Perspektiven auf deutsche Sprache und Kultur: eine Konferenz von UvA und Universität zu Köln (28./29.3.2017)

Schon seit einigen Jahren besteht eine Kooperation zwischen den Germanistiken der Universiteit van Amsterdam und der Universität zu Köln. Es freut mich sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder zusammenkommen, um unsere BA-Studierenden des letzten Jahres auf einer studentischen Konferenz ihre Konzepte für die BA-Arbeiten präsentieren und diskutieren zu lassen. Die Konferenz steht unter dem Titel Perspektiven auf deutsche Sprache und Kultur, findet am 28. und 29. März 2017 im Neuen Senatssaal der Universität zu Köln statt und wird sich mit so unterschiedlichen Gegenständen wie den Romanen von Alfred Döblin und Franz Kafka, den Theorien Carl Jungs und Hans Blumenbergs, der Lyrik von Hölderlin, Paul Celan und Reiner Kunze, der Autorin Irmgard Keun und der Journalistin und Terroristin Ulrike Meinhof, einem Film Rainer Werner Fassbinders, dem Krautrock, illegalen Zeitschriften, der Dokumentarliteratur von Günter Wallraff sowie der deutsch-niederländischen Mehrsprachigkeit beschäftigen.

Ich danke insbesondere Dr. Angela Mielke, Stephanie Kroesen (mehr …)

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„Literatur und Subversion“ ist erschienen!

Hurra, große Freude: Nach vielen Jahren der Arbeit an meinem zunächst 870seitigen Manuskript „Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart“, das ich in einem anstrengenden und längeren Prozess auf 570 Seiten gekürzt und dabei aktualisiert habe, ist heute ein großer Karton vom transcript Verlag mit den ersten Exemplaren in meinem Essener Büro angekommen! Ich danke allen, die mich auf diesem langen Weg unterstützt haben – und bin gespannt auf die Reaktionen. Weitere Informationen zum Buch, das Sie ab sofort erwerben können, erhalten Sie auf der Webseite „Literatur und Subversion“. Dort finden Sie auch Informationen zu den aktuell bereits feststehenden Buchpräsentationen in Essen, Münster, Brüssel, Leuven und Antwerpen.

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Bald erscheint „Literatur und Subversion“!

In Kürze wird das fertige Manuskript meiner Studie über das politische Schreiben in der Gegenwart beim transcript Verlag in den Druck gehen, derzeit nimmt der Lektor und Setzer Wolfgang Delseit noch letzte Änderungen vor. Mehr Informationen zu diesem 570seitigen Werk finden Sie auf meinen Webseiten oder auf den Webseiten des transcript Verlags, ausführlichere Informationen werden dann zum Erscheinen des Bandes bereitgestellt.

Thomas Ernst: Literatur und Subversion. Politisches Schreiben in der Gegenwart. Bielefeld: transcript, 2013 (im Erscheinen; Reihe: Literalität und Liminalität, hg. von Achim Geisenhanslüke und Georg Mein). 570 S., kart., 39,99 €, ISBN 978-3-8376-1484-8.

Aktualisierung vom 6.1.2014:

Die Auslieferung des Buchs verzögert sich leider noch, aber Sie können inzwischen schon das Inhaltsverzeichnis und die Einführung in das Buch einsehen.

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Arbeit am Sammelband „Körperdiskurse“

Derzeit arbeite ich mit meiner Essener Kollegin Dr. Corinna Schlicht am Band Körperdiskurse. Gesellschaft, Geschlecht und Entgrenzungen in deutschsprachigen Liedtexten von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart. Dieser Band erscheint voraussichtlich im März 2014 beim Universitätsverlag Rhein-Ruhr und versammelt die Beiträge einer Nachwuchskonferenz, die im Dezember 2012 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen stattfand. Die Aufsätze befassen sich u.a. mit Liedern von Claire Waldoff, Konstantin Wecker, Schleim-Keim, Superpunk, Cro, Bushido, Kool Savas und Kitty Kat.

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In Gedenken an Martin Büsser

Heute wird mein Kollege Martin Büsser begraben, der mit nur 42 Jahren an einer Krebserkrankung verstorben ist. Zukünftig muss ich einen Kollegen vermissen, der zweifelsohne einer der wenigen Guten war, an deren ebenso verbindlicher wie kritischer Haltung man selbst eine Orientierung in den Wirren des Lebens finden konnte, ohne dass sich Martin auch nur ansatzweise als starke Figur inszeniert hätte, der zu folgen sei. In zweiter Linie werde ich ihn dankbar erinnern als einen ebenso weitläufig vernetzten wie uneitlen Freund, ohne dessen Kontakte zum damals noch in Hamburg angesiedelten Rotbuch-Verlag ich mein „Popliteratur“-Büchlein vermutlich nie geschrieben hätte, da eigentlich Martin vom Verlag als Autor vorgesehen war, er aber wiederum der Meinung war, dass ich diesen Text schreiben solle und mich folglich an seiner Statt dem Verlag vorschlug. Da dieses kleine Büchlein in einer Phase meines Lebens eine zentrale Rolle spielte, wäre meine Biografie ohne ihn wohl anders verlaufen.

