Zur Person

Thomas ErnstDr. Thomas Ernst (*1974) studierte Philosophie und Germanistik in Duisburg, Berlin, Bochum und Leuven/Belgien und promovierte 2008 an der  Universität Trier mit einer Untersuchung zum Thema Pop, Minoritäten, Untergrund. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa bei Prof. Dr. Franziska Schößler. Anschließend arbeitete er als Postdoktorand an der  Université du Luxembourg an einem Projekt zum Thema ‚Heimat‘ oder Hybridität. Globalisierte Identitäten in der Gegenwartsliteratur aus Luxemburg, Belgien und Deutschland bei Prof. Dr. Georg Mein. Von 2010 bis 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent (Akademischer Rat) von Prof. Dr. Rolf Parr an der  Universität Duisburg-Essen im Studiengang „Literatur und Medienpraxis“. Seit 2017 lehrt er deutsche Kultur und Literatur, Medientheorie und digitale Kulturwissenschaft als Universitair Docent (etwa: Juniorprofessor) an der  Universiteit van Amsterdam.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die deutschsprachige Gegenwartsliteratur; Literatur-, Medien- und Kulturtheorien des 18. bis 21. Jahrhunderts; Konzepte ästhetischer Subversion; Neue Medien und Literatur (insbesondere Literatur in digitalen Medien); Literatur und Migration, Interkulturalität, Multilingualität, Übersetzung (insbesondere in Deutschland, Flandern und Luxemburg); Geschlechterkonstruktionen in der Literatur; das Ruhrgebiet in der Literatur; kreatives Schreiben (Weblogs, Drehbuch, Prosa).

Zu seinen Veröffentlichungen zählen Popliteratur (2001/2005), Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart (2008/2013), zahlreiche Aufsätze (in chinesischer, deutscher, englischer und niederländischer Sprache) sowie – als Mitherausgeber – Wissenschaft und Macht (2004), SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart (2008), Europa erlesen: Ruhrgebiet (2009), Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur (2010) und Verortungen der Interkulturalität. Die ›Europäischen Kulturhauptstädte‹ Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010) (2012). Von 2004 bis 2006 war er Kollegiat des DFG-Graduiertenkollegs Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktionen und Interkulturalität (18.-21. Jh.) an der Universität Trier, 2005 arbeitete er als Gastwissenschaftler an der  Columbia University of New York, zudem nahm er Lehrtätigkeiten an den Universitäten in Duisburg, Trier, Leuven/Belgien und an der Popakademie Mannheim wahr.

Bereits 1999 erhielt Thomas Ernst Literaturstipendien der Stiftung Kulturfonds und der Stadt Soltau, seither veröffentlichte er Kurzprosa, Satiren und Essays, mit seinen Leseperformances trat er in England, Wales, Belgien, Österreich und Deutschland auf. 2004 schrieb er mit an dem Kurzfilm Nie solo seiN , engl. Never eveN, Regie: Jan Schomburg), der erste Preise auf Filmfestivals in u.a. Philadelphia, Antalya, Salerno, Winterthur und den Preis für die beste deutsche Produktion bei der IFF München erhielt. 2007 verfasste er gemeinsam mit Jan Schomburg das Drehbuch für das ZDF-Fernsehspiel Innere Werte, 2009 arbeitete er – auf Einladung des europäischen Literaturhauses Passa Porta in Brüssel, wo er lebt – an einem niederländischsprachigen Literaturprojekt.

Curriculum vitae (ausführliche und anderssprachige Versionen)

Bibliografie

Bei den Monografien und Sammelbänden finden Sie zumeist Links zu Webseiten mit mehr Informationen zum jeweiligen Buch, die Links der Aufsätze führen zumeist zu einer PDF/einem Scan des jeweiligen Beitrags.

Monografien

Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart. Bielefeld 2013. [Zuvor auch als: Pop, Untergrund, Minoritäten. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa. Dissertationsschrift an der Universität Trier, 2008].

