UvA: Studentische Konferenzen und Gastvorlesung 2018

Es ist eine erfreuliche Priorität der Universiteit van Amsterdam, ihren Studierenden schon in den BA-Studiengängen eigene Präsentationen auf studentischen Konferenzen zu ermöglichen. In der zweiten Hälfte des Studienjahres 2017/18 betrifft dies gleich zwei meiner Seminare: Am Mittwoch, 31.1.2018, werden die Studierenden meines BA-Seminars Digitaal Duitsland ihre Gruppenprojekte aus den Bereichen Digitale Bildung, Digitales Schreiben und Publizieren sowie Digitales Forschen auf einer Abschlusskonferenz öffentlich präsentieren (31.1., 12:30-17:30 Uhr, P.C. Hoofthuis 5.55). Zum Abschluss des Seminar Germanistiek, das unsere BA-Studierenden auf ihre BA-Abschlussarbeit vorbereitet, werden wir am 22. und 23. März 2018 gemeinsam mit Dr. Angela Mielke von der Universität zu Köln eine studentische Konferenz durchführen, bei die Studierenden aus Amsterdam und Köln ihre Projekte präsentieren und diskutieren werden. In diesem Jahr (mehr …)

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Politische und digitale Literatur: Meine Vorträge 2017

Es freut mich sehr, dass ich 2017 auf vier wichtigen Konferenzen meine Forschungsarbeit über politische und digitale Literatur präsentieren darf:

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„Internationaler Literaturpreis 2015“: Preisträger Amoz Oz & Miriam Pressler, Buchtrailer

Seit anderthalb Jahren begleitet eine studentische Redaktion unseres Essener Masterstudiengangs „Literatur und Medienpraxis“ in Kooperation mit dem Berliner Haus der Kulturen der Welt in einem Blog den „Internationalen Literaturpreis“. In diesem Jahr stehen sechs Titel auf der Shortlist, die im Original in englischer, französischer, hebräischer, kroatischer und ungarischer Sprache geschrieben wurden. Gerade hat das Haus der Kulturen der Welt bekannt gegeben, dass der mit insgesamt 35.000 € dotierte Preis an den Roman Judas geht, der von Amos Oz geschrieben und von Mirjam Pressler übersetzt wurde.

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Kathrin Röggla als Poet in Residence in Essen: „Von Zwischenmenschen, working Milieus, Parallel-Krisen und dem nicht eingelösten Futur“

Kathrin Röggla im Vorab-Videogespräch zu ihrer Poetik-Dozentur in Essen

Seit fast vierzig Jahren besteht die Einrichtung des ‚Poet in Residence‘ an der Universität Duisburg-Essen, sie ist damit eine der ältesten Institutionen dieser Art in Deutschland. Mit Kathrin Röggla war eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen in der ersten Dezemberwoche 2014 zu Gast, sie hat sich in ihren drei Poetikvorlesungen und ihrer Lesung sowohl theoretisch als auch praktisch mit dem literarischen Arbeiten mit dokumentarischen Mitteln beschäftigt. Es war mir eine große Freude, die Veranstaltungen durch eine Einleitung in das Werk von Kathrin Röggla und als Moderator zu begleiten.

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„Literature as Subversion: Potentials and Aporias of Contemporary Political Writing“. Video presentation at Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Video presentation by Thomas Ernst on „Literature as Subversion“ (23:50 min.)

Not least because of its 40th anniversary and the commemoration of the host University’s name patron, Carl von Ossietzky, the University of Oldenburg has organized a conference “Resistance. Subjects, Representations, Contexts”. The conference will explore phenomena of resistance in different historical and contemporary contexts from an interdisciplinary and transcultural perspective in order to add to a theoretical debate on the term and concept(s) of resistance. Invited speakers are Gayatri Chakravorty Spivak (New York), Maria do Mar Castro Varela (Berlin), Alex Demirovic (Berlin), Sabine Hess (Göttingen), Micha Brumlik (Berlin), Jens Martin Gurr (Duisburg-Essen), Rainer Winter (Klagenfurt) and others.

