Bücher

Thomas Ernst hat bislang fünf Bücher veröffentlicht, zwei weitere werden noch in diesem Jahr erscheinen:

Literatur als Subversion - Politisches Schreiben in der Gegenwart

Bielefeld: transcript, erscheint im Herbst 2011 (zuvor unter dem Titel Pop, Minoritäten, Untergrund. Subversive Konzepte in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa. Universität Trier: Dissertationsschrift, 2008).

Es ist bis heute eine höchst umstrittene Frage, ob und wie literarische Texte als eine Form politischen Schreibens betrachtet werden können. In einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen und theoretischen Konzepten entwickelt Thomas Ernst hierzu ein komplexes literatur- und kulturwissenschaftliches Analysemodell für die Gegenwart, das von einem differenzierten Begriff der Subversion ausgeht. Mit diesem Instrumentarium gelingt es, drei exemplarische Felder der politischen Gegenwartsprosa - die avancierte Popliteratur (Meinecke), die »Migrationsliteratur« (Zaimoglu) und die »Untergrundliteratur« (Social Beat) - auf ihre subversiven Potenziale und ästhetischen Aporien hin zu untersuchen.

Die Betreuerin der Arbeit war Prof. Dr. Franziska Schößler, der Zweitgutachter Prof. Dr. Herbert Uerlings, das Projekt wurde gefördert von der Hans Böckler Stiftung und der Universität Trier. Die Arbeit wird etwa 490 Seiten dick sein.

Weitere Informationen zur Dissertationsschrift

Verortungen der Interkulturalität. Die Europäischen Kulturhauptstädte Luxemburg und die Großregion (2007), das Ruhrgebiet (2010) und Istanbul (2010)

Hg. von Thomas Ernst und Dieter Heimböckel. Bielefeld: transcript, erscheint im Herbst 2011

Die Initiative der Europäischen Kulturhauptstadt soll dazu beitragen, interkulturelle Prozesse auf städtischer, nationaler und europäischer Ebene zu reflektieren und zu fördern. Mit diesem Anspruch gehen jedoch zahlreiche gesellschaftliche, räumliche, kulturelle und ästhetische Probleme einher, die nicht immer befriedigend zu lösen sind.

Der daraus entstehenden Gemengelage von Europa und Regionalität, Identität und Pluralität, Kommerz und Kunst widmet sich dieser Sammelband aus einer interdisziplinären Perspektive. Er vergleicht erstmals exemplarisch die Kulturhauptstadtjahre in der Großregion Luxemburg (2007), im Ruhrgebiet (2010) und in Istanbul (2010) und stellt dabei Interkulturalität als raum- und kulturübergreifendes Phänomen kontrastiv ins Zentrum der Analysen.

Weitere Informationen zum Buch „Verortungen der Interkulturalität”

Das Schwarze sind die Buchstaben. Das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur

Hg. von Thomas Ernst und Florian Neuner. Oberhausen: assoverlag, 2010.

Der Literaturwissenschaftler Thomas Ernst und der Schriftsteller Florian Neuner präsentieren

in dieser Anthologie die Gegenwartsliteratur über das Ruhrgebiet in siebzehn

ausgewählten Prosatexten von den 1980er Jahren bis heute. Damit geben sie erstmals einen Überblick über die ganze Bandbreite der Literatur, die seit dem Ende der industriellen Epoche über das Ruhrgebiet geschrieben wird. Sie versammeln auch überregional wahrgenommene Autoren aus dem Ruhrgebiet neben bekannten Autoren von außerhalb, die über ihre Arbeit und Besuche im Ruhrgebiet berichten. Daneben finden sich auch einige echte Entdeckungen, die der Ruhrgebietsliteratur neue Facetten hinzufügen. Ein materialreicher Essay bie

tet zudem eine systematische Übersicht über das Ruhrgebiet in der Gegenwartsliteratur - von der erzählenden und experimentellen Prosa über die groteske, satirische und migrantische Literatur bis hin zur Pop- und Untergrundliteratur und zu den neuen Medien.

„Die 17 Beiträge bieten ausgesprochenen Lesespaß. Ein Buch voller Entdeckungen. Chapeau!”
www.literatur-archiv-nrw.de (Walter Gödden, 8.2.2011)

Weitere Informationen zum Buch „Das Schwarze sind die Buchstaben”

Europa erlesen: Ruhrgebiet

Hg. von Thomas Ernst und Florian Neuner. Klagenfurt: Wieser, 2009.

Das Ruhrgebiet fungiert 2010 als Kulturhauptstadt Europas, weshalb die Herausgeber vor allem abseitige, vergessene, groteske, experimentelle und popkulturelle Texten über das Ruhrgebiet versammelt haben, um auf diese Weise der Topografie ‚Ruhrgebiet’ einen Platz in der Literaturgeschichte zuzuweisen, der sich jenseits von Arbeiterliteratur, Dialekt-Comedy oder Ruhrkrimis befindet. Die Anthologie zeigt, dass eine avancierte literarische Sprache im besten Fall von der Gebrochenheit, Entfremdung und Absurdität des Lebens kündet - und dass sich diese zentrale Eigenschaft der modernen Literatur auch in der Beschäftigung mit dem erlesenen Ruhrgebiet bestätigen lässt.

„Die bislang beste Ruhrgebiets-Anthologie. Die Spannbreite umfasst ungewöhnlich viele Jahrhunderte, die Auswahl ist so sorgfältig wie originell.”
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Jens Dirksen, 12.2.2010)

„Das Buch versammelt so viele tolle kleine Geschichten und Entdeckungen - sie reichen für ein ganzes Jahr.” Süddeutsche Zeitung/jetzt.de (Dirk von Gehlen, 8.1.2010)

Weitere Informationen zum Buch „Europa erlesen: Ruhrgebiet”

SUBversionen -

Zum Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart

Hg. von Thomas Ernst, Patricia Gozalbez Cantó, Sebastian Richter, Nadja Sennewald und Julia Tieke. Bielefeld: transcript, 2008

Das komplette Buch steht inzwischen online zum Blättern!

Vor dem Hintergrund aktueller theoretischer Ansätze stellt dieser Band die Frage, wