2010 war ein produktives Jahr, insbesondere meine Arbeit als Postdoktorand an der Université du Luxembourg, unterstützt vom FNR Luxembourg und Prof. Dr. Georg Mein, ermöglichte mir die Fertigstellung zahlreicher Aufsätze und Forschungsbeiträge, die inzwischen teilweise auch online vorliegen: Weiterlesen »
Da sich unser Sammelband SUBversionen (2008) sowie meine Dissertation über Literatur als Subversion, die 2010 erscheinen wird, mit Konzepten der Subversion befassen, wurde ich kürzlich zur Subversiv Messe nach Linz eingeladen, die im Rahmen des dortigen europäischen Kulturhauptstadtjahres stattfand. Ich habe dort einen kurzen Vortrag über meinen Begriff von Subversion gehalten, mich aber vor allem darüber gefreut, die Projektpräsentationen der wunderbaren Gruppen Ärzte ohne Ängste (D), Autonome a.f.r.i.k.a. Gruppe (D) mit ihrem Handbuch der Kommunikationsguerilla, Kanak Attak (D), monochrom (A) und Ubermorgen (A/CH/USA) sehen zu dürfen, die ich in jeder Hinsicht nur empfehlen kann.
Dass das mainstreamige ARD-Format Tagesthemen - selbst wenn es einen freundlichen Bericht zeigen will - über nicht eine dieser Gruppen berichtet, sondern wieder mal die eher schnöderen, aber im Redaktionsduktus vermutlich ‚visuell überzeugenderen’ Beiträge subsummiert, sagt einiges über das Medium Fernsehen, in dem die Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender sogar eher noch zur Güteklasse gehören.
Wie subversiv ist eigentlich Caren Miosga? Zur Beantwortung dieser Frage schaue man sich folgenden Beitrag an:
Das Journal Psychologie & Gesellschaftskritik hat mich gebeten, für sein Heft zum Thema “Subversion” (Nr. 128/2008) einen einführenden Aufsatz zum Begriff der Subversion zu schreiben. Dieser ist inzwischen unter dem Titel Subversion - Eine kleine Diskursanalyse eines vielfältigen Begriffs auf 26 Seiten des Journals erschienen. Mein Beitrag basiert auf einigen Ergebnissen meiner Dissertation zum Thema Pop, Minoritäten, Untergrund. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa, die 2009/2010 erscheinen wird und sich noch einmal ausführlicher und detaillierter mit dem Begriff der Subversion beschäftigt.
Mit zwei Freunden traf ich mich regelmäßig zum Austausch über die Frage, wie man so vorankomme. Ging´s mal schlecht, entwickelten wir Strategien, wie vielleicht dennoch etwas zu produzieren wäre. Irgendwann bei einem solchen Gespräch fiel der Satz: „Nein, das kann ich nicht machen – das würde mich zu sehr aus meiner Schreibkrise reißen!“ Es ist wohl kein Zufall, dass bislang keine unserer Arbeiten beendet worden ist.
Aus: Titanic. Das endgültige Satiremagazin. Heft 8 (2005), S. 42.
Vor kurzem ist der Band SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart beim transcript Verlag erschienen. Eine Rezension des Deutschlandradio Kultur stellt fest, der Band liefere “pointierte Sichtweisen auf das Thema”, seine Beiträge seien “sehr einsichtig” (Sendung Breitband, 5.7.2008). Auf den Seiten des transcript Verlags können Sie inzwischen das Inhaltsverzeichnis des Bandes und eine Textprobe bzw. das Einführungskapitel downloaden und einsehen. Weitere Informationen zum Buch finden Sie auch auf diesen Seiten.
Im Einführungskapitel formulieren die HerausgeberInnen Thomas Ernst, Patricia Gozalbez Cantó, Sebastian Richter, Nadja Sennewald und Julia Tieke das Ziel des Buches wie folgt: Weiterlesen »
Einmal hat mich meine eigene Dissertation ziemlich verblüfft. Ich hatte bis früh morgens am Text geschrieben, und als ich am nächsten Tag noch einmal überflog, was ich da nächtlich produziert hatte, fand ich u.a. folgenden Satz: „Wobei dieser Naturalisierung von Gefahr dem theoretischen Duktus des Buches, der auf eine Entnaturalisierung von Negativem und Bedrohlichem abzielt, stattfindet.“ Seither bemühe ich mich, früher ins Bett zu gehen.
Aus: Titanic. Das endgültige Satiremagazin. Heft 7 (2005), S. 44.
14.2.2011, 16 Uhr, Tel Aviv University (Israel), Gilman Building, Drachlis Hall, Konferenz „Germany and its Neighbors - Borders, Identities, Relations“
4.10.2011, 10 Uhr, Loveno di Menaggio (Italien), Villa Vigoni. Deutsch-italienisches Kulturzentrum, Konferenz „Literatur als Wagnis/Literature as a risk“
Wenn Sie den zwei- bis dreimal im Jahr erscheinenden Newsletter zu Veröffentlichungen oder Aufritten von Thomas Ernst erhalten möchten, senden Sie einfach eine Mail mit dem Betreff "Newsletter" an
webmaster[at]thomasernst.net.