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Video-Dokumentation des Workshops „Nach dem geistigen Eigentum?“

Die studentische Webredaktion unseres Essener MA-Studiengangs „Literatur und Medienpraxis“ hat aus den sechs Stunden Videomaterial eine achtminütige Kurzzusammenfassung des Workshops „Nach dem geistigen Eigentum? Digitale Literatur, die Literaturwissenschaft und das Immaterialgüterrecht“ geschnitten, die Ihnen einen ersten Einblick in die Präsentationen und Diskussionen geben:

Dank der fabelhaften Unterstützung durch die Essener Medientechnik (ein Dank an Jochen Ehlert und Ralf Wassermann!) stehen auch die kompletten Präsentationen und Diskussionen des Workshops zur Nachbetrachtung auf den Workshopseiten www.uni-due.de/ndge/livestream zur Verfügung. Sie finden dort die folgenden Video- und Audiodateien:

  • Prof. Dr. Rolf Parr (Studiengangleiter ‚MA Literatur und Medienpraxis‘ an der Universität Duisburg-Essen): »Grußwort« (4:36, Video, Direktlink zu div. Dateiformaten in DuEPublico)
  • Dr. Thomas Ernst (Universität Duisburg-Essen): Vortrag zum Thema »Nach dem geistigen Eigentum? Die Literaturwissenschaft und das Immaterialgüterrecht« (26:24, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung, Leiter Social Media/Innovation): Vortrag und Diskussion zum Thema »War Crowdfunding besser als Suhrkamp? ‚Eine neue Version ist verfügbar‘ – Probleme und Potenziale digitaler Buchveröffentlichungsformen« (59:17, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Klaus-Peter Böttger (Präsident EBLIDA/Leiter Stadtbibliothek Essen): Vortrag und Diskussion zum Thema »Warum das Urheberrecht ein Problem für die ›Onleihe‹ ist. Oder: Was macht für Bibliotheken den Unterschied zwischen einem Kauf und einer Lizenz aus?« (54:09, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Prof. Dr. Katharina de la Durantaye (Humboldt-Universität Berlin): Vortrag und Diskussion zum Thema »›Geistiges Eigentum‹ vs. Immaterialgüterrecht. Rechtswissenschaftliche Perspektiven für die Literaturwissenschaft« (46:00, Audio, Direktlink zu DuEPublico)
  • Podiumsdiskussion zum Thema »Digitale Literaturen, Geschäftsmodelle digitalen Publizierens und das Immaterialgüterrecht. Probleme und Perspektiven« mit den Diskutanten: Prof. Dr. Hermann Cölfen (Kustos der Germanistik an der Universität Duisburg-Essen; Gründer des Universitätsverlags Rhein-Ruhr), Dorothee Graf (Fachreferentin Germanistik der Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen), Matthias Spielkamp (Projektleiter iRights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt), Dr. Paul Heinemann (Lektor des Olms Verlag, Hildesheim), Moderation: Dr. Thomas Ernst (1h40, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Sehen Sie auch den Kurzbericht zum Workshop von Esther Kalb für das Weblog Digitur – Literatur in der digitalen Welt.

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„Literatur und Subversion“ ist erschienen!

Hurra, große Freude: Nach vielen Jahren der Arbeit an meinem zunächst 870seitigen Manuskript „Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart“, das ich in einem anstrengenden und längeren Prozess auf 570 Seiten gekürzt und dabei aktualisiert habe, ist heute ein großer Karton vom transcript Verlag mit den ersten Exemplaren in meinem Essener Büro angekommen! Ich danke allen, die mich auf diesem langen Weg unterstützt haben – und bin gespannt auf die Reaktionen. Weitere Informationen zum Buch, das Sie ab sofort erwerben können, erhalten Sie auf der Webseite „Literatur und Subversion“. Dort finden Sie auch Informationen zu den aktuell bereits feststehenden Buchpräsentationen in Essen, Münster, Brüssel, Leuven und Antwerpen.

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Bald erscheint „Literatur und Subversion“!

In Kürze wird das fertige Manuskript meiner Studie über das politische Schreiben in der Gegenwart beim transcript Verlag in den Druck gehen, derzeit nimmt der Lektor und Setzer Wolfgang Delseit noch letzte Änderungen vor. Mehr Informationen zu diesem 570seitigen Werk finden Sie auf meinen Webseiten oder auf den Webseiten des transcript Verlags, ausführlichere Informationen werden dann zum Erscheinen des Bandes bereitgestellt.

