Archiv der Kategorie: Termine, Konferenzen, Vorträge

Kathrin Röggla als Poet in Residence in Essen: „Von Zwischenmenschen, working Milieus, Parallel-Krisen und dem nicht eingelösten Futur“

Kathrin Röggla im Vorab-Videogespräch zu ihrer Poetik-Dozentur in Essen

Seit fast vierzig Jahren besteht die Einrichtung des ‚Poet in Residence‘ an der Universität Duisburg-Essen, sie ist damit eine der ältesten Institutionen dieser Art in Deutschland. Mit Kathrin Röggla war eine der bekanntesten Gegenwartsautorinnen in der ersten Dezemberwoche 2014 zu Gast, sie hat sich in ihren drei Poetikvorlesungen und ihrer Lesung sowohl theoretisch als auch praktisch mit dem literarischen Arbeiten mit dokumentarischen Mitteln beschäftigt. Es war mir eine große Freude, die Veranstaltungen durch eine Einleitung in das Werk von Kathrin Röggla und als Moderator zu begleiten.

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„Literature as Subversion: Potentials and Aporias of Contemporary Political Writing“. Video presentation at Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Video presentation by Thomas Ernst on „Literature as Subversion“ (23:50 min.)

Not least because of its 40th anniversary and the commemoration of the host University’s name patron, Carl von Ossietzky, the University of Oldenburg has organized a conference “Resistance. Subjects, Representations, Contexts”. The conference will explore phenomena of resistance in different historical and contemporary contexts from an interdisciplinary and transcultural perspective in order to add to a theoretical debate on the term and concept(s) of resistance. Invited speakers are Gayatri Chakravorty Spivak (New York), Maria do Mar Castro Varela (Berlin), Alex Demirovic (Berlin), Sabine Hess (Göttingen), Micha Brumlik (Berlin), Jens Martin Gurr (Duisburg-Essen), Rainer Winter (Klagenfurt) and others.

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Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Linkliste zu meinem Marburger Vortrag #gfm14 über wiss. Publizieren in digitalen Medien

Heute spreche ich auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema Medien/Recht an der Philipp-Universität Marburg. Es ist eine hochgradig spannende Tagung, bei der man kaum weiß, welches der vielen Parallelpanels man lieber besuchen würde – einen Einblick mögen Ihnen auch die Tweets zur Konferenz geben.

Da ich mich in meinem Vortrag im Panel 4.1. Kollektive Autorschaft, Archive (Film, Musik, Wissenschaft) zum Thema Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Wissenschaftliches Publizieren in digitalen Medien auf verschiedene online verfügbare Quellen berufen werde, die Sie individuell sichten sollten, während ich vortrage, finden Sie hier die entsprechende Linkliste:

Allgemeine Links zum Vortrag

Beispiele für kollaboratives Schreiben und Social Reading in einer digitalen Wissenschaft

Interaktives Weblog unter CC-Lizenz

Vernetzte Wissenschaftskommunikation in Sozialen Medien

(Teilweise anonyme) Bearbeitung konkreter Forschungsfragen auf kollaborativen Online-Plattformen

Transparente Academic Social Reading- und Commenting-Plattformen

Das Genre ‚Brief‘ und seine digitale Edition. Ein kurzer Bericht von der Potsdamer Fontane-Konferenz 2014

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Vom 17.–19. September fand auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam die Tagung „Wie immer Ihr Th. F.“ – Theodor Fontanes Briefe im Kontext statt, veranstaltet vom Theodor-Fontane-Archiv und der Theodor Fontane Gesellschaft e.V. in Kooperation mit der Universität Potsdam, Institut für Germanistik. In Theodor Fontanes Œuvre nehmen seine Briefe einen nicht nur quantitativ beeindruckenden Platz ein, weshalb schon wenige Jahre nach seinem Tode die ersten Ausgaben seines Briefschaffens veröffentlicht wurden. Inzwischen liegen knapp 40 Fontane-Briefausgaben mit etwa 5.000 veröffentlichten Briefen vor, die von zahlreichen Aufsätzen und Kommentaren begleitet wurden. Was fehlt ist allerdings, so der Call zur Konferenz, eine „kritische Gesamtausgabe der Briefe von und an Fontane“. Zudem liege „das Spezialwissen“ nur „verstreut“ vor. Deshalb plant das Theodor-Fontane-Archiv momentan eine entsprechende Digitalausgabe der Fontane-Briefe.

