entsprechend positiv aufgenommen.</p>
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		<title>Zum Tode Gary Moores: Ein beachtliches Plagiat</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 18:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[How bizarr - Videoclips &amp; Fundstücke]]></category>

		<category><![CDATA[Kein Außen mehr - Internet &amp; Urheberrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Sonntag ist der Gitarrist und Sänger Gary Moore verstorben, der insbesondere mit seinem Song Still Got the Blues (1990) weltweite Erfolge feierte. Während der Text des Liebeslieds nun wirklich nicht als originell bezeichnet werden kann (&#8221;So many years since I&#8217;ve seen your face / but here in my heart there&#8217;s an empty space [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Sonntag ist der Gitarrist und Sänger Gary Moore verstorben, der insbesondere mit seinem Song <em>Still Got the Blues</em> (1990) weltweite Erfolge feierte. Während der Text des Liebeslieds nun wirklich nicht als originell bezeichnet werden kann (&#8221;So many years since I&#8217;ve seen your face / but here in my heart there&#8217;s an empty space where you used to be&#8221;), bestach das Lied durch seine musikalischen Qualitäten und insbesondere durch einige Gitarrensoli. Es ist allerdings viel zu wenig bekannt, dass es sich dabei um <a href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,594279,00.html" target="_blank">ein beachtliches Plagiat</a> handelt, das 2008 auch gerichtlich als solches <a href="http://www.justiz.bayern.de/gericht/lg/m1/presse/archiv/2008/01717/index.php" target="_blank">erkannt und bewertet</a> wurde.<br />
Ursprünglich verfasste Jürgen Winter diese Sequenz für das Lied <em>Nordrach</em>, das er ab 1974 mit seiner Krautrock-Band Jud&#8217;s Gallery nicht wirklich erfolgreich der Öffentlichkeit präsentierte. Doch sehen Sie selbst (ab 5:24 wird es relevant):</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/Xe-uwEqTjd0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="390" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/Xe-uwEqTjd0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Zum Vergleich können Sie sich auch<a href="http://www.youtube.com/watch?v=i6IO5EN49hY&amp;feature=related" target="_blank"> eine Live-Aufnahme von Gary Moores nur scheinbarer Originalversion von 1990</a> ansehen. Bemerkenswert ist an diesem Beispiel allerdings, dass Moore mit seiner Kopie ein weitaus größerer Erfolg beschieden war als Jud&#8217;s Gallery mit ihrem Original. Was heißt das nun für die Wichtigkeit des kunstvollen Kopierens im Bereich der Musik?</p>
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		<title>Bericht aus Brüssel (5): Leben in Liedekerke (Man bijt hond)</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/brussel-5-liederkerk</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 12:27:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Archiv des laufenden Schwachsinns]]></category>

		<category><![CDATA[Bericht aus Brüssel]]></category>

		<category><![CDATA[How bizarr - Videoclips &amp; Fundstücke]]></category>

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		<description><![CDATA[Das klassische flämische TV-Journal Man bijt hond (dt. Mann beißt Hund) berichtet von den Normalitäten des Alltagslebens jener, die außerhalb ihres jeweiligen Milieus oder Dorfs als skurril oder grotesk wahrgenommen würden, vergleichbar den Protagonisten aus Dimitri Verhulsts Erfolgsroman De helaasheid der dingen (2006, dt. Die Beschissenheit der Dinge). Ein besonders feines Beispiel für das Verfahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das klassische flämische TV-Journal <em>Man bijt hond</em> (dt. Mann beißt Hund) berichtet von den Normalitäten des Alltagslebens jener, die außerhalb ihres jeweiligen Milieus oder Dorfs als skurril oder grotesk wahrgenommen würden, vergleichbar den Protagonisten aus Dimitri Verhulsts Erfolgsroman <em>De helaasheid der dingen</em> (2006, dt. Die Beschissenheit der Dinge). Ein besonders feines Beispiel für das Verfahren von <em>Man bijt hond</em> findet sich unter dem Titel <em>Het dorp</em>.</p>