Popliteratur. Hamburg 2001 [2. Auflage: Hamburg 2005].

Herausgeberschaften

Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit. Hg. von Rolf Parr, Thomas Ernst und Claude D. Conter. Heidelberg: Synchron, 2014.

Verortungen der Interkulturalität. Die Europäischen Kulturhauptstädte Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010). Hg. von Thomas Ernst und Dieter Heimböckel. Bielefeld: transcript, 2012 (Reihe: Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft, Nr. 1).

Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Hg. von Thomas Ernst und Florian Neuner. Oberhausen 2010.

Europa erlesen: Ruhrgebiet. Hg. von Thomas Ernst und Florian Neuner. Klagenfurt 2009 (Reihe: Europa erlesen).

SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart. Hg. von Thomas Ernst, Patricia Gozalbez Cantó, Sebastian Richter, Nadja Sennewald und Julia Tieke. Bielefeld 2008.

Wissenschaft und Macht. Hg. von Thomas Ernst, Bettina Bock von Wülfingen, Stefan Borrmann und Christian P. Gudehus. Münster 2004.

Aufsätze in peer-reviewed Zeitschriften und in internationalen Verlagen (Auswahl)

Urbane ruimtes als metropool of als rizoom. Tegenstrijdige constructies van het Ruhrgebied. In: Cahier voor Literatuurwetenschap. Sonderheft zum Thema ‘Stad en migratie in de literatuur’, hg. von Bart Eeckhout, Arvi Sepp, Lesley Janssen, 8. Jg., Heft 8 (2016), S. 101-113.

Eine Kritik der Kritik des Open Access. Zu den Debatten über das Zweitveröffentlichungsrecht und über die Wertigkeit von Print- vs. Digitalpublikationen in den Geisteswissenschaften . In: Libreas. Library Ideas, Heft 30 (2016).

Brussel als taalspel. Meertaligheid en Europabeelden in Koen Peeters’ Grote Europese Roman (2007). In: Daniel Acke/Elisabeth Bekers (Hg.): Brussel schrijven. De stad als inspiratiebron sinds de 19de eeuw/Écrire Bruxelles. La ville comme source d’inspiration depuis le XIXE siècle [Writing Brussels: The City as Inspiration since the 19th Century]. Brüssel: VUB Press, 2016 (= Urban notebooks / Stadsschriften / Cahiers urbains, Nr. 14), S. 197-210.

Subversion durch Literatur? Politikwissenschaft und Literaturwissenschaft im Gespräch (gem. m. Georg Spitaler) . In: Stefan Krammer/Sabine Zelger (Hg.): Literatur und Politik im Unterricht. Schwalbach/Ts.: Wochenschau 2015 (= Wiener Beiträge zur politischen Bildung, Nr. 4), S. 93-115.

Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Kollaboratives Schreiben und Bewerten in den Digital Humanities . In: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Hg. von Constanze Baum/Thomas Stäcker. 2015 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, Nr. 1). text/html Format. DOI: 10.17175/sb001_021.

‚User Generated Content‘ und der Leser-Autor als ‚Prosumer‘. Potenziale und Probleme der Literaturkritik in Sozialen Medien. In: Christina Gansel/Heinrich Kaulen (Hg.): Literaturkritik heute. Tendenzen – Traditionen – Vermittlung. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht unipress, 2015 (= Proceedings der Sektion ‚Literaturkritik’ auf dem Deutschen Germanistentag 2014), S. 93-111.

Pop vs. Plagiarism. Popliterary Intertextuality, Staged Authorship and the Disappearance of Originality in Helene Hegemann. In: Margaret McCarthy (Hg.): German Pop Literature: A Companion. Berlin; Boston: de Gruyter, 2015 (= Companions to Contemporary German Culture, Nr. 5), S. 263-284.