Vor diesen Hintergründen hat sich bereits im Herbst 2013 eine erste Tagung „Fontanes Briefe ediert“ mit Fragen einer möglichen digitalen Edition der Fontane-Briefe befasst, auf der ExpertInnen wie u.a. Dr. Claudia Bamberg (Marburg), Dr. Thomas Burch (Trier), Dr. Patrick Sahle (Köln) und Dr. Jutta Weber (Berlin) sprachen. Die diesjährige Konferenz sollte sich nun eher mit einer kritischen Kontextualisierung der Briefe befassen und, so das Ziel der VeranstalterInnen, „Perspektiven für die künftige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fontanes Briefen aufzeigen“. Dieses Ziel wurde einerseits erreicht, andererseits standen jedoch weiterhin Fragen einer angemessenen digitalen Edition im Vordergrund. Das Programm der diesjährigen Konferenz war breit gefächert, dieser kurze Konferenzbericht kann leider auf einzelne Vorträge gar nicht und auf andere nur unangemessen kurz eingehen.

Theodor Fontane und das Genre ‚Brief‘. Medientheoretische und literaturhistorische Perspektiven

In seinem Eröffnungs- und Abendvortrag Inszeniertes Briefeschreiben, inszenierte Briefe vollzog Prof. Dr. Rolf Parr (Duisburg-Essen) einen literatur-, kultur- und medienwissenschaftlich orientierten Dreischritt. Zunächst unterschied er drei bis heute relevante Konstellationen der Briefforschung, die er aus der Forschung zur Frühen Neuzeit, zum 18. Jahrhundert und zum 19. und 20. Jahrhundert ableitete, wobei diese dritte „Konstellation von Briefpraxis des 19./20. Jahrhunderts als Gegenstand in Kopplung mit medien-diskursanalytischen Zugriffen […] nicht mehr in erster Linie auf das Individualverstehen von Subjektivität ab[zielt], sondern vielmehr auf die Analyse der medialen Voraussetzungen des Briefverkehrs, insbesondere der Übertragungswege, die zugleich zum generellen Modell von Medialität werden können“. In einem zweiten Schritt befasste sich Parr mit den daraus resultierenden Überlagerungen und Ungleichzeitigkeiten konkreter Brief-Korpora, wobei er „für eine in theoretisch-methodischer Hinsicht mehrperspektische Briefforschung“ plädierte, die eine medientheoretische Betrachtung der jeweiligen Briefe mit einer Analyse ihrer literarischen Textur verbindet. Dieses Verfahren wandte Parr dann schließlich auf einige Teilkorpora des Fontane’schen Briefwerkes an, indem er fünf Aspekte herausarbeitete: Ankündigungen von Briefen, die bald folgen sollen; Briefschulden; Gewohnheiten und ihre Durchbrechung; die Materialität des Briefeschreibens und schließlich die Ökonomien des Postverkehrs.

Parrs Beitrag zeigte somit, dass sich die Auseinandersetzung mit Fontanes Briefen auch für medientheoretische und -historische Fragestellungen produktiv machen lässt. Aus einer etwas anderen Perspektive zeigte dies auch der Vortrag von Rainer Falk (Potsdam) über Fontanes Postkarten, der die – sich wandelnde – spezifische Struktur von Postkarten und ihre jeweilige Nutzung durch Fontane untersuchte und als eine Spezialform des Genres ‚Brief‘ beschrieb.

Auch andere Vorträge begründeten überzeugend die Notwendigkeit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Fontanes Briefen, um sein Werk oder aber die Literatur der Zeit und ihren ‚Betrieb‘ besser verstehen zu können. In diesem Sinne sprachen u.a. Dr. Franziska Mayer (München) erhellend über den Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Paul Heyse, der das litarische Netzwerk der Zeit ausleuchtet, Dr. Debora Helmer (Göttingen) untersuchte die theaterkritischen Äußerungen in Fontanes Briefwechseln, ohne die einzelne öffentliche Repliken nicht kontextualisierbar sind.

