Digitales Publizieren in den Geisteswissenschaften

Der digitale Wandel hält für die Geisteswissenschaften enorme Potenziale bereit, wenn man ihn für die Umwandlung von Texten in analysierbare Digitalisate sowie für die Produktion, Distribution und Weiterverarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse produktiv macht. Diese Entwicklungen möchte ich sowohl in meiner eigenen geisteswissenschaftlichen Veröffentlichungspraxis nutzen als auch zum Gegenstand kritischer Reflexionen machen, denn mit dem medialen Wandel ändert sich auch unser Verständnis von wissenschaftlichen Erkenntnisprozessen und Tätigkeiten.

Ich hatte bzw. habe die große Freude, als Sprecher der „AG Potenziale Digitaler Medien in der Wissenschaft“ in der Global Young Faculty III (2013-2015) sowie als Gründungsmitglied der „AG Digitales Publizieren“ im Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (seit 2014) besonders intensiv, offen und interdisziplinär an diesen Fragen arbeiten zu können, wobei mir wissenschaftsgeschichtliche und informationswissenschaftliche Brückenschläge besonders wichtig sind. Bislang habe ich mich insbesondere mit den folgenden Themengebieten beschäftigt:

Bei der Arbeit an diesem Themenfeld hat mich bislang die „AG Digitales Publizieren“ im Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum besonders befruchtet, wobei ich vor allem dem Convenor Dr. Thomas Stäcker (Wolfenbüttel) sowie u.a. Prof. Dr. Elisabeth Burr (Leipzig), Dr. Constanze Baum und Timo Steyer (Wolfenbüttel) sowie den Mitarbeitern des Berliner DFG-Projekts „Future Publication in den Humanities“ wichtige Anregungen verdanke. Dank einer vorbildlichen Unterstützung der Global Young Faculty III konnte ich mich gemeinsam mit der „AG Potenziale Digitaler Medien in der Literatur“ (2013-15) intensiv in dieses Thema einarbeiten. Bei unseren Projekten unterstützten uns Matthias Spielkamp und John H. Weitzmann aus dem Berliner iRights.lab in hervorragender Weise, zudem danke ich Prof. Dr. Kathleen Fitzpatrick (MLA/NYU) für wichtige Anregungen. Als Mitglied unterstütze ich die European Association of Digital Humanities und den Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum.


 

Digitales Publizieren in den Geisteswissenschaften

Aufsatz: Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Kollaboratives Schreiben und Bewerten in den Digital Humanities.

In: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Hg. von Constanze Baum/Thomas Stäcker. 2015 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, Nr. 1). text/html Format. DOI: 10.17175/sb001_021.

Vortrag: Jenseits des wissenschaftlichen Werks und des geistigen Eigentums? Die digitale Verbreitung wissenschaftlichen Wissens

26.03.2014, Universität Passau

Auf der Konferenz: Digital Humanities – methodischer Brückenschlag oder ‚feindliche Übernahme‘? Chancen und Risiken der Begegnung zwischen Geisteswissenschaften und Informatik; organisiert vom Lehrstuhl für Digital Humanities an der Universität Passau in Zusammenarbeit mit dem Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum.


Audio-Podcast (22:21 Min.)

Vortrag: Codes & Crowds. Die gesellschaftlichen Potenziale der Literatur in digitalen und sozialen Medien und der digitalen Literaturwissenschaft [Keynote-Vortrag]

26.6.2015, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Auf der interdisziplinären Konferenz: digital. sozial. marginal? Literatur und Computerspiel in der digitalen Gesellschaft, organisiert vom Promotionskolleg ‚Literaturtheorie als Theorie der Gesellschaft‘

Video [folgt]

Aufsatz: „Die Natur des Textes selbst wandelt sich.“ Wissenschaftliches Publizieren in einer digitalen Welt.

In: Digitur – Literatur in der digitalen Welt, 5.2.2015.

Aufsatz: Die Potenziale digitaler Medien in der Wissenschaft: Zum Weblog der Global Young Faculty III.

In: Global Young Faculty – Das Blog, 8.1.2015.

Interview (Andrea Heinze): Wikipedia ist nix? Das digitale Wissen in der Wissenschaft.

In: DRadioWissen, Sendung Mein Studium, 13.1.2014 [Interview zu digitalen Medien in der Wissenschaft].

Audio-Podcast (8:26 Min.)

Aufsatz: „Wikipedia is nix?“ Digitales Wissen in der Wissenschaft. Ergänzende Anmerkungen zu einem Interview für DRadioWissen.

In: thomasernst.net, 25.1.2014.

Sowie in: thomasernst.net, 9.9.2014.

Essay: Kulturrevolutionärer Appell. Für eine Nutzung der digitalen Publikationsmöglichkeiten und die produktive Koexistenz von Buchkultur und Internet.

In: thomasernst.net, 22.10.2009.

Aufsatz: Plagiatsplattformen als Avantgarde? Zur Zukunft des digitalen Publizierens in den Geisteswissenschaften.

In: Digitur – Literatur in der digitalen Welt, 7.9.2014.

Sowie in: thomasernst.net, 9.9.2014.

Organisator einer Schulung der AG Potenziale digitaler Medien in der Wissenschaft in der Global Young Faculty III zum Thema Digitales Publizieren im Unperfekthaus Essen mit Prof. Dr. Eric Steinhauer, Dr. Lilian Landes, Matthias Spielkamp und Andreas Kirchner (23.6.2014)

Podcast (Video): diverse Videodateien auf gyf-blog.de

 

Offenes Wissen, Open Access und Open Review in den Geisteswissenschaften

Organisator einer Konferenz zum Thema Open Knowledge? Potentials of Digital Media in the Academic World an der Universität Duisburg-Essen (als Sprecher der AG Potenziale digitaler Medien in der Wissenschaft der Global Young Faculty III, 27.4.2015)

Diverse Video-Podcasts (Video)

Konferenzbericht von Katharina Lührmann

 

Digitale Editionen

Aufsatz: Das Genre ‚Brief‘ und seine digitale Edition. Ein kurzer Bericht von der Potsdamer Fontane-Konferenz 2014.

In: thomasernst.net, 30.9.2014.

Klaus Büstrin: Nicht ins Schwatzen gekommen. Das Briefwerk des Dichters Theodor Fontane war Thema einer Tagung der Fontane-Gesellschaft an der Uni Potsdam.

In: Potsdamer Neueste Nachrichten, 24.9.2014 [Vortrag über Theodor Fontanes Briefwerk].