Brussels is Europe. Koen Peeters’ Grote Europese Roman as Multilingual Literature. In: Till Dembeck/Liesbeth Minnaard (Hg.): Beyond the Myth of Monolingualism. Leiden; Boston: Brill/Rodopi, 2014 (= Thamyris/Intersecting: Place, Sex and Race, Nr. 28), S. 133-148.

E-Books, Netzliteratur und das Urheberrecht. In: SDV – Sprache und Datenverarbeitung. International Journal for Language Data Processing. Sonderheft ‚E-Books – Fakten, Perspektiven und Szenarien‘, hg. von Hermann Cölfen. 38. Jg., Heft 2 (2012), S. 43-52.

De aporetische politiek van het publieke auteurschap. Thomas Meineckes gemediatiseerde zelfensceneringen tussen Tomboy (1998) en Hellblau (2001). In: Arne De Winde/Iannis Goerlandt/Eva Moulaert/Michiel Rys (Hg.): Schakelpauzes. Teksten van en over Thomas Meinecke. Gent: Grafische Cel, 2014, S. 100-113 (übers. v. Sientje Maes).

Literatur als Subversion. Ein kulturwissenschaftliches Modell zur Analyse gewagter Literatur und ihrer Aporien. In: Monika Schmitz-Emans (Hg.): Literatur als Wagnis/Literature as a Risk (DFG-Symposium 2011). In Zusammenarbeit mit Georg Braungart, Achim Geisenhanslüke und Christine Lubkoll. Berlin; Boston: de Gruyter, 2013, S. 540-561.

Multiculturalism and Multilingualism in Contemporary Prose in Flanders: The Writings by Chika Unigwe, Koen Peeters and Benno Barnard (gemeinsam mit Sarah De Mul). In: Wolfgang Behschnitt/Sarah De Mul/Liesbeth Minnaard (Hg.): Literature, Language, and Multiculturalism in Scandinavia and the Low Countries. Amsterdam; New York: Rodopi, 2013 (Textxet. Studies in comparative literature, Band 71), S. 283-313.

Das Neue als Schwelle. Adornos Konzeption der literarischen Moderne. In: Franciszek Grucza (Hg.)/Hans-Gert Roloff/Martina Wagner-Egelhaaf/Claudia Liebrand (Mithg. des Bandes): Akten des XII. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik Warschau 2010: ‚Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit‘. Sektion 34: ‚Klassische Moderne-Schwellen‘, hg. von Stefan Börnchen/Claudia Liebrand/Georg Mein. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 2013 (Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG), Band 8), S. 301-305.

Sprachen und Identitäten – Konnotationen des Deutschen in den multilingualen Nachbarländern Belgien und Luxemburg . In: José Brunner/Iris Nachum (Hg.): ‚Die Deutschen‘ als die Anderen. Deutschland in der Imagination seiner Nachbarn. Göttingen: Wallstein, 2012 (Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte/Tel Aviv Yearbook for German History, Nr. 40), S. 169-187.

Hybride Identitäten und liminale Räume in der luxemburgischen Gegenwartsliteratur. In: Franciszek Grucza (Hg.)/Simon Neuberg/Claude D. Conter/Jerzy Koch/Stefan Kiedroń (Mithg. des Bandes): Akten des XII. Kongresses der Internationalen Vereinigung für Germanistik Warschau 2010: ‚Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit‘. Sektion 9: ‚Luxemburgistik im Spannungsfeld von Mehrsprachigkeit, Regionalität, Nationalität und Internationalität‘. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 2012 (Publikationen der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG), Band 3), S. 89-94.

Die deutsche Sprache als Minorität? Multilinguale Gegenwartsliteratur in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und in Luxemburg. In: Ernest W. B. Hess-Lüttich, gem. mit Corinna Albrecht und Andrea Bogner (Hg.): Re-Visionen. Kulturwissenschaftliche Herausforderungen interkultureller Germanistik. Frankfurt am Main u.a.: Lang, 2012 (Cross Cultural Communication, Nr. 22; Publikationen der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik, Nr. 17), S. 621-636.