Eine digitale Edition der Fontane-Briefe. Chancen und Herausforderungen

Neben diesen medientheoretischen und literaturanalytischen Zugängen standen jedoch auch editionsphilologische Fragen im Zentrum der Konferenz. Klaus-Peter Möller, Mitarbeiter des Theodor-Fontane-Archivs, zeigte in seinem materialreichen Beitrag mit dem Untertitel Redaktionelle Grundsätze und Arbeitsverfahren der Erben bei der Editionen der Korrespondenz Fontanes, in welch editionsphilologisch unzureichender Weise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die ersten Briefausgaben Fontanes entstanden sind, u.a. die Ausgaben von 1905, 1910, 1937 und 1942.

In ihrem Vortrag Sprache und Schweigen. Rekontextualisierung des Jüdischen in Fontanes Korrespondenzen als Leitmotiv eines digitalen Editionsverfahrens stellten Dr. Hanna Delf von Wolzogen, die Leiterin des Theodor-Fontane-Archivs, und ihre Mitarbeiterin Dr. Anke Hertling ein erstes Projekt vor, in dem – orientiert an dieser inhaltlichen Fragestellung – erste Schritte auf dem Weg zu einer digitalen Edition der Briefe Fontanes gegangen werden sollen. Dabei wurde einerseits deutlich, dass ein solches Projekt enorme Vorteile bietet, da die Briefe freier und in unterschiedlichen Formaten verfügbar wären, zugleich aber noch viele komplexe Fragen geklärt werden müssen. Die intensive Diskussion des Vortrags zielte einerseits auf inhaltliche Fragen – vor allem die Bestimmung der Kategorie ‚des Jüdischen‘ – sowie technische Probleme – wie jene nach einer angemessenen Schnittstelle zu anderen Repositorien – ab.

Auf viele technischen Probleme digitaler Editionen ging der Vortrag von Dr. Gabriele Radecke (Göttingen/München) ein, die zum korrespondierenden Thema Theodor Fontanes Notizbücher – die genetisch-kritische und kommentierte Hybrid-Edition als Vorarbeit zu einer digitalen Gesamtausgabe der Briefkorrespondenz Fontanes sprach. Radecke zeigte anhand des von ihr geleiteten und von der DFG geförderten Göttinger Projekts, wie in einer ‚born digital edition‘ die zahlreichen Schwierigkeiten, die bei einem digitalen Editionsprojekt auftreten, gelöst werden können. Allerdings thematisierte ihr Vortrag auch einige fundamentale und ungeklärte Schwierigkeiten, die die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Geisteswissenschaften mit sich bringen. So plädierte Radecke dafür, dass in solchen Editionen viel stärker als zuvor Informationen zu nicht-überlieferten Briefen, die aber indirekt belegt sind, veröffentlicht werden sollten, was die Philologien jedoch vor fundamentale Probleme stellt. Zudem wurde ersichtlich, dass die urheberrechtliche Situation solcher Editionen und der edierten Gegenstände prekär ist.

Mit diesem Problem hat sich wiederum mein Konferenzbeitrag unter dem Titel Zwischen privater Nachricht und geistiger Schöpfung. Die Gattung ‚Brief‘, Eigentum und Recht im 19. Jahrhundert befasst. Dabei ging es vor allem um zwei Fragen: Erstens konnte ich – auf Basis literaturtheoretischer und rechtshistorischer Ausführungen – zeigen, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Briefen Fontanes an sich noch kein ‚Werk‘-Charakter zugeschrieben werden konnte, sondern dass sie unter das Persönlichkeitsschutzrecht fielen. Als private Nachrichten konnten sie jedoch durch ihre Erstveröffentlichung in einer wissenschaftlich fundierten Edition einen Werk-Charakter erhalten, allerdings in Abhängigkeit von der Qualität der Editionen, die sich – siehe oben – mitunter als problematisch erwiesen haben. Zweitens ist auch in der Gegenwart der rechtliche Status digitaler Editionen problematisch, denn hier konkurriert einerseits die geisteswissenschaftliche Vorgabe, solche Editionen sowohl mit einem Editorennamen zu versehen und urheberrechtlich zu schützen, mit der andererseits wünschenswerten Eigenschaft digitaler Editionen, für möglichst viele ForscherInnen im Sinne des Open Access frei verfügbar und für die jeweiligen Zwecke weiterverarbeitbar zu sein. Es wäre darüber nachzudenken, inwiefern man zur Lösung dieses Dilemmas Creative-Commons-Lizenzen nutzen kann, die allerdings auch neue Probleme aufwerfen.

