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„Guy Helminger: Ein Sprachanatom bei der Arbeit“ ist erschienen!

Gerade ist der Sammelband „Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit“ erschienen, über dessen Erscheinen seine Herausgeber – Rolf Parr, Claude D. Conter und ich – sehr froh sind. Der Band versammelt die drei Poetikvorlesungen, die Guy Helminger im Sommersemester 2012 als Poet in Residence an der Universität Duisburg-Essen gehalten hat. Zudem werden die Poetikvorlesungen und die Einführung in das Werk Guy Helmingers von Prof. Dr. Rolf Parr auf einer beiliegenden DVD auch als Seh- und Hörerlebnis zur Verfügung gestellt.

Den Band komplettieren literaturwissenschaftliche  Beiträge von Prof. Dr. Rolf Parr, Dr. Hanna Köllhofer und mir (Uni Duisburg-Essen), Prof. Dr. Dieter Heimböckel, Dr. Wilhelm Amann, Dr. Natalie Bloch (Uni Luxemburg), Prof. Dr. Christof Hamann (Uni Köln), Dr. Claude D. Conter und Daniela Lieb (CNL Mersch) zu verschiedenen Aspekten des Werks. U.a. werden seine Erzählungen, Romane, Theatertexte, Hörspiele, Drehbücher und Weblogs zum Gegenstand der Analysen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite zum Sammelband „Guy Helminger. Ein Sprachanatom bei der Arbeit“, Sie können sich auch seine Poetikvorlesungen auf DuEPublico ansehen.

Arbeit am Sammelband „Körperdiskurse“

Derzeit arbeite ich mit meiner Essener Kollegin Dr. Corinna Schlicht am Band Körperdiskurse. Gesellschaft, Geschlecht und Entgrenzungen in deutschsprachigen Liedtexten von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Dieser Band erscheint voraussichtlich im März 2014 beim Universitätsverlag Rhein-Ruhr und versammelt die Beiträge einer Nachwuchskonferenz, die im Dezember 2012 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen stattfand. Die Aufsätze befassen sich u.a. mit Liedern von Claire Waldoff, Konstantin Wecker, Schleim-Keim, Superpunk, Cro, Bushido, Kool Savas und Kitty Kat.

Nostalgischer Musiktipp: Nick Drake

Time goes by from year to year
And no one asks why I am standing here
But I have my answer as I look to the sky
This is the time of no reply. [Nick Drake: Time of No Reply]

Über die Lieder des großartigen Nick Drake (1948-1974) sagte der hier ausnahmsweise filigran argumentierende Wiglaf Droste: „Wenn man diese schwermütigen, poetischen Abweichungen von der Norm einmal gehört hat, ist die Welt für immer eine andere: brüchig. Da ist kein Netz, und kein Fänger, der fängt. Weiter als Nick Drake kann man sich von Lebenstüchtigkeit nicht entfernen. Seine Lieder und sein Leben stehen gegen das fettige Gesetz des Survival of the fittest – und sie stehen da sehr einsam, sehr würdig und sehr ragend.“ Überzeugen Sie sich davon und wagen Sie (noch) einen Schritt in die Brüchigkeit des Lebens:

Ein gute Einführung in sein Werk und Leben gibt auch die Dokumentation A Skin Too Deep.