Schlagwort-Archive: Brüssel

„Literatur und Subversion“ ist erschienen!

Hurra, große Freude: Nach vielen Jahren der Arbeit an meinem zunächst 870seitigen Manuskript „Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart“, das ich in einem anstrengenden und längeren Prozess auf 570 Seiten gekürzt und dabei aktualisiert habe, ist heute ein großer Karton vom transcript Verlag mit den ersten Exemplaren in meinem Essener Büro angekommen! Ich danke allen, die mich auf diesem langen Weg unterstützt haben – und bin gespannt auf die Reaktionen. Weitere Informationen zum Buch, das Sie ab sofort erwerben können, erhalten Sie auf der Webseite „Literatur und Subversion“. Dort finden Sie auch Informationen zu den aktuell bereits feststehenden Buchpräsentationen in Essen, Münster, Brüssel, Leuven und Antwerpen.

Stand meiner digitalen Präsenzen

Die vergangenen zwei Jahre waren recht anstrengend, nicht nur durch mein stetes Pendeln vom Wohnort Brüssel zum Arbeitsort Essen und zurück, weshalb ich leider dieses Weblog ein wenig vernachlässigt habe. Beachten Sie daher bitte, dass Sie aktuelle Informationen zu meiner Arbeit momentan auf den Seiten der Germanistik an der Universität Duisburg-Essen. Mit kurzen Hinweisen und Kommentaren bin ich zudem auf Twitter als @DrThomasErnst (es gibt zu viele Namensvetter, daher der sonderliche akademische Zusatz) vertreten. Dieses Weblog werde ich hoffentlich in den kommenden Monaten reaktivieren können, denn noch immer gilt:

„Der Weg vom Netzkonsumenten zum mündigen Digitalbürger führt nur über eine selbstkontrollierte Web-Seite (…). Blogs sind die Seele von Social Media.“

Da hat Sascha Lobo mal wirklich wahr gesprochen!

Wunderschönes Belgien: Leben in Liedekerke (Man bijt hond)

Das klassische flämische TV-Journal Man bijt hond (dt. Mann beißt Hund) berichtet von den Normalitäten des Alltagslebens jener, die außerhalb ihres jeweiligen Milieus oder Dorfs als skurril oder grotesk wahrgenommen würden, vergleichbar den Protagonisten aus Dimitri Verhulsts Erfolgsroman De helaasheid der dingen (2006, dt. Die Beschissenheit der Dinge). Ein besonders feines Beispiel für das Verfahren von Man bijt hond findet sich unter dem Titel Het dorp.

Zugleich illustriert dieser Auszug das Sprichwort, als Flame komme man mit einem Backstein im Magen zur Welt. Der Wunsch, eigenen Wohnraum zu besitzen, führt in Belgien mitunter zu ungewöhnlichen Konstellationen und Lebensumständen, insbesondere wenn der karge Lohn nicht für ein schmuckes Anwesen, sondern nur für ein kleines Häuschen mit noch kleinerer Garage gereicht hat. Doch sehen Sie selbst, wie sich der 87jährige Eugène aus dem flämischen Liedekerke mit Haus, Garage und seinem Fiat Panda arrangiert hat (auf Wunsch können Sie die englischsprachigen Untertitel aktivieren):

De mythe van de ‘Metropool Ruhr’. Een vertaalde versie van mijn opiniestuk over Duisburg en de Loveparade in ‚De Morgen‘

Mijn persoonlijke poging om de ramp van Duisburg te verwerken, die ik uiteindelijk op mijn blog heb gezet, werd ondertussen ook in Vlaanderen met interesse ontvangen. Een vertaalde en ingekorte versie van mijn tekst vulde eergisteren een hele pagina van De Morgen in de rubriek ‘de gedachte‘. Aan het einde van die tekst klinkt het:

„Sinds zaterdag is de drievuldigheid ‘Metropool + Mega-evenement + Centrum‘ verleden tijd voor het Ruhrgebied. En de toekomst ligt misschien besloten in de drievuldigheid ‘Netwerk + Kunst + Verscheidenheid‘, die hoe dan ook veel beter past bij de 21ste eeuw. Maar wat de toekomst ook brengen mag, 21 mensen zullen het niet meer beleven.“