Ein Zeitungsartikel, der inzwischen in den Potsdamer Neuesten Nachrichten erschienen ist, gibt meinem Vortrag zwar erfreulich viel Raum, ist am Ende aber inkorrekt: So kritisiere ich nicht eine bestehende Digitalausgabe der Fontane-Briefe, vielmehr habe ich Hinweise zu einer möglichen rechtlichen Konstellation einer überhaupt erst noch zu erstellenden Edition gegeben. Die Beiträge der Konferenz sollen im nächsten Jahr in einem Sammelband zur Verfügung stehen, mindestens so wichtig wären die notwendigen Mittel für das Theodor-Fontane-Archiv, um die anvisierte Digitaledition der Briefe Fontanes in den kommenden Jahren auf den Weg zu bringen.

Arbeit am Sammelband „Körperdiskurse“

Derzeit arbeite ich mit meiner Essener Kollegin Dr. Corinna Schlicht am Band Körperdiskurse. Gesellschaft, Geschlecht und Entgrenzungen in deutschsprachigen Liedtexten von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Dieser Band erscheint voraussichtlich im März 2014 beim Universitätsverlag Rhein-Ruhr und versammelt die Beiträge einer Nachwuchskonferenz, die im Dezember 2012 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen stattfand. Die Aufsätze befassen sich u.a. mit Liedern von Claire Waldoff, Konstantin Wecker, Schleim-Keim, Superpunk, Cro, Bushido, Kool Savas und Kitty Kat.

Das ‚Werk‘ und seine ‚Versionen‘: DRadio Wissen dokumentiert Tutzinger Vortrag

Auf Einladung des Direktors der Evangelischen Akademie Tutzing, Udo Hahn, habe ich auf dem Symposium „Eine neue Version ist verfügbar“ gesprochen, das sich insbesondere mit Dirk von Gehlens gleichnamigem Crowdfunding-Buchprojekt beschäftigt hat. Mein Vortrag „Das ‚Werk‘ und seine ‚Versionen‘. Zum (un)abgeschlossenen Status des Texts aus Sicht der Literaturwissenschaft“ beschäftigt sich aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zunächst mit den theoretischen Hintergründen des Projekts und versucht sich dann an einer ersten Analyse, inwiefern das #ENVIV-Projekt als Crowdfunding- und als Crowdsourcing-Projekt funktioniert hat – oder inwiefern es problematische oder widersprüchliche Seiten hat.

DRadio Wissen und die Kooperative Berlin haben den Vortrag freundlicherweise dokumentiert:

Vortrag von Dr. Thomas Ernst: "Das 'Werk' und seine 'Versionen'"

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„Europäische Kulturhauptstädte interkulturell“: Konferenz-Ergebnisse, Online-Vorträge und Tagungsband

Konferenz Europaeische Kulturhauptstaedte interkulturell

Die von Prof. Dr. Dieter Heimböckel und mir an der Université du Luxembourg organisierte Konferenz zum Thema Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010) war äußerst erfreulich. Die Vorträge von Dr. Wilhem Amann (Luxemburg), Prof. Dr. Volker Dörr (Düsseldorf), Dr. Thomas Ernst (Duisburg-Essen), Prof. Dr. Deniz Göktürk (Berkeley), Prof. Dr. Simon Güntner (Hamburg), Prof. Dr. Dieter Heimböckel (Luxemburg), Frank Hoffmann (Luxemburg), Prof. Dr. Sonja Kmec (Luxemburg), Dr. Jürgen Mittag (Bochum), Prof. Dr. Rolf Parr (Duisburg-Essen), Dr. Achim Prossek (Dortmund), Hans Sakkers (Utrecht) und Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Duisburg-Essen) (siehe in dieser Reihenfolge auch auf den Fotos rechts) wurden interessiert aufgenommen und boten zahlreiche Ausgangspunkt für spannende und lehrreiche Diskussionen. Die meisten Vorträge werden in einem Tagungsband dokumentiert, der Mitte 2011 als erster Band der neuen Reihe Interkulturalität. Studien zu Sprache, Literatur und Gesellschaft im transcript Verlag Bielefeld erscheinen wird (Reihenherausgeber: Prof. Dr. Andrea Bogner und Prof. Dr. Dieter Heimböckel).
Vorläufig kann man meines Erachtens drei generelle Erkenntnisse zum Komplex der Europäischen Kulturhauptstädte und ihrer Interkulturalität, die sich durch die meisten Vorträge gezogen haben, festhalten:

