Schlagwort-Archive: Plagiat/Intertextualität

„Literature as Subversion: Potentials and Aporias of Contemporary Political Writing“. Video presentation at Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Video presentation by Thomas Ernst on „Literature as Subversion“ (23:50 min.)

Not least because of its 40th anniversary and the commemoration of the host University’s name patron, Carl von Ossietzky, the University of Oldenburg has organized a conference “Resistance. Subjects, Representations, Contexts”. The conference will explore phenomena of resistance in different historical and contemporary contexts from an interdisciplinary and transcultural perspective in order to add to a theoretical debate on the term and concept(s) of resistance. Invited speakers are Gayatri Chakravorty Spivak (New York), Maria do Mar Castro Varela (Berlin), Alex Demirovic (Berlin), Sabine Hess (Göttingen), Micha Brumlik (Berlin), Jens Martin Gurr (Duisburg-Essen), Rainer Winter (Klagenfurt) and others.

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Das ‚Werk‘ und seine ‚Versionen‘: DRadio Wissen dokumentiert Tutzinger Vortrag

Auf Einladung des Direktors der Evangelischen Akademie Tutzing, Udo Hahn, habe ich auf dem Symposium „Eine neue Version ist verfügbar“ gesprochen, das sich insbesondere mit Dirk von Gehlens gleichnamigem Crowdfunding-Buchprojekt beschäftigt hat. Mein Vortrag „Das ‚Werk‘ und seine ‚Versionen‘. Zum (un)abgeschlossenen Status des Texts aus Sicht der Literaturwissenschaft“ beschäftigt sich aus literaturwissenschaftlicher Perspektive zunächst mit den theoretischen Hintergründen des Projekts und versucht sich dann an einer ersten Analyse, inwiefern das #ENVIV-Projekt als Crowdfunding- und als Crowdsourcing-Projekt funktioniert hat – oder inwiefern es problematische oder widersprüchliche Seiten hat.

DRadio Wissen und die Kooperative Berlin haben den Vortrag freundlicherweise dokumentiert:

Vortrag von Dr. Thomas Ernst: "Das 'Werk' und seine 'Versionen'"

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Zum Tode Gary Moores: Ein beachtliches Plagiat

Am vergangenen Sonntag ist der Gitarrist und Sänger Gary Moore verstorben, der insbesondere mit seinem Song Still Got the Blues (1990) weltweite Erfolge feierte. Während der Text des Liebeslieds nun wirklich nicht als originell bezeichnet werden kann („So many years since I’ve seen your face / but here in my heart there’s an empty space where you used to be“), bestach das Lied durch seine musikalischen Qualitäten und insbesondere durch einige Gitarrensoli. Es ist allerdings viel zu wenig bekannt, dass es sich dabei um ein beachtliches Plagiat handelt, das 2008 auch gerichtlich als solches erkannt und bewertet wurde.
Ursprünglich verfasste Jürgen Winter diese Sequenz für das Lied Nordrach, das er ab 1974 mit seiner Krautrock-Band Jud’s Gallery nicht wirklich erfolgreich der Öffentlichkeit präsentierte. Doch sehen Sie selbst (ab 5:24 wird es relevant):

https://www.youtube.com/watch?v=Xe-uwEqTjd0

Zum Vergleich können Sie sich auch eine Live-Aufnahme von Gary Moores nur scheinbarer Originalversion von 1990 ansehen. Bemerkenswert ist an diesem Beispiel allerdings, dass Moore mit seiner Kopie ein weitaus größerer Erfolg beschieden war als Jud’s Gallery mit ihrem Original. Was heißt das nun für die Wichtigkeit des kunstvollen Kopierens im Bereich der Musik?