<p>Zugleich illustriert dieser Auszug das Sprichwort, als Flame komme man mit einem Backstein im Magen zur Welt. Der Wunsch, eigenen Wohnraum zu besitzen, führt in Belgien mitunter zu ungewöhnlichen Konstellationen und Lebensumständen, insbesondere wenn der karge Lohn nicht für ein schmuckes Anwesen, sondern nur für ein kleines Häuschen mit noch kleinerer Garage gereicht hat. Doch sehen Sie selbst, wie sich der 87jährige Eugène aus dem flämischen Liedekerke mit Haus, Garage und seinem Fiat Panda arrangiert hat (auf Wunsch können Sie die englischsprachigen Untertitel aktivieren):</p>
<p><iframe width="504" height="314" src="http://www.youtube.com/embed/QksqWRqEfy0?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Perspektiven emanzipatorischer Bildungs- und Forschungsförderung - und die Frage nach Kultur und Emanzipation</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/emanzipation-bildungsfoerderung-forschungsfoerderung</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 12:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Ergebnisse der Promovierendenkonferenz 2003 der Hans-Böckler-Stiftung sind inzwischen online als PDF einsehbar. Im Kern der Promovierendenkonferenz wie auch im Kern der Veröffentlichung steht die Frage nach den Perspektiven der Bildungs- und Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung. Sie finden hierzu auf den Seiten 49 bis 56 die Ausführungen der Leitungskollektivs der Promovierenden, in dem ich damals mitgearbeitet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ergebnisse der Promovierendenkonferenz 2003 der Hans-Böckler-Stiftung sind inzwischen <a href="http://www.boeckler.de/pdf/p_edition_hbs_145.pdf" target="_blank">online als PDF </a>einsehbar. Im Kern der Promovierendenkonferenz wie auch im Kern der Veröffentlichung steht die Frage nach den Perspektiven der Bildungs- und Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung. Sie finden hierzu auf den Seiten 49 bis 56 die Ausführungen der Leitungskollektivs der Promovierenden, in dem ich damals mitgearbeitet habe.</p>
<p>Ein eigener und vor allem von mir zusammengestellter Bereich beschäftigt sich mit der Frage nach Kultur und Emanzipation - hier finden Sie Beiträge von</p>
<ul>
<li> Christoph Hesse zum Bereich ‚Film‘ (S. 75-88)</li>
<li> Donna P. Nick zum Bereich ‚Science Fiction‘ (S. 89-96)</li>
<li> Nadja Sennewald zum Bereich ‚Literatur‘ (S. 97-102)</li>
<li> sowie von mir selbst (S. 69-74 + 103-108).</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Riot on an Empty Street: Pictures of Globalization (4)</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/riot-on-an-empty-street-pictures-of-globalization-4</link>
		<comments>http://www.thomasernst.net/riot-on-an-empty-street-pictures-of-globalization-4#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 16:11:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Air Sickness Bags, 2008.
Contributions by
Icelandair,
Alitalia
and
Bulgarian Airways
to the
processes of globalization.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/ernst-globalisierung04-icelandairalitaliabulgarianairways.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1223" title="ernst-globalisierung04-icelandairalitaliabulgarianairways" src="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/06/ernst-globalisierung04-icelandairalitaliabulgarianairways.jpg" alt="" width="351" height="210" /></a>Air Sickness Bags, 2008.<br />
Contributions by<br />
Icelandair,<br />
Alitalia<br />
and<br />
Bulgarian Airways<br />
to the<br />
processes of globalization.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum neuen Jahr 2011: Die Schriftsteller, der Staat und der Widerstand</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/schriftsteller-literatur-staat-widerstand</link>