From Avant-Garde Guerillas to Capitalistic Teamwork? Concepts of Collective Creative Writing Between Subversion and Submission. In: Gerhard Fischer/Florian Vaßen (Hg.): Collective Creativity. Collaborative Work in Literature, the Sciences and the Arts. Amsterdam; New York: Rodopi, 2011 (Internationale Forschungen zur Allgemeinen und zur Vergleichenden Literaturwissenschaft, Nr. 148), S. 229-241.

Wer hat Angst vor Goethes Pagerank? Bewertungsprozesse von Literatur und Aufmerksamkeitsökonomien im Internet. In: Matthias Beilein/Claudia Stockinger/Simone Winko (Hg.): Kanon, Wertung und Vermittlung. Literatur in der Wissensgesellschaft. Berlin 2011 (Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, Nr. 129), S. 305-320.

Wie übersetzt man ‚Wir haben es nicht gewusst‘? Zur niederländischsprachigen Untertitelung deutschsprachiger Spielfilme über den Nationalsozialismus . In: Germanistische Mitteilungen. Themenheft ‚Aussaat/Dissemination‘, hg. von Henri Bloemen und Jan Ceuppens, 36. Jg., Heft 72 (2010), S. 107-124.

Literariteit als muur. De kracht van de taal en de afwezigheid van distincties in Reinhard Jirgls roman ‚Die atlantische Mauer‘ . In: Armada. Tijdschrift voor wereldliteratuur (=Themenheft: Twintig jaar Duitse literatuur – 1990-2010). 16. Jg., Heft 58 (2010), S. 22-29.

Übersetzungsprobleme zwischen den und innerhalb der Kulturen am Beispiel von Deutschland und Polen. Die satirischen Diskurse der ‚Neuen Frankfurter Schule‘ und ihr intra- und interkulturelles Konfliktpotenzial. In: Bettina Kremberg/Artur Pelka/Judith Schildt (Hg.): Übersetzbarkeit zwischen den Kulturen. Sprachliche Vermittlungspfade. Mediale Parameter. Europäische Perspektiven. Frankfurt am Main u.a. 2010, S. 125-141.

Gegenwartsliteratur als Subversion. Eine Analysemethode für die politische deutschsprachige Gegenwartsprosa. In: Paul Brodowsky/Thomas Klupp (Hg.): Wie über Gegenwart sprechen? Überlegungen zu den Methoden einer Gegenwartsliteraturwissenschaft. Frankfurt am Main u.a. 2010, S. 137-152.

Politisches Schreiben in der Gegenwart. Avantgardistische Strategien, minoritäre Distinktionen und dekonstruierte Identitäten. In: Deutsche Bücher. Forum für Literatur. 38. Jg., Heft 2 (2008), S. 113-129.

Jenseits von MTV und Musikantenstadl. Popkulturelle Positionierungen in Wladimir Kaminers ‚Russendisko‘ und Feridun Zaimoğlus ‚Kanak Sprak . In: Heinz Ludwig Arnold (Hg.): Literatur und Migration (=text+kritik-Sonderband IX). München 2006, S. 148-158.

Popliteratuur. In: Anke Gilleir/Bart Philipsen (Hg.): Duitstalige literatuur na 1945. Deel 2: Duitsland na 1989, Oostenrijk en Zwitserland. Paris; Leuven 2006, S. 65-86.

恩斯特, 托马斯: 福柯, 文学与反话语 . In: 格尔德 登波夫斯基 / 马文 克拉达 (Hg.): 福柯的迷宫. 阿沙芬堡: 商务印书馆, 2005, S. 195-209 (Übersetzung des Aufsatzes Foucault, die Literatur und der Gegendiskurs ins Chinesische).

German pop literature and cultural globalisation. In: Stuart Taberner (Hg.): German literature in the age of globalisation. Birmingham 2004 (The New Germany in Context), S. 169-188.

Aufsätze in deutschen Verlagen (Auswahl)

Wie offen sollten die Geisteswissenschaften sein? Print- versus Digitalpublikationen und die Debatten um Open Access und das Zweiveröffentlichungsrecht . In: Thomas Ernst/Georg Mein (Hg.): Literatur als Interdiskurs. Realismus und Normalismus, Interkulturalität und Intermedialität von der Moderne bis zur Gegenwart. Festschrift zum 60. Geburtstag von Rolf Parr. München: Fink, 2016, S. 653-667.

Fußnoten zur Strunzposition. Wolfgang Herrndorf und Jürgen Roth als famose und unentdeckte Editionsphilologen . In: Annina Klappert (Hg.): Wolfgang Herrndorf. Weimar: Verlag der Geisteswissenschaft, 2015, S. 25-33.

Wankendes westliches Wissen. Guy Helmingers ‚Online-Reise-Diaries‘ aus Indien (2006), dem Iran (2007) und dem Jemen (2008/2009). In: Rolf Parr/Thomas Ernst/Claude D. Conter (Hg.): Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit. Heidelberg: Synchron, 2014, S. 201-223.

Weltologie. Das Forschungsfeld ‚Wolfgang Welt und seine Texte‘ . In: Steffen Stadthaus/Martin Willems (Hg.): ‚Über Alles oder Nichts‘. Annäherungen an das Werk von Wolfgang Welt. Bielefeld: Aisthesis, 2013 (Veröffentlichungen der Literaturkommission für Westfalen, Band 53), S. 151-182.

Zwischen Welttheater und ‚Ruhrisierung‘. Die Wahrnehmung des Ruhr.2010-Kulturhauptstadtjahres in der internationalen Berichterstattung. In: Thomas Ernst/Dieter Heimböckel (Hg.): Verortungen der Interkulturalität. Die Europäischen Kulturhauptstädte Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010). Bielefeld 2012 (Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft, Nr. 1), S. 197-220.

Von Rechtsprozessen, Nonsens und Kritik. Das Satiremagazin ‚Titanic‘ zwischen Avantgarde, Dekonstruktion und Aufklärung. In: Kai Sina/Ole Petras (Hg.): Kulturen der Kritik. Mediale Gegenwartsbeschreibung zwischen Pop und Protest. Dresden 2011, S. 213-235.

Zwischen feurigen Arbeitswelten und juckenden Kumpels. Geschlecht und Sexualität in der Arbeiterliteratur von Max von der Grün und Hans Henning Claer. In: Jan-Pieter Barbian/Hanneliese Palm (Hg.): Von Flussidyllen und Fördertürmen. Literatur an der Nahtstelle zwischen Rhein und Ruhr. Essen 2011 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Nr. 24), S. 143-162.

Warum es keine Gruppe 2011 gibt. Die Literatur und die flexiblen und digitalen Arbeitswelten der Gegenwart. In: Gertrude Cepl-Kaufmann/Jasmin Grande (Hg.): Schreibwelten – Erschriebene Welten. Zum 50. Geburtstag der Dortmunder Gruppe 61. Essen 2011 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Nr. 22), S. 340-346.

‚Kanak Sprak‘ and Union Suspecte. Scandals Around Hybrid and Multilingual Literature in Germany and Belgium. In: Mirjam Gebauer/Pia Schwarz Lausten (Hg.): Migration and Literature in Contemporary Europe. München 2010, S. 243-258.

Das Ruhrgebiet als Rhizom. Die Netzstadt und die ‚Nicht-Metropole Ruhr‘ in den Erzählwerken von Jürgen Link und Wolfgang Welt. In: Hanneliese Palm/Gerhard Rupp/Julika Vorberg (Hg.): Literaturwunder Ruhr. Essen 2010 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Nr. 20), S. 43-70.

Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur – ein Überblick. In: Thomas Ernst/Florian Neuner (Hg.): Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Oberhausen 2010, S. 215-273.

Weblogs. Ein globales Literaturformat. In: Wilhelm Amann/Georg Mein/Rolf Parr (Hg.): Globalisierung und deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Konstellationen, Konzepte, Perspektiven. Heidelberg 2010, S. 281-302.

Vom universellen zum vernetzten Intellektuellen. Die Transformation einer politischen Figur im Medienwandel von der Literatur zum Internet (gemeinsam mit Dirk von Gehlen) . In: Daniel Müller/Annemone Ligensa/Peter Gendolla (Hg.): Leitmedien. Konzepte – Relevanz – Geschichte. Band 1. Bielefeld 2009 (Medienumbrüche, Nr. 31), S. 225-246.

Von der ‚Heimat‘ zur Hybridität. Die Entdeckung des Ruhrgebiets in der Literaturwissenschaft. In: Jan-Pieter Barbian/Hanneliese Palm (Hg.): Die Entdeckung des Ruhrgebiets in der Literatur. Schriften des Fritz-Hüser-Instituts. Essen 2009 (Schriften des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt, Nr. 18), S. 17-36.

Das Internet und die digitale Kopie als Chance und Problem für die Literatur und die Wissenschaft. Über die Verabschiedung des geistigen Eigentums, die Transformation der Buchkultur und zum Stand einer fehlgeleiteten Debatte. In: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie. 28. Jg., Heft 57 (2009). S. 29-37.

Die Begrenzungen des Textflusses. Vom Urheberrecht der Gutenberg-Galaxis zur Wissensallmende im World Wide Web? In: Christine Bähr/Suse Bauschmid/Thomas Lenz/Oliver Ruf (Hg.): Überfluss und Überschreitung. Die kulturelle Praxis des Verausgabens. Bielefeld 2009, S. 223-237.

Europa zwischen Fluchtfabeln und Luftwurzeln. Der belgische Autor Tom Lanoye über Kapitalismus, Wissenschaft und Biopolitik in seinem Stück ‚Festung Europa‘. In: Christine Bähr/Franziska Schößler (Hg.): Ökonomie im Theater der Gegenwart. Ästhetik, Produktion, Institution. Bielefeld 2009, S. 259-278.

‚Subversion‘. Eine kleine Diskursanalyse eines vielfältigen Begriffs. In: Psychologie & Gesellschaftskritik. 32. Jg., Heft 128 (2008), S. 9-34.

Ein Nobelpreis für die Subversion? Aporien der Subversion im Theater Elfriede Jelineks . In: Inge Arteel/Heidy Margrit Müller (Hg.): Elfriede Jelinek – Stücke für oder gegen das Theater? Brüssel 2008, S. 193-202.

Textzwitter, Transvestitismus und Terrorismus. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa am Beispiel von Thomas Meineckes Roman ‚Tomboy‘. In: Ernst u.a. (Hg.): SUBversionen. Zum Verhältnis von Ästhetik und Politik in der Gegenwart. Bielefeld 2008, S. 111-126.

‚AAAAHHHHH!‘ Von Sprachkörpern, postdramatischem Theater und den Schreiwettbewerben der Restsubjekte in René Polleschs ‚Heidi Hoh arbeitet hier nicht mehr‘. In: Carsten Würmann u.a. (Hg.): Welt.Raum.Körper – Transformationen und Entgrenzungen von Körper und Raum. Bielefeld 2007, S. 237-254.

Von ‚Kanaken‘ und ‚Alemannen‘, ‚Arierdödeln‘ und ‚Schamlippenmodellen‘. Ethnische und geschlechtliche Identitäten in Feridun Zaimoğlus Kanak Sprak. In: Bartholomäus Figatowski u.a. (Hg.): Making of Migration. Münster 2007, S. 181-193.

Literarische Grenzüberschreitungen. Die Grundlegung der Popliteratur durch Rolf Dieter Brinkmann – Für und Wider. In: Verena Di Pasquale u.a. (Hg.): Grenzüberschreitungen – zwischen Realität und Utopie. Münster 2006, S. 120-137.

