Schlagwort-Archive: Digitalisierung

Vorträge im Februar 2020: Gegenwart, Populismen, Freiheit

Plakat der Bonner Konferenz zu Pop und Populismen

Ich freue mich, im Februar auf gleich drei Konferenzen meine Forschungsarbeiten präsentieren und diskutieren zu dürfen. Zunächst bin auf gleich zwei Konferenzen in Bonn: Zunächst darf ich auf der Konferenz „Figur(ation)en der Gegenwart“ des Bonner DFG-Graduiertenkollegs 2291 am 6. Februar über „Das Netzwerk als Prozess. Digitale Präsenz in der Literatur und als Literatur“ sprechen. Dann wechsle ich zur 12. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien in der Gesellschaft für Medienwissenschaft, die sich mit dem Thema „‚The People vs. The Power Bloc‘ (?) – Interdisziplinäre Perspektiven auf Pop und Populismen“ beschäftigen wird. Dort spreche ich in einem selbstreflexiven Vortrag über „Von ‚Faserland‘ zum Vaterland? Eine Revision umstrittener Thesen zur Neuen Deutschen Popliteratur“ und treffe unter anderem die Kolleginnen Dr. Charis Goer (Utrecht, Organisatorin) und Dr. Melanie Schiller (Groningen).

Am 20./21. Februar wird mein Paper mit dem Titel „Nach dem geistigen Eigentum: Neue Geschäfts- und Rechtsmodelle der Netzliteratur in der Praxis“ auf der interdisziplinäre Fachtagung „Tipping Points – Zum Verhältnis von Freiheit und Restriktion im Urheberrecht“ des Weizenbaum-Instituts für die vernetzte Gesellschaft und des Fachausschusses Urheberrecht der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung in Berlin präsentiert und diskutiert.

UvA: Studentische Konferenzen und Gastvorlesung 2018

Es ist eine erfreuliche Priorität der Universiteit van Amsterdam, ihren Studierenden schon in den BA-Studiengängen eigene Präsentationen auf studentischen Konferenzen zu ermöglichen. In der zweiten Hälfte des Studienjahres 2017/18 betrifft dies gleich zwei meiner Seminare: Am Mittwoch, 31.1.2018, werden die Studierenden meines BA-Seminars Digitaal Duitsland ihre Gruppenprojekte aus den Bereichen Digitale Bildung, Digitales Schreiben und Publizieren sowie Digitales Forschen auf einer Abschlusskonferenz öffentlich präsentieren (31.1., 12:30-17:30 Uhr, P.C. Hoofthuis 5.55). Zum Abschluss des Seminar Germanistiek, das unsere BA-Studierenden auf ihre BA-Abschlussarbeit vorbereitet, werden wir am 22. und 23. März 2018 gemeinsam mit Dr. Angela Mielke von der Universität zu Köln eine studentische Konferenz durchführen, bei die Studierenden aus Amsterdam und Köln ihre Projekte präsentieren und diskutieren werden. In diesem Jahr Weiterlesen

Veröffentlichung: „Eine Kritik der Kritik des Open Access“

Es freut mich sehr, dass kurz vor Jahresende mein Aufsatz „Eine Kritik der Kritik des Open Access. Zu den Debatten über das Zweitveröffentlichungsrecht und über die Wertigkeit von Print- vs. Digitalpublikationen in den Geisteswissenschaften“ in der 30. Ausgabe der Zeitschrift Libreas. Library Ideas unter dem Schwerpunkt „Post-Digital Humanities“ veröffentlicht worden ist. In diesem Beitrag zeichne ich zunächst nach, wie sich nach den frühen Appellen für Open Science und Open Access inzwischen Standards einer offenen Veröffentlichungspraxis in den Geisteswissenschaften etablieren. Die Etablierung von Open Access als Standard in den Geisteswissenschaften wird allerdings weiterhin scharf kritisiert, weshalb ich mich anschließend sowohl mit den buch- und medienwissenschaftlichen Grundannahmen der Kritiker des Open Access (vor allem am Beispiel von Michael Hagner und Roland Reuß) sowie mit einzelnen Praxiserfahrungen bei der Wahrnehmung des Zweitveröffentlichungsrechts beschäftige. Schließlich kann ich zwar einerseits die medientheoretischen Grundannahmen der Open Access-Kritiker zurückweisen, ich plädiere jedoch andererseits dafür, einzelne ihrer Kritikpunkte zu berücksichtigen, um eine bessere Praxis von Open Access-Veröffentlichungen zu etablieren. In meinen Ausführungen beziehe ich mich u.a. auf buchwissenschaftliche (Svenja Hagenhoff), rechtswissenschaftliche (Sebastian Krujatz, Reto Mantz) und medienwissenschaftliche Arbeiten (Vilém Flusser).