1. Alle Europäischen Kulturhauptstädte sind (allerdings in unterschiedlichen Weisen und Graden) gescheitert.

Während die Konzeption der Europäischen Kulturhauptstädte in der EU darauf zielt, die europaweite Vernetzung urbaner Räume zu fördern und einzelnen Städten und Ballungsgebieten einen Imagewechsel zu ermöglichen, lässt sich nahezu kein Beispiel benennen, bei dem dieses Ziel wirklich nachhaltig erreicht wurde. Im Idealfall blieben vor Ort kleine Initiativen nachhaltig, weshalb es wichtig erscheint, zumindest auf lokaler Ebene ein Kulturbüro zu installieren, das in der Nachfolge des Kulturhauptstadtjahres junge und avancierte Projekte weiterhin fördert.

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„Europäische Kulturhauptstädte interkulturell: Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)“. Eine Konferenz an der Université du Luxembourg

Am 9./10.12.2010 findet an der Université du Luxembourg eine Konferenz zum Thema „Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)“ statt, die ich gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Heimböckel von der Université du Luxembourg organisiert habe.

Ziel der Tagung soll es sein, Aufschlüsse über gesellschaftliche, räumliche, kulturelle und ästhetische Strategien und Aporien, Konstruktionen und Perspektiven im Umgang mit dem Phänomen der Interkulturalität auf der Ebene der Kulturhauptstädte Europas zu erhalten, um von hier aus den Kenntnisstand über Anspruch und Wirklichkeit des Identitätsfindungs- und Integrationsprozesses in Europa zu erweitern. Weiterlesen

Liminal Spaces in Tel Aviv

Good news! I got an invitation of the Minerva Institute for German History in Tel Aviv to give a presentation during their conference on Germany and its Neighbors – Borders, Identities, Relations that will take place on February 13-14, 2011.

In Tel Aviv, I will speak on “The Position of German in Multilingual Belgium and Luxembourg. Reflections on Liminal Spaces and the Connotations of Languages”. The presentation will be a kind of aftermath of my postdoc-project at the University of Luxembourg. I am looking forward to my first visit to Israel!

In eigener Sache: Konferenzberichte ‚Collective Creativity’ (Sydney), ‚Das Ruhrgebiet als Rhizom’ (Bochum) und ‚Goethes Pagerank’ (Göttingen)

In den letzten Monaten war ich wieder viel unterwegs und habe auf einigen Konferenzen Vorträge zu den Themen „Hybride und multilinguale Literatur aus Belgien und Luxemburg“, „Literatur als Subversion“, „Literatur im Internet“, „Kollektives Schreiben“, „Adornos Moderne-Konzeption“ und „Das Ruhrgebiet in der Literatur“ gehalten. Diese Vorträge führten mich nach Sydney, Warschau, Antwerpen, Gent, Göttingen, Bochum und Duisburg. Es freut mich sehr, dass inzwischen zu einzelnen dieser Konferenzen Tagungsberichte erschienen sind, in denen auch die Thesen und Inhalte meiner Vorträge dargestellt werden.

Über meinen Vortrag auf dem Sydney Symposium 2009 zum Thema Collective Creativity, das vom 23.-26.07.2009 am Goethe Institut von Sydney in Australien stattfand, schreibt Anna König (Hinweis: Ich habe am Tagungsbericht mitgearbeitet, allerdings nicht an der Darstellung meines eigenen Vortrags):

„THOMAS ERNST (Luxembourg) questioned the claim that literature today does not have political effects. Weiterlesen