Wer Martin Büsser und sein unkorrumpiertes Engagement noch einmal virtuell sehen möchte, kann sich beispielsweise den Beitrag aus der 3Sat-Kulturzeit zur Initiative „I Can’t Relax in Deutschland“ von 2005 ansehen, an der sich Martin natürlich federführend beteiligt hat:

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How bizarr: Bier, Geschlechterstereotypen und wunderliche Syllogismen

1. Geschlechterstereotypen unterstützen tendenziell die Aufrechterhaltung patriarchaler Machtstrukturen, weshalb es ein wichtiges politisches Anliegen sein kann, sie zu unterminieren. Daher stört mich die Reproduktion von Geschlechterstereotypen in Videoclips und Werbebotschaften enorm.
2. Heineken ist kein gutes Bier. Eine Begründung mag sein: „es schmeckt wirklich jedermann“ (Gilbert Delos). Auch die Bier-Theoretiker Michael Rudolf und Jürgen Roth bestätigten in ihrem Bier-Lexikon: „das dürfte das Problem sein“.
3. Dennoch finde ich den unten stehenden Werbespot von Heineken, der in übelster Weise Geschlechterstereotype reproduziert, phänomenal. Wie man das nun zu einem funktionierenden Syllogismus umbiegt, wüsste ich selber gerne (Vorschläge nehme ich wissbegierig entgegen). Doch sehen Sie selbst:

Versäumen Sie auch nicht den Nachfolgeclip, in dem der Walk-in-Fridge zum Walkin’ Fridge mutiert. Na denn, Prost!

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„SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart“ – das Buch online lesen

Zwar weiß ich nicht, wie sich die Debatte um die ‚Datenkrake‘ Google und ihren Zugriff auf das ‚geistige Eigentum‘ im Bereich der Buchkultur in Zukunft entwickeln wird, aber für die folgende Information ist dieser größere und zweifelsohne spannende Kontext zunächst einmal irrelevant:
Aktuell ist unser Sammelband SUBversionen. Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart auf der umstrittenen Seite ‚Google Bücher‘ online lesbar. Der Band wurde in Medien wie DeutschlandRadio Kultur, Das Argument oder Malmoe als „qualitativ hochwertig“, „sehr einsichtig“, „spannend“ und „fundiert“ bewertet.
Viel Freude bei der Lektüre!

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Een Eva die Gustav heet en een ‚Abgesang‘ op ‚Wintervögelchen‘

Gisteren heb ik het stuk Wintervögelchen van Jan Decorte op het theaterfestival ´09 in Brussel gezien. Het stuk was: Naja.

Maar een ontdekking was wel het beginnende lied van Gustav waarachter Eva Jantschitsch uit Wenen staat die – naar haar vaders wil – eigenlijk een „Gustav“ en dus een man had moeten worden. In Abgesang zingt Gustav:

ich habe beschlossen
ich gehe konform
ich stelle mich richtig
und entspreche der norm

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Downloads: Ingeborg Bachmann: Mit dem Gesicht auf der brennenden Herdplatte

Zu Ingeborg Bachmanns 80. Geburtstag lud mich die Redaktion von jetzt.de ein, für die nachwachsende Leserschaft der Süddeutschen Zeitung ein kleines Portrait der großen Autorin zu schreiben. Somit erfreute ich mich noch einmal an einigen Texten der Namensgeberin des Ingeborg-Bachmann-Preises, durch dessen strenge Inszenierungen der deutschsprachige Literaturnachwuchs jährlich zurechtgequetscht wird. Besondere Freude macht mir noch immer ihr Roman Malina:

In Malina erzählt eine weibliche Ich-Erzählerin, die zwischen den Männern Ivan und Malina steht, vom Scheitern ihrer Bemühungen, innerhalb der Ordnungsmuster einer von Männern beherrschten Welt eine eigene Identität zu entwickeln. Am Ende heißt es: ‚Ich muß aufpassen, daß ich mit dem Gesicht nicht auf die Herdplatte falle, mich selber verstümmle, verbrenne, denn Malina müßte sonst die Polizei und die Rettung anrufen, er müßte die Fahrlässigkeit eingestehen, ihm sei da eine Frau halb verbrannt. Ich richte mich auf, glühend im Gesicht von der rotglühenden Platte, auf der ich nachts so oft Fetzen von Papier angezündet habe, nicht etwa um etwas Geschriebenes zu verbrennen, sondern um Feuer zu bekommen für eine letzte und allerletzte Zigarette.‘ Der letzte Satz des Buches, den seine Ich-Erzählerin nicht überlebt, lautet: ‚Es war Mord.‘

Der komplette Text wurde erstveröffentlicht am 23.6.2006 und kann noch immer auf den Seiten von jetzt.de abgerufen werden.

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Subversion – Eine kleine Diskursanalyse eines vielfältigen Begriffs

Das Journal Psychologie & Gesellschaftskritik hat mich gebeten, für sein Heft zum Thema „Subversion“ (Nr. 128/2008) einen einführenden Aufsatz zum Begriff der Subversion zu schreiben. Dieser ist inzwischen unter dem Titel Subversion – Eine kleine Diskursanalyse eines vielfältigen Begriffs auf 26 Seiten des Journals erschienen. Mein Beitrag basiert auf einigen Ergebnissen meiner Dissertation zum Thema Pop, Minoritäten, Untergrund. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa, die 2009/2010 erscheinen wird und sich noch einmal ausführlicher und detaillierter mit dem Begriff der Subversion beschäftigt.

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