Dieter Hund wurde jüngst von Josef Eckermann, dem Geschäftsführer der Real-Supermärkte, zum Helden der Arbeit (Kategorie: Wisch & Waschi) ernannt, weil er bei seiner Arbeit gerne Lieder vom Ende des Kapitalismus pfeift. Hund reiht sich in eine große Tradition ein: Vor ihm wurde der Titel u.a. an Ilse Biesmann (1950, Ringspinnerin aus Nieder-Schmalkalden), Maria Holl (1960, Schweinemeisterin aus Bölkendorf) und Wolfgang Heyl (1986, stellv. CDU-Vorsitzender) verliehen. Freundschaft!
Waiting for the German verb is surely the ultimate thrill.
Nicht nur die Postponierung des Verbs in der deutschen Sprache gibt Anlass zu Verzweiflung wie zu schelmischen Spielen. Der Philosoph Theodor W. Adorno mühte sich in seinem Versuch, eine ‚nicht-identische’ Form der Sprache und des Philosophierens zu entwickeln, um die größtmögliche Postponierung des Reflexivums ‚sich’. So zitiert ihn Eckhard Henscheid in einer Anekdote:
Das unpersönliche Reflexivum erweist in der Tat noch zu Zeiten der Ohnmacht wie der Barbarei als Kulmination und integrales Kriterium Kritischer Theorie sich.
Da mal drüber nachdenken. Entschuldigung: Darüber einmal.
Vor kurzem ist der Band SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart beim transcript Verlag erschienen. Eine Rezension des Deutschlandradio Kultur stellt fest, der Band liefere “pointierte Sichtweisen auf das Thema”, seine Beiträge seien “sehr einsichtig” (Sendung Breitband, 5.7.2008). Auf den Seiten des transcript Verlags können Sie inzwischen das Inhaltsverzeichnis des Bandes und eine Textprobe bzw. das Einführungskapitel downloaden und einsehen. Weitere Informationen zum Buch finden Sie auch auf diesen Seiten.
Im Einführungskapitel formulieren die HerausgeberInnen Thomas Ernst, Patricia Gozalbez Cantó, Sebastian Richter, Nadja Sennewald und Julia Tieke das Ziel des Buches wie folgt: Weiterlesen »
Im Oktober 1982 sollte es gewesen sein, als Uli Köhler den belgischen Schlussmann des FC Bayern München, nach dem Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, zu dem von ihm gehaltenen Elfmeter befragte. Es ist erstaunlich, wie hartnäckig Köhler nachfragt, wenngleich Pfaff in reinstem Niederländisch antwortet. Aber sehen Sie selbst:
Dieses Video wird übrigens bis heute in Belgien genutzt, um Schülern deutlich zu machen, dass Deutsch gar nicht so schwierig sei. Schön, wenn man in einem deutschen Interview sagen darf:
Zij waren met meer voorspelers dan wij in de eerste helft.
Und Pfaff wurde bei der Wahl zum wichtigsten Belgier immerhin auf Platz 53 gewählt (en voor mijn Nederlandstalige vrienden: Hij belandde ook op nr. 4 in de door het blad Deng georganiseerde verkiezing van de Ergste Belg).
5.8.2010, 11 Uhr, Warschau (Polen), XII. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik, Sektion: „Luxemburgistik im Spannungsfeld von Mehrsprachigkeit, Regionalität, Nationalität und Internationalität“
26.9.2010, Universität Göttingen, Tagung der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik zum Thema "Re-Visionen. Kulturwissenschaftliche Herausforderungen interkultureller Germanistik"
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