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#Siggenthesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter

Als Klaus Mickus mich auf der Future Publish 2016 in Berlin ansprach, ob ich nicht Interesse daran hätte, mit ihm und Constanze Baum eine Art ‚Think Tank‘ zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter zu organisieren, da er gerade „Eine Woche Zeit“ gewonnen habe, war ich gleich Feuer und Flamme. Zu häufig verlieren wir uns im Wissenschafts-, Bibliotheks- oder Verlagsalltag in kleinen Kämpfen, es erschien mir sehr sinnvoll, mich einmal intensiv mit KollegInnen auszutauschen, mit denen man nicht erst das Ob der Digitalisierung diskutieren muss, sondern über das Wie sprechen kann. Tatsächlich erwies sich die Woche im Seminarzentrum Siggen als sehr anregend, wie Kollege Ben Kaden auf dem LIBREAS-Weblog berichtet.

Insbesondere freut es mich, dass wir unsere Siggener Debatten zu zehn #Siggenthesen verdichten konnten, die auf dem Redaktionsblog von Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken erstveröffentlicht wurden und dort unterzeichnet und kommentiert werden können. Die Thesen lauten wie folgt:

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„Open Knowledge? Potentials of Digital Publishing in the Academic World“

Eine Konferenz der Global Young Faculy III, 27. April 2015, 13:00-20:00, Universität Duisburg-Essen, Campus Essen, Glaspavillon, Universitätsstr. 12

Mit großer Freude kündige ich hiermit die Abschlusskonferenz unserer „AG Potenziale Digitaler Medien in der Wissenschaft“ in der Global Young Faculty III an. Wir werden uns mit der Frage beschäftigen, welche Konsequenzen sich aus den Potenzialen des digitalen Publizierens für die Wissenschaft ergeben, inwiefern eine freiere Verfügbarkeit von Wissen auch eine bessere Wissenschaft begünstigt und an welchen Stellen aktuell der mediale und wissenschaftliche Wandel noch umstritten ist. Dazu haben wir einerseits mit Prof. Dr. Kathleen Fitzpatrick (New York City/Modern Language Association), Dr. Markus Neuschäfer (Berlin/Open Knowledge Foundation) und Dr. Thomas Stäcker (Wolfenbüttel/Digital Humanities im deutschsprachigen Raum) einschlägige Keynote-Speaker gewinnen können, daneben werden Prof. Dr. Eva Wilden (Vechta), Dr. Stephan Winter (Duisburg-Essen) und ich aus der AG-Arbeit berichten und erstmals die Ergebnisse einzelner AG-Projekte, u.a. einer Studie zur Nutzung digitaler wissenschaftlicher Medien durch Studierende und zum Zweitveröffentlichungsrecht, präsentieren.

 

Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung bei Kristina Petzold unter blog@global-young-faculty.de erwünscht, weitere Informationen erhalten Sie auf der Konferenzseite.

„Wir erfinden digitale Autoren!“ Open Space auf dem Kongress „E:Publish 2014“ in Berlin

Momentan bin ich in Berlin-Adlershof auf dem Kongress „E:Publish 2014“, der von SWOP veranstaltet und von PaperC sowie dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Berlin-Brandenburg, initiiert worden ist. Der Kongress beschäftigt sich mit den Veränderungen, die die Digitalisierung für die ‚Buchbranche‘ bedeutet, die sich auf sehr verschiedene Weisen transformiert.

Das Programm ist ebenso interessant wie vielfältig, die Tweets zum Kongress vermitteln Ihnen einen Einblick. Ich habe die Freude, am Freitag, 14:30 Uhr, im Einstein-Kabinett, einen Open Space zum Thema „Wir erfinden digitale Autoren! Welche Formen der Autorschaft das E-Publishing wirklich benötigt“ zu leiten. Die einführende Präsentation ist hier abrufbar, ich hoffe aber vor allem, dass wir eine produktive Diskussion haben werden.

Katharina Lührmann und Lisa-Marie Reingruber von unserem Essener Weblog Digitur – Literatur in der digitalen Welt sind auch vor Ort und werden in der nächsten Zeit verschiedene Beiträge zum Kongress bereitstellen.

„Digitur – Literatur in der digitalen Welt“: Kurze Nachlese von der Frankfurter Buchmesse (FAZ,Twitter)

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Es war ein intensiver und schöner Tag, gestern auf der Frankfurter Buchmesse im „Forum Zukunft“ in der ‚Arena Digital‘ des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels! Die LuM-Webredakteurinnen von „Digitur“ und ich haben es sehr genossen, unsere Kontakte zum Göttinger DFG-Graduiertenkolleg „Literatur und Literaturvermittlung im Zeitalter der Digitalisierung“, zum Weblog „Litlog. Göttinger eMagazin für Literatur, Kultur, Wissenschaft“, zum Fortbildungsprogramm „Buch- und Medienpraxis“ der Universität Frankfurt und zum Börsenverein des Deutschen Buchhandels zu vertiefen. Danke auch nochmals an das Team von Buchmesse und Börsenverein!

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„Digitur – Literatur in der digitalen Welt“: Blog des Monats in der ‚Arena Digital‘ auf der Frankfurter Buchmesse

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat unser Essener Weblog „Digitur – Literatur in der digitalen Welt“ eingeladen, sich im ‚Forum Zukunft‘ in der ‚Arena Digital‘ auf der Frankfurter Buchmesse zu präsentieren. Gemeinsam mit Esther Kalb werde ich das Weblog am Samstag, 11. Oktober 2014, um 12:00 und um 14:30 Uhr in einer Präsentation vorstellen und für Nachfragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Sie finden uns in Halle 3.1, an Stand K15. Dort waren in den letzten Tagen bereits Projekte wie Sascha Lobos Sobooks-Verlag und die E-Book-Messe Deutschlands zu Gast, zudem wurde dort der Young Excellence Award des Börsenblatts verliehen (Glückwünsche an die verdiente Preisträgerin Nicola Richter von Mikrotext, die passenderweise gerade auf „Digitur“ portraitiert wurde!). Zudem treffen wir morgen in der ‚Arena Digital‘ auf unsere Göttinger KollegInnen vom DFG-Graduiertenkolleg „Literatur und Literaturvermittlung in digitalen Medien“, deren Leitung in Person von Prof. Dr. Simone Winko und Dr. Matthias Beilein wir ebenfalls bereits für Digitur interviewt haben.

Überhaupt ist der Oktober ein guter Monat für „Digitur“: Das Portal Uniglobale hat „Digitur“ zum Weblog des Monats Oktober 2014 gekürt, Digitur-Redakteurin Katharina Graef erzählt dort die Geschichte des Weblogs. Es ist wirklich fantastisch, was die inzwischen elf Redakteurinnen aus der kleinen Idee gemacht haben, die fünf Studentinnen meines Medienseminars im MA-Studiengang „Literatur und Medienpraxis“ im Sommer 2013 entwickelt haben, von denen vier sogar zuvor noch nie gebloggt hatten. Umso schöner, dass wir jetzt zum einjährigen Geburtstag von „Digitur“ (das erste Posting stammt vom 13. Oktober 2013) eine solche Resonanz erfahren.

Lesen Sie also gerne einmal hinein in die „Digitur“-Postings zwischen Interviews und Portraits, Fundstücken und Events, Markt und Wissenschaft, die sich mit dem E-Publishing und Sozialen Medien (u.a. E-Books, Weblogs, Facebook, Twitter, Podcasts), dem digitalen Literaturbetrieb (u.a. Online-Buchhandel, E-Leihe in Bibliotheken) sowie rechtlichen und ökonomischen Fragen der digitalen Literatur (u.a. Crowdfunding, Open Access) beschäftigen.

In Frankfurt werden wir wahrscheinlich im Anschluss an unsere Präsentation zwei Filme zeigen, die einen guten Einblick in unsere Aktivitäten im Studiengang „Literatur und Medienpraxis“ geben und auf die ich hier noch einmal hinweisen möchte:

Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Linkliste zu meinem Marburger Vortrag #gfm14 über wiss. Publizieren in digitalen Medien

Heute spreche ich auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Medienwissenschaft zum Thema Medien/Recht an der Philipp-Universität Marburg. Es ist eine hochgradig spannende Tagung, bei der man kaum weiß, welches der vielen Parallelpanels man lieber besuchen würde – einen Einblick mögen Ihnen auch die Tweets zur Konferenz geben.

Da ich mich in meinem Vortrag im Panel 4.1. Kollektive Autorschaft, Archive (Film, Musik, Wissenschaft) zum Thema Vom Urheber zur Crowd, vom Werk zur Version, vom Schutz zur Öffnung? Wissenschaftliches Publizieren in digitalen Medien auf verschiedene online verfügbare Quellen berufen werde, die Sie individuell sichten sollten, während ich vortrage, finden Sie hier die entsprechende Linkliste:

Allgemeine Links zum Vortrag

Beispiele für kollaboratives Schreiben und Social Reading in einer digitalen Wissenschaft

Interaktives Weblog unter CC-Lizenz

Vernetzte Wissenschaftskommunikation in Sozialen Medien

(Teilweise anonyme) Bearbeitung konkreter Forschungsfragen auf kollaborativen Online-Plattformen

Transparente Academic Social Reading- und Commenting-Plattformen

Video-Dokumentation des Workshops „Nach dem geistigen Eigentum?“

Die studentische Webredaktion unseres Essener MA-Studiengangs „Literatur und Medienpraxis“ hat aus den sechs Stunden Videomaterial eine achtminütige Kurzzusammenfassung des Workshops „Nach dem geistigen Eigentum? Digitale Literatur, die Literaturwissenschaft und das Immaterialgüterrecht“ geschnitten, die Ihnen einen ersten Einblick in die Präsentationen und Diskussionen geben:

Dank der fabelhaften Unterstützung durch die Essener Medientechnik (ein Dank an Jochen Ehlert und Ralf Wassermann!) stehen auch die kompletten Präsentationen und Diskussionen des Workshops zur Nachbetrachtung auf den Workshopseiten www.uni-due.de/ndge/livestream zur Verfügung. Sie finden dort die folgenden Video- und Audiodateien:

  • Prof. Dr. Rolf Parr (Studiengangleiter ‚MA Literatur und Medienpraxis‘ an der Universität Duisburg-Essen): »Grußwort« (4:36, Video, Direktlink zu div. Dateiformaten in DuEPublico)
  • Dr. Thomas Ernst (Universität Duisburg-Essen): Vortrag zum Thema »Nach dem geistigen Eigentum? Die Literaturwissenschaft und das Immaterialgüterrecht« (26:24, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Dirk von Gehlen (Süddeutsche Zeitung, Leiter Social Media/Innovation): Vortrag und Diskussion zum Thema »War Crowdfunding besser als Suhrkamp? ‚Eine neue Version ist verfügbar‘ – Probleme und Potenziale digitaler Buchveröffentlichungsformen« (59:17, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Klaus-Peter Böttger (Präsident EBLIDA/Leiter Stadtbibliothek Essen): Vortrag und Diskussion zum Thema »Warum das Urheberrecht ein Problem für die ›Onleihe‹ ist. Oder: Was macht für Bibliotheken den Unterschied zwischen einem Kauf und einer Lizenz aus?« (54:09, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Prof. Dr. Katharina de la Durantaye (Humboldt-Universität Berlin): Vortrag und Diskussion zum Thema »›Geistiges Eigentum‹ vs. Immaterialgüterrecht. Rechtswissenschaftliche Perspektiven für die Literaturwissenschaft« (46:00, Audio, Direktlink zu DuEPublico)
  • Podiumsdiskussion zum Thema »Digitale Literaturen, Geschäftsmodelle digitalen Publizierens und das Immaterialgüterrecht. Probleme und Perspektiven« mit den Diskutanten: Prof. Dr. Hermann Cölfen (Kustos der Germanistik an der Universität Duisburg-Essen; Gründer des Universitätsverlags Rhein-Ruhr), Dorothee Graf (Fachreferentin Germanistik der Universitätsbibliothek der Universität Duisburg-Essen), Matthias Spielkamp (Projektleiter iRights.info – Urheberrecht in der digitalen Welt), Dr. Paul Heinemann (Lektor des Olms Verlag, Hildesheim), Moderation: Dr. Thomas Ernst (1h40, Video, Direktlink zu DuEPublico)
  • Sehen Sie auch den Kurzbericht zum Workshop von Esther Kalb für das Weblog Digitur – Literatur in der digitalen Welt.