		<comments>http://www.thomasernst.net/schriftsteller-literatur-staat-widerstand#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 14:52:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Im neuen Jahr wird meine Dissertationsschrift mit dem Titel Literatur und Subversion. Politisches  Schreiben in der Gegenwart erscheinen, die sich der alten Frage nach der gesellschaftlichen und politischen Relevanz der Literatur und von Autorschaftsinszenierungen nach dem Ende des ‚Kalten Krieges‘ neu stellt. Dass die Auseinandersetzungen zwischen Schriftstellern und den staatlichen Instanzen nicht nur symbolischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Im neuen Jahr wird meine Dissertationsschrift mit dem Titel <a href="http://www.transcript-verlag.de/ts1484/ts1484.php" target="_blank"><em>Literatur und Subversion. Politisches  Schreiben in der Gegenwart</em></a> erscheinen, die sich der alten Frage nach der gesellschaftlichen und politischen Relevanz der Literatur und von Autorschaftsinszenierungen nach dem Ende des ‚Kalten Krieges‘ neu stellt. Dass die Auseinandersetzungen zwischen Schriftstellern und den staatlichen Instanzen nicht nur symbolischen Charakter besitzen, sondern „von den Protagonisten&#8221;, so Pierre Bourdieu, „durchaus als Fragen um Leben oder Tod erlebt werden&#8221;, davon mag ein ebenso kleiner wie dramatischer Videoclip aus dem Jahre 1981  (also aus den Vor-Wende-Zeiten mit klareren Frontverläufen, die heute weit entfernt scheinen) zeugen, in dem der Autor Thomas Brasch aus den Händen des damaligen bayrischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß den Bayrischen Filmpreis in Höhe von 50.000 DM entgegennimmt. In seiner Rede verteidigt sich Brasch gegen die Angriffe seiner KollegInnen, einen solchen Pakt mit den Herrschenden einzugehen:</p>
<p style="padding-left: 30px; text-align: justify;">„Der Widerspruch [eines Autors, T.E.], der mit dem Geld des Staates arbeitet und den Staat angreift, der den subversiven Außenseiter zum Gegenstand seiner Arbeit macht und sich selbst zur gleichen Zeit zu einem Komplizen der Macht, [ist] ein entscheidender. Er ist der Widerspruch der Künstler im Zeitalter des Geldes schlechthin - und er ist nur scheinbar zu lösen.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Doch sehen Sie selbst (besonders ab 2:20 Min.):</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/y2V1CMBJ8wI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/y2V1CMBJ8wI?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&amp;color1=0xe1600f&amp;color2=0xfebd01" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Einerseits beeindruckt Brasch tatsächlich <span id="more-1195"></span>durch die Tumulte, die er im wohlsituierten Publikum mit seinen (in diesem Kontext provokanten) Feststellungen „Die Kriminalität ist der urwüchsigste Ausdruck der Auflehnung&#8221; (ab 4:49) und „Ich danke der Filmhochschule der DDR für meine Ausbildung&#8221; (ab 5:18) auslöst (wobei er allerdings immer wieder auf die „staatliche Macht&#8221; als seinen Gegner rekurriert, was uns heute - da in Finanzkrisenzeiten die Rede vom Ausnahmezustand und der staatlichen Ohnmacht allgegenwärtig geworden ist, sonderbar erscheinen mag). Andererseits wird er am Ende vom hochrotköpfigen Landesvater als ein „lebendiges Demonstrationsobjekt der Liberalitas Bavariae&#8221; herabgewürdigt. Wie schrieb Bourdieu: „Die Künstler und Schriftsteller, allgemeiner: Intellektuellen, bilden eine beherrschte Fraktion der herrschenden Klasse.&#8221; Und dann bleibt nurmehr die Subversion, doch dazu im Verlaufe des Jahres 2011 mehr&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zum Ende des Jahres 2010: Veröffentlichungen - ein Überblick</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/veroeffentlichungen-2010</link>
		<comments>http://www.thomasernst.net/veroeffentlichungen-2010#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 18:28:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[2010 war ein produktives Jahr, insbesondere meine Arbeit als Postdoktorand an der Université du Luxembourg, unterstützt vom FNR Luxembourg und Prof. Dr. Georg Mein, ermöglichte mir die Fertigstellung zahlreicher Aufsätze und Forschungsbeiträge, die inzwischen teilweise auch online vorliegen:

Gegenwartsliteratur als Subversion. Eine Analysemethode für die politische deutschsprachige Gegenwartsprosa. In: Paul Brodowsky/Thomas Klupp (Hg.): Wie über Gegenwart [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">2010 war ein produktives Jahr, insbesondere meine Arbeit als Postdoktorand an der Université du Luxembourg, unterstützt vom FNR Luxembourg und Prof. Dr. Georg Mein, ermöglichte mir die Fertigstellung zahlreicher Aufsätze und Forschungsbeiträge, die inzwischen teilweise auch online vorliegen:<span id="more-1189"></span></p>