Und die Wahrheit starb im Fußnotenmassaker. Zur Sprache der Wissenschaft im Zeitalter ihrer Delegitimation. In: Ernst u.a. (Hg.): Wissenschaft und Macht. Münster 2004, S. 65-76.

Einführungs- und Lexikonartikel (Auswahl)

Literatur als Interdiskurs und das Werk von Rolf Parr. Eine kleine Einleitung (gem. m. Georg Mein) . In: Thomas Ernst /Georg Mein (Hg.): Literatur als Interdiskurs. Realismus und Normalismus, Interkulturalität und Intermedialität von der Moderne bis zur Gegenwart. Festschrift zum 60. Geburtstag von Rolf Parr. München: Fink, 2016, S. 1-5.

Bloggen . In: Matthias Bickenbach/Heiko Christians/Nikolaus Wegmann (Hg.): Historisches Wörterbuch des Mediengebrauchs. Wien; Köln; Weimar: Böhlau, 2014, S. 149-161.

Verortungen der Interkulturalität und die Perspektiven der vergleichenden Kulturhauptstadtforschung. Einführung und Überblick (gemeinsam mit Dieter Heimböckel) . In: Thomas Ernst/Dieter Heimböckel (Hg.): Verortungen der Interkulturalität. Die Europäischen Kulturhauptstädte Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010). Bielefeld 2012 (Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft, Nr. 1), S. 7-18.

Das große Spiel; Flucht oder Sieg. Escape to Victory; Ballfieber. Fever Pitch. In: Kai Sicks/Markus Stauff (Hg.): Filmgenres: Sportfilm. Stuttgart 2010, S. 94-98; 200-203; 240-246.

Vorwort [zu „Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur“] (gem. m. Florian Neuner) . In: Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur. Hg. von Thomas Ernst und Florian Neuner. Oberhausen: assoverlag, 2010, S. 9-16.

SUBversionen. Eine Einführung (gemeinsam mit Patricia Gozalbez Cantó u.a.) . In: Ernst u.a. (Hg.): SUBversionen. Zum Verhältnis von Ästhetik und Politik in der Gegenwart. Bielefeld 2008, S. 9-23.

Konferenzberichte

Tagungsbericht ‚Collective Creativity‘. 23.7.2009-26.7.2009, Sydney . In: H-Soz-u-Kult, 23.9.2009, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2784 (Bericht von Anna König, unter Mitarbeit von Ned Curthoys, Thomas Ernst, Andrew McNamara und Ralf Rauker).

Autorenportraits und Interviews (Auswahl)

„Von Hölderlin bis Porno“. Der Autor Florian Neuner zwischen prosaischer Sprachkunst, queeren Subkulturen und literaturpolitischen Kämpfen – ein Autorenporträt mit Interview. In: testcard. Beiträge zur Popgeschichte (Themenheft: Blühende Nischen). 16. Jg., Heft 19 (2010), S. 174-181.

„Unter dem Bilderschrott hervorkriechen“. Elfriede Jelinek im Gespräch über das Verhältnis von Schrift und Bild, parodierte Selbstgerechtigkeit und die Waffe, die den Schreiber erschießt (gemeinsam mit Natalie Bloch). In: Stück für Stück. Zeitung der 31. Theatertage NRW. Heft 6 (2006), S. 2/3.

„Eine interessante Krise.“ Kathrin Röggla im Gespräch über kapitalistische Knoten, subversive Strategien und antisemitische Ausdrücke. In: Stück für Stück. Zeitung der 31. Theatertage NRW. Heft 7 (2006), S. 3.

Ingeborg Bachmann . In: Süddeutsche Zeitung/jetzt.de, Redaktionsblog Kultur [seit dem 23.6.2006 online abrufbar über die URL: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/313072].