Thomas Ernst: Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart. Bielefeld: transcript, 2013 (im Erscheinen; Reihe: Literalität und Liminalität, hg. von Achim Geisenhanslüke und Georg Mein). 570 S., kart., 39,99 €, ISBN 978-3-8376-1484-8.

Aktualisierung vom 6.1.2014:

Die Auslieferung des Buchs verzögert sich leider noch, aber Sie können inzwischen schon das Inhaltsverzeichnis und die Einführung in das Buch einsehen.

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Arbeit am Sammelband „Körperdiskurse“

Derzeit arbeite ich mit meiner Essener Kollegin Dr. Corinna Schlicht am Band Körperdiskurse. Gesellschaft, Geschlecht und Entgrenzungen in deutschsprachigen Liedtexten von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Dieser Band erscheint voraussichtlich im März 2014 beim Universitätsverlag Rhein-Ruhr und versammelt die Beiträge einer Nachwuchskonferenz, die im Dezember 2012 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen stattfand. Die Aufsätze befassen sich u.a. mit Liedern von Claire Waldoff, Konstantin Wecker, Schleim-Keim, Superpunk, Cro, Bushido, Kool Savas und Kitty Kat.

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Am Ende der Gutenberg-Galaxis und im Angesicht der ‚Netzintellektuellen‘: Günter Grass inszeniert noch einmal den ‚universellen Intellektuellen’

Unter dem Titel Vom universellen zum vernetzten Intellektuellen. Die Transformation einer politischen Figur im Medienwandel von der Literatur zum Internet habe ich gemeinsam mit dem Kollegen Dirk von Gehlen im September 2009 einen Beitrag für den Band Leitmedien veröffentlicht, in den wir wie folgt einführen:

„Im Februar 2000 erschien im Satiremagazin Titanic unter dem Titel Deutschland, Deine Dichter! eine Bild-Text-Collage, auf der Schwedens König Carl Gustav und Günter Grass, beide im Frack, bei der Überreichung des Literatur-Nobelpreises im Jahre 1999 an Günter Grass abgebildet sind. Sie reichen sich die Hand und verbeugen sich leicht voreinander. Doch während Grass euphorisch ‚Vielen, vielen Dank!‘ sagt, grummelt der schwedische König: ‚Laß endlich los, is´schon Februar.‘
Diese Collage spielt mit der allgemeinen Annahme, dass literarische Intellektuelle noch immer eine öffentliche Bedeutung beanspruchen, deren Zeit schon längst abgelaufen ist.“

Die aktuelle Debatte um Günter Grass‘ Gedicht Was gesagt werden muss ist aus dieser Perspektive wie eine postmortale Inszenierung des ‚universellen Intellektuellen‘ zu verstehen, die allerdings eine erstaunlich große Resonanz erhält. Das Arrangement ist erwartbar: Einflussreiche Medien (zunächst am 4.4.2012 El Paìs, La Repubblica und die Süddeutsche Zeitung) geben einem Denker, der sich auf dem literarischen Feld symbolisches Kapital erworben hat (im Fall Grass u.a. den Nobelpreis als höchste literarische Auszeichnung), die Gelegenheit, sich öffentlich zu einer politischen Frage zu äußern. Dieser nutzt zwar eine literarische Gattung (Lyrik), sein Text weist allerdings weniger literarästhetische Qualitäten als vielmehr die Form der politischen Rede auf.

Schon die Ankündigung des Textes in der Süddeutschen Zeitung scheint sich eher auf eine politische Meinungsäußerung als auf ein lyrisches Werk zu beziehen: „Günter Grass warnt […] vor einem Krieg gegen Iran. In seinem Gedicht […] fordert der Literaturnobelpreisträger deshalb, Israel dürfe keine deutschen U-Boote mehr bekommen.“ Folglich kann Christoph Sydow auf Spiegel Online unter dem Titel So falsch liegt Günter Grass das Gedicht in acht politische Thesen ‚übersetzen‘, die „im Faktencheck“ auf ihre Richtigkeit hin kontrolliert werden (Ergebnis: drei Thesen sind richtig, zwei falsch, drei unklar bzw. unentscheidbar). Die literarische Form regrediert hier zur weder innovativen noch anspruchsvollen Camouflage einer ‚gewagten‘ politischen Äußerung. (mehr …)

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