Culturele hoofdstad van Europa: Het Ruhrgebied in de literatuur

In 2010 zijn het Ruhrgebied en Istanbul de twee culturele hoofdsteden van Europa. Op Radio Klara zwerft het programma Babel een week door het Ruhrgebied, zijn geschiedenis en zijn cultuur. Op donderdag 24 juni heb ik een interview gegeven rond het Ruhrgebied in de literatuur. In de woorden van Babel „praten we met literatuurwetenschapper Thomas Ernst, afkomstig uit het Ruhrgebied maar ondertussen verhuisd naar Brussel. Hij brengt de leukste boeken over zijn geboortestreek mee.“
Ik werd door Radio Klara uitgenodigd naar aanleiding van mijn twee boeken over het ruhrgebied in de literatuur, Europa erlesen: Ruhrgebiet (2009) en Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur (2010). In december 2010 zal ik – samen met Prof. Dr. Dieter Heimböckel – aan de Université du Luxembourg een conferentie rond het onderwerp Europäische Kulturhauptstädte interkulturell. Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010) organiseren.
Precies een maand later mocht ik al opnieuw uitleg komen geven, deze keer op een zaterdag in De kunstkaravaan waar het heette: „Thomas Ernst gidst ons door begeesterende plekken en boeken in het Ruhrgebied.“ U vindt opnames van de twee interviews en links naar meer informatie rond het Ruhrgebied beneden!

INTERVIEWS OP RADIO KLARA:

DE VOLLEDIGE PROGRAMMA’S OP RADIO KLARA

MEER MATERIAAL OM TE LEZEN EN TE BELUISTEREN:

Deutschlandbilder: Missglückte Multilingualität

Dafür sind deutsche Reisende im Ausland berüchtigt: Dass sie sich sich lautstark in Dinge einmischen, die sie besser nicht interessieren sollten. Hier machen sie aus einem völlig korrekten niederländischen ‚DANK U‘ ein deutsches ‚DANKE‘, weil sie sich offenbar nicht vorstellen können, dass neben dem Deutschen es auch andere Sprachen gibt.

Brüssel, Redaktionsräume der Tageszeitung De Morgen, Oktober 2004

Brüssel, Redaktionsräume der Tageszeitung De Morgen, Oktober 2004

Gekozen voor de masterclass van ‘Vers bloed’ in Passa Porta!

Nadat ik al van maart tot juni 2008 deel uitmaakte van de derde aflevering van ‘Vers bloed’, een schrijversworkshop voor ‘schrijvers van buitenlandse origine’, werd ik nu ook uitgekozen voor de zogenaamde masterclass’, die van oktober 2008 tot maart 2009 doorgaat, en weer geleid wordt door Benno Barnard en georganiseerd door Hai Chay Jiang in de naam van het Internationaal Literatuurhuis Passa Porta en Het Beschrijf. Samen met Sarah De Mul, Roos Van Vlaenderen, Gregory De Vleeschouwer, Fleur Ordoukhani en Annelies De Ville ga ik – in mijn vrije tijd naast mijn wetenschappelijke bezigheiden – aan literaire projecten in het Nederlands werken en op 29 maart 2009 – als deel van het Passa Porta-festival 09 „De wereld is een werf“ – een openbare lezing geven.

Meer informatie over ‘Vers bloed’ Weiterlesen

Brüssel in Dänemark am Stachus

München, Karlsplatz (‚Stachus‘), Februar 2007

Vielleicht liegt von Deutschland aus gesehen Brüssel tatsächlich in Dänemark, so wie ich mir habe sagen lassen, dass einige US-Amerikaner Belgien für die Hauptstadt von Brüssel halten. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der globalisierte Kapitalismus sich die Topografien einfach so zurichtet, wie er sie gerne hätte, wenn es denn dem Umsatz dient. Weiterlesen

Post-Doc-Projekt bewilligt: Heimat und Hybridität? Globalisierte Identitäten in der Gegenwartsliteratur aus Luxemburg, Belgien und Deutschland

Es gibt sehr gute Nachrichten: Ab August 2008 hat das Ministère de la Culture, de l´Enseignement supérieur et de la Recherche des Großherzogtums Luxemburg mir ein Post-Doc-Projekt genehmigt, das ich an der Universität Luxemburg bei Prof. Dr. Georg Mein in der Germanistik durchführen werde. In diesem Projekt untersuche ich

die Frage, wie vor dem Hintergrund der ökonomischen, kulturellen und medialen Globalisierung noch Identität konstruiert wird, und ob sich in diesen Konstruktionen Hybridisierungen oder vielmehr Rückbesinnungen auf (neue Formen von) ‚Heimat’ zeigen.

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Wunderschönes Belgien: Warum ich Belgier geworden bin

Gestern fand ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Belgien und Deutschland statt, das in Belgien noch nicht einmal live übertragen wurde, was wiederum in Deutschland undenkbar wäre. Aber in anderen Ländern ist der Fußballsport glücklicherweise nicht auf so irrationale Weise mit der nationalen Identität verwachsen wie in der BRD (remember “Das Wunder von Bern”, 1954, oder “Das Sommermärchen”, 2006), leider interessieren sich außerhalb von Brüssel jedoch immer weniger Menschen für Kollektive, die unter dem Namen ‘Belgien’ operieren, da sich das Alltagsleben und -bewusstsein zunehmend als ‘flämisches’ oder ‘wallonisches’ begreift.

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