<ul style="text-align: justify;">
<li><a href="../../../../../../Thomas-Ernst-Gegenwartsliteratur-Subversion%28Dez2010%29.pdf" target="_self"><em>Gegenwartsliteratur als Subversion. Eine Analysemethode für die politische deutschsprachige Gegenwartsprosa</em></a>. In: Paul Brodowsky/Thomas Klupp (Hg.): Wie über Gegenwart sprechen? Überlegungen zu den Methoden einer Gegenwartsliteraturwissenschaft. Bern u.a. 2010, S. 137-152.</li>
<li><a href="../../../../../../Ernst-Weblog%28Aufsatz2010%29.pdf" target="_self"><em>Weblogs. Ein globales Literaturformat</em></a>. In: Wilhelm Amann/Georg Mein/Rolf Parr (Hg.): Globalisierung und deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Konstellationen, Konzepte, Perspektiven. Heidelberg 2010, S. 281-302.</li>
<li><a href="../../../../../../Thomas-Ernst-Untertitelung%28Dez2010%29.pdf" target="_self"><em>Wie übersetzt man ‚Wir haben es nicht gewusst&#8217;? Zur niederländischsprachigen Untertitelung deutschsprachiger Spielfilme über den Nationalsozialismus</em></a>. In: Germanistische Mitteilungen. Themenheft ‚Aussaat/Dissemination&#8217;, hg. von Henri Bloemen und Jan Ceuppens, 36. Jg., Heft 72 (2010), S. 107-124.</li>
<li><em><a href="../../../../../../Ernst-ZaimogluUnionSuspecte%28Aufsatz2010%29.pdf" target="_self">‘Kanak Sprak&#8217; and Union Suspecte. Scandals Around Hybrid and Multilingual Literature in Germany and Belgium</a></em>. In: Mirjam Gebauer/Pia Schwarz Lausten (Hg.): Migration and Literature in Contemporary Europe. München 2010. S. 243-258.</li>
<li><a href="http://www.armada-wereldliteratuur.nl/lib/preview.php?aflevering=58&amp;pagina=22" target="_self"><em>Literariteit als muur. De kracht van de taal en de afwezigheid van distincties in Reinhard Jirgls roman ‘Die atlantische Mauer&#8217;</em></a>. In: Armada. Tijdschrift voor wereldliteratuur (=Themenheft: Twintig jaar Duitse literatuur - 1990-2010). 16. Jg., Heft 58 (2010). S. 22-29.</li>
<li><a href="../../../../../../Thomas-Ernst-Filmgenres-Sportfilm%28Dez2010%29.docx" target="_self"><em>Das große Spiel</em>; <em>Flucht oder Sieg. </em><em>Escape to Victory</em>; <em>Ballfieber. Fever Pitch</em></a>. In: Kai Sicks/Markus Stauff (Hg.): Filmgenres: Sportfilm. Stuttgart 2010, S. 94-98; 200-203; 240-246.</li>
<li><a href="../../../../../../Thomas-Ernst-Ruhrgebiet-Metropole-Rhizom%28Dez2010%29.pdf" target="_self"><em>Das Ruhrgebiet als Rhizom. Die Netzstadt und die ‚Nicht-Metropole Ruhr&#8217; in den Erzählwerken von Jürgen Link und Wolfgang Welt</em></a>. In: Hanneliese Palm/Gerhard Rupp/Julika Vorberg (Hg.): Literaturwunder Ruhr. Essen 2010, S. 43-70.</li>
<li><a href="../../../../../../ThomasErnst-RuhrgebietGgwLiteratur%28Seite265-267%29.pdf" target="_self"><em>Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur - ein Überblick</em></a>. In: Thomas Ernst/Florian Neuner (Hg.): Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Oberhausen 2010, S. 215-273.</li>
<li style="text-align: justify;"><a href="../../../../../../Ernst-Neuner-Queer%28Aufsatz2010%29.pdf" target="_self"><em>„Von Hölderlin bis Porno&#8221;. Der Autor Florian Neuner zwischen prosaischer Sprachkunst, queeren Subkulturen und literaturpolitischen Kämpfen - ein Autorenporträt mit Interview</em></a>. In: testcard. Beiträge zur Popgeschichte (Themenheft: Blühende Nischen). 16. Jg., Heft 19 (2010), S. 174-181.</li>
</ul>
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		<title>&#8220;Europäische Kulturhauptstädte interkulturell&#8221;: Konferenz-Ergebnisse, Online-Vorträge und Tagungsband</title>
		<link>http://www.thomasernst.net/europaeische-kulturhauptstaedte-2007-2010</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 13:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

		<category><![CDATA[On the road again - Konferenzberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Staubige Sonnen - Ruhrgebiet 2010]]></category>

		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Ruhrgebiet]]></category>

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		<description><![CDATA[Die von Prof. Dr. Dieter Heimböckel und mir an der Université du Luxembourg organisierte Konferenz zum Thema Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010) war äußerst erfreulich. Die Vorträge von Dr. Wilhem Amann (Luxemburg), Prof. Dr. Volker Dörr (Düsseldorf), Dr. Thomas Ernst (Duisburg-Essen), Prof. Dr. Deniz Göktürk (Berkeley), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1175" class="wp-caption alignright" style="width: 263px"><a href="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/ernst-konfeuropkulthauptstaedteinterkult.jpg"><img class="size-medium wp-image-1175 " title="ernst-konfeuropkulthauptstaedteinterkult" src="http://www.thomasernst.net/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/ernst-konfeuropkulthauptstaedteinterkult-252x300.jpg" alt="Konferenz Europaeische Kulturhauptstaedte interkulturell" width="253" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Europäische Kulturhauptstädte interkulturell&quot; - die Vortragenden</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die von Prof. Dr. Dieter Heimböckel und mir an der Université du Luxembourg organisierte Konferenz zum Thema <em>Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010) </em>war äußerst erfreulich. Die Vorträge von Dr. Wilhem Amann (Luxemburg), Prof. Dr. Volker Dörr (Düsseldorf), Dr. Thomas Ernst (Duisburg-Essen), Prof. Dr. Deniz Göktürk (Berkeley), Prof. Dr. Simon Güntner (Hamburg), Prof. Dr. Dieter Heimböckel (Luxemburg), Frank Hoffmann (Luxemburg), Prof. Dr. Sonja Kmec (Luxemburg), Dr. Jürgen Mittag (Bochum), Prof. Dr. Rolf Parr (Duisburg-Essen), Dr. Achim Prossek (Dortmund), Hans Sakkers (Utrecht) und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Duisburg-Essen) (siehe in dieser Reihenfolge auch auf den Fotos rechts) wurden interessiert aufgenommen und boten zahlreiche Ausgangspunkt für spannende und lehrreiche Diskussionen. Die meisten Vorträge werden in einem Tagungsband dokumentiert, der Mitte 2011 als erster Band der neuen Reihe <em>Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft</em> im transcript Verlag Bielefeld erscheinen wird (Reihenherausgeber: Prof. Dr. Andrea Bogner und Prof. Dr. Dieter Heimböckel).<br />
Vorläufig kann man meines Erachtens drei generelle Erkenntnisse zum Komplex der Europäischen Kulturhauptstädte und ihrer Interkulturalität, die sich durch die meisten Vorträge gezogen haben, festhalten:</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>1. Alle Europäischen Kulturhauptstädte sind (allerdings in unterschiedlichen Weisen und Graden) gescheitert.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Während die Konzeption der Europäischen Kulturhauptstädte in der EU darauf zielt, die europaweite Vernetzung urbaner Räume zu fördern und einzelnen Städten und Ballungsgebieten einen Imagewechsel zu ermöglichen, lässt sich nahezu kein Beispiel benennen, bei dem dieses Ziel wirklich nachhaltig erreicht wurde. Im Idealfall blieben vor Ort kleine Initiativen nachhaltig, weshalb es wichtig erscheint, zumindest auf lokaler Ebene ein Kulturbüro zu installieren, das in der Nachfolge des Kulturhauptstadtjahres junge und avancierte Projekte weiterhin fördert.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1174"></span>Im Gegensatz dazu lassen sich Europäische Kulturhauptstadtjahre eher als nationale oder regionale Leistungsschauen klassifizieren, die der europäischen Netzwerkidee eher entgegenstehen und sich freiwillig einer brutalen Ökonomisierungslogik unterwerfen (und beispielsweise den Erfolg von Kunst in Übernachtungszahlen übersetzen). Zudem verstärken die Kulturhauptstadtjahre die zunehmend problematische Finanzsituation der kommunalen Träger noch, da sie zusätzliche Fördermittel binden; die Notwendigkeit für lokale Kunstgruppen, sich ein Jahr lang auf die Etikettierungen und Schwerpunkte des jeweiligen Kulturhauptstadtjahres auszurichten (bzw. sich in einer klare Frontstellung zu ihnen zu inszenieren), hat deren Wachstum im Regelfall eher behindert als gefördert.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>2. Die Idee der Europäischen Kulturhauptstadtjahre wurde seit den 1990er Jahren zunehmend in die Aufgabe umgewidmet, den deindustrialisierten und bankrotten europäischen Stadträumen eine privilegierte Möglichkeit zur Außendarstellung zu geben.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Etwa seit 1991 in Glasgow erfüllen die Europäischen Kulturhauptstadtjahre eine Kompensationsfunktion: Ausgehend von einer äußerst prekären Situation der Kommunen und unter einer rein verwertungslogischen Bezugnahme auf die sogenannte ‚Kreativwirtschaft‘, sollen die im jeweiligen Kulturhauptstadtjahr durchkomponierten Veranstaltungen und Bilder den jeweiligen Stadtraum in seiner Außenwirkung aufwerten. Ein relativ junger (pseudo)wissenschaftlicher Diskurs liefert - beispielsweise in Form eines <a href="http://www.coe.int/t/dg4/cultureheritage/culture/Cities/Newsletter/newsletter11/newsletter11Index_en.asp" target="_blank">‚Intercultural City Index‘</a> oder von Literatur wie Richard Floridas <em>The Rise of the Creative Class</em> - die Legitimation, alle Kulturbegriffe nur noch unter einem Verwertungsversprechen zu verhandeln und die Europäischen Kulturhauptstadtjahre als einen subventionierten Beitrag zur Wirtschaftsförderung zu begreifen. Die Idee, dass die kulturelle Vernetzung der Europäischen Regionen gestärkt werden sollte, wird dabei jedoch ausgetauscht gegen den unverhohlen ausgetragenen wirtschaftlichen Wettbewerb der europäischen Städte in prekären Zeiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>3. Alle Europäischen Kulturhauptstadtjahre verstricken sich in unaufhebbare Widersprüche, da sie sehr unterschiedliche Gruppen - die EU-Auswahljury, internationale Medien, die Kunst-Fachwelt, die lokalen Publikumsmassen etc. - adressieren müssen. Durch diese komplexe Situation werden zwangsläufig und in unterschiedlicher Schwere verschiedene Interessensgruppen verärgert, abgestoßen und übergangen.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Erst seit 2005 werden die Kulturhauptstadtjahre anhand eines festen Regelwerks mit Auswahlkriterien und einer Jury vergeben, wobei das Auswahlverfahren selbst den - eher als Konkurrenz und weniger als Begegnung zu verstehenden - Wettbewerb zwischen den europäischen Städten und Regionen abbildet. Dieses Wettbewerbsverfahren und die unmöglich zu erfüllende Aufgabe, dem Kulturhauptstadtjahr eine gegenüber den verschiedenen Adressaten stringente Form geben zu müssen, machen in allen Kulturhauptstadtjahren einen starken Steuerungsprozesses von oben notwendig. Während anfangs alle Kulturhauptstädte mit Möglichkeiten zur Partizipation werben, bleiben diese logischerweise weitestgehend auf der Strecke. Doch auch das Veranstaltungsprogramm zerfällt in eine Vielzahl (widersprüchlicher) Ebenen, auf denen in höchstem Maße subventionierte Einmal-Events neben der ohnehin subventionierten Hochkultur stehen und sich allerdings teilweise auch subkulturelle Veranstaltungen im Programm finden, wenn diese sich nicht von Anfang an gegen die Kulturhauptstadtinstitutionen gestellt haben, die doch gerade auch der Kultur ‚vor Ort‘ Ausdrucksmöglichkeiten verschaffen sollen. Zudem müssen die Programme mit dem altbekannten Paradox kämpfen, dass je avancierter eine künstlerische Aktion ist, sie im Regelfall desto größere Schwierigkeiten haben wird, ihr Publikum zu finden und adäquat wahrgenommen zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese drei generellen Erkenntnisse wurden am Beispiel der Europäischen Kulturhauptstadtjahre 2007 in der Großregion Luxemburg und 2010 im Ruhrgebiet und in Istanbul näher untersucht. Die Resultate einiger Analysen können Sie sich bereits auf der Seite <em>reviercast.de </em>anhören:</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Allgemeine und theoretische Vorträge zu Fragen der Interkulturalität</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Prof. Dr. Dieter Heimböckel (Luxemburg): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_207.mp3" target="_blank">„Interkulturalität interdisziplinär denken. Zur Einführung in das Thema&#8221;</a> (32:10 Min.)<br />
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Uni Duisburg-Essen): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_214.mp3" target="_blank">„Kulturelle Wertedivergenzen als Integrationshemmnis?&#8221; </a>(44:09 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Vorträge zur Geschichte und Theorie der Europäischen Kulturhauptstädte</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Prof. Dr. Simon Güntner (Hamburg): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_208.mp3" target="_blank">„Interkulturalität als Standortfaktor - Überlegungen und Beobachtungen zur Konstruktion von Interkulturalität in der Initiative ‚Kulturhauptstadt Europas‘&#8221;</a> (32:08 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;">Dr. Jürgen Mittag (Bochum): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_209.mp3" target="_blank">„Zwischen kommunaler Profilierung und europäischer Kooperation: Die Initiative ‚Europäische Kulturhauptstadt‘ und das Kulturhauptstadtjahr 2010&#8243;</a> (47:10 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Vorträge zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Prof. Dr. Rolf Parr (Duisburg-Essen): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_210.mp3" target="_blank">„Wen (alles) adressiert eigentlich eine ›europäische Kulturhauptstadt‹? Das Beispiel ‚Essen für das Ruhrgebiet‘&#8221;</a> (35:11 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;">Dr. Achim Prossek (Dortmund): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_211.mp3" target="_blank">„Ruhrgebiet: die (andere) Metropole Europas? Zur Rolle der Multikultur bei der Kulturhauptstadt Ruhr.2010&#8243;</a> (37:12 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;">Dr. Thomas Ernst (Duisburg-Essen): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_212.mp3" target="_blank">„‚Still-Leben‘, ‚Deathparade‘ und ‚Stadt der Kulturen‘. Die Wahrnehmung des Ruhr.2010-Kulturhauptstadtjahrs in der internationalen Berichterstattung&#8221;</a> (39:30 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Vortrag zum Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 in Istanbul</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Prof. Dr. Deniz Göktürk (Berkeley): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_213.mp3" target="_blank">„Orientierte Vielfalt: Hauptstadt Europa - von der Ruhr bis an den Bosporus&#8221;</a> (42:18 Min.)</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Vortrag zu der Bewerbung von Utrecht für das Europäische Kulturhauptstadtjahr 2018</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Hans Sakkers (Utrecht): <a href="http://www.kulturserver-nrw.de/home/reviercast/cast/reviercast_215.mp3" target="_blank">&#8220;Searching for New Concepts for a European Capital of Culture: What about Human Rights?&#8221;</a> (42:56 Min.)</p>
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		<title>Tom Lanoye over de toekomst van Vlaanderen</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 10:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Ernst</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bericht aus Brüssel]]></category>

		<category><![CDATA[Belgien]]></category>

		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[De Vlaamse schrijver Tom Lanoye heeft in november 2010 een opmerkelijk interview aan de Nederlandse radiozender NOS 1 gegeven waarin hij ongelofelijk veel juiste dingen over het speciale en tegelijk droevige politieke discours in Vlaanderen zegt. Men vraagt zich inderdaad af waar NVA-Vlaanderen eigenlijk naartoe wil, hoe haar kiezers gemeenschapsvorming in de 21ste (en niet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>De Vlaamse schrijver Tom Lanoye heeft in november 2010 <a href="http://weblogs.nos.nl/radio1journaal/2010/12/25/tom-lanoye-ik-geloof-niet-in-de-republiek-vlaanderen/" target="_blank">een opmerkelijk interview aan de Nederlandse radiozender NOS 1</a> gegeven waarin hij ongelofelijk veel juiste dingen over het speciale en tegelijk droevige politieke discours in Vlaanderen zegt. Men vraagt zich inderdaad af waar NVA-Vlaanderen eigenlijk naartoe wil, hoe haar kiezers gemeenschapsvorming in de 21ste (en niet de 19de) eeuw voor zich zien en hoezo ze hun eigen tegenspraken zo vlijtig over het hoofd zien. „Vlaanderen&#8221;, zegt Lanoye, „is vadsig en overmoedig, zoals de bevrijde slaaf die een potje geld heeft bijeen gespaard.&#8221;</p>
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