Brüssel in Dänemark am Stachus

München, Karlsplatz (‚Stachus‘), Februar 2007

Vielleicht liegt von Deutschland aus gesehen Brüssel tatsächlich in Dänemark, so wie ich mir habe sagen lassen, dass einige US-Amerikaner Belgien für die Hauptstadt von Brüssel halten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der globalisierte Kapitalismus sich die Topografien einfach so zurichtet, wie er sie gerne hätte, wenn es denn dem Umsatz dient. (mehr …)

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Post-Doc-Projekt bewilligt: Heimat und Hybridität? Globalisierte Identitäten in der Gegenwartsliteratur aus Luxemburg, Belgien und Deutschland

Es gibt sehr gute Nachrichten: Ab August 2008 hat das Ministère de la Culture, de l´Enseignement supérieur et de la Recherche des Großherzogtums Luxemburg mir ein Post-Doc-Projekt genehmigt, das ich an der Universität Luxemburg bei Prof. Dr. Georg Mein in der Germanistik durchführen werde. In diesem Projekt untersuche ich

die Frage, wie vor dem Hintergrund der ökonomischen, kulturellen und medialen Globalisierung noch Identität konstruiert wird, und ob sich in diesen Konstruktionen Hybridisierungen oder vielmehr Rückbesinnungen auf (neue Formen von) ‚Heimat’ zeigen.

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Wunderschönes Belgien: Warum ich Belgier geworden bin

Gestern fand ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Belgien und Deutschland statt, das in Belgien noch nicht einmal live übertragen wurde, was wiederum in Deutschland undenkbar wäre. Aber in anderen Ländern ist der Fußballsport glücklicherweise nicht auf so irrationale Weise mit der nationalen Identität verwachsen wie in der BRD (remember “Das Wunder von Bern”, 1954, oder “Das Sommermärchen”, 2006), leider interessieren sich außerhalb von Brüssel jedoch immer weniger Menschen für Kollektive, die unter dem Namen ‘Belgien’ operieren, da sich das Alltagsleben und -bewusstsein zunehmend als ‘flämisches’ oder ‘wallonisches’ begreift.

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Kategorien: Reisebilder

Deutsch lernen mit Jean-Marie Pfaff

Im Oktober 1982 sollte es gewesen sein, als Uli Köhler den belgischen Schlussmann des FC Bayern München, nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, zu dem von ihm gehaltenen Elfmeter befragte. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig Köhler nachfragt, wenngleich Pfaff in reinstem Niederländisch antwortet. Aber sehen Sie selbst:

Dieses Video wird übrigens bis heute in Belgien genutzt, um Schülern deutlich zu machen, dass Deutsch gar nicht so schwierig sei. Schön, wenn man in einem deutschen Interview sagen darf:

Zij waren met meer voorspelers dan wij in de eerste helft.

Und Pfaff wurde bei der Wahl zum wichtigsten Belgier immerhin auf Platz 53 gewählt (en voor mijn Nederlandstalige vrienden: Hij belandde ook op nr. 4 in de door het blad Deng georganiseerde verkiezing van de Ergste Belg).

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