Schreiben lernen. Eine Einführung. Im Gespräch mit Oliver Bukowski. In: Stück für Stück. Zeitung der 30. Theatertage NRW. Heft 6 (2005), S. 1/4.

Basiswissen Brinkmann . In: Süddeutsche Zeitung/jetzt.de, Redaktionsblog Kultur [seit dem 22.4.2005 online abrufbar über die URL: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/24148].

„Ich trete nicht als Richter auf“. Falk Richter im Gespräch über Pop, Fernsehen und den Stillstand. In: Stück für Stück. Zeitung der 29. Theatertage NRW. Heft 6 (2004), S. 3.

Rezensionen (Auswahl)

Das Fake als Diskurskritik. Martin Dolls produktive Studie über ‚Fälschung und Fake‘. In: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie. 30. Jg., Heft 63 (2012), S. 71-72.

Kein Rest, der nicht aufgeht? Pop aus Fragmenten in Gerd Katthages ‚1972. Storys aus einem Jahr Popmusik‘. In: kultuRRevolution. zeitschrift für angewandte diskurstheorie. 30. Jg., Heft 63 (2012), S. 83-84.

Zwischen Geistesarbeit und Aschenbrödeltum. Die Professionalisierung der Autorschaft zwischen 1800 und 1933. (, Rezension über: Rolf Parr: Autorschaft. Eine kurze Sozialgeschichte der literarischen Intelligenz in Deutschland zwischen 1860 und 1930. Heidelberg: Synchron, 2008.) In: IASLonline, http://www.iaslonline.de/index.php?vorgang_id=3095, 12.4.2010.

[Sammelrezension über das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur:] Eva Kurowski: Avanti Popoloch. Eine sozialistische Kindheit im Ruhrgebiet. Oberhausen 2008; Jürgen Link: Bangemachen gilt nicht auf der Suche nach der Roten Ruhr-Armee. Eine Vorerinnerung. Oberhausen 2008; Helge Schneider: Bonbon aus Wurst. Mein Leben. Köln 2008. Johannes Springer/Christian Steinbrink/Christian Werthschulte (Hrsg.): ECHT! Pop-Protokolle aus dem Ruhrgebiet. Duisburg 2008; Wolfgang Welt: Doris hilft. Roman. Frankfurt/Main 2009. In: Deutsche Bücher. Forum für Literatur. 39. Jg., Heft 4 (2009), S. 275-282.

Der große und artige Popliteratur-Schwindel. Moritz Baßler freut sich über die „kontextgerechte Verwendung von Markennamen“ (). In: scheinschlag. Berliner Stadtzeitung, Heft 3 (April 2003), S. 11.

Journalistische Essays (aktuelle Auswahl)

„Eine neue Version ist verfügbar“: Crowdfunding, verflüssigter Text und kollektive Autorschaft ().
In: Berliner Gazette, 11.6.2013.

Die Zeit der Grätschen ist vorbei. Das Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt Europas 2010 – und der Fußball. In: ND, 6.11.2010.

De mythe van de ‚Metropool Ruhr‘. Thomas Ernst pleit voor een nieuwe aanpak in het Ruhrgebied na het drama in Duisburg. In: De Morgen, 30.7.2010.

Die Erfindung der ‚Metropole Ruhr‘ und ihre tödlichen Folgen. Plädoyer für einen Paradigmenwechsel im Ruhrgebiet nach der Katastrophe von Duisburg ().
In: Cultura 21. Webmagazin, 03.8.2010.

Mitarbeit an Filmen

Nie solo seiN
Kurzfilm von Jan Schomburg, GB/D/CH 2004, Hochschule für Kunst und Medien Köln
Erzählertextmitarbeit

Allein ()
Fernsehfilm von Thomas Durchschlag, D 2004, WDR
Drehbuchlektorate

Innere Werte ()
Fernsehfilm von Jan Schomburg, D 2007, ZDF
Drehbuch (gemeinsam mit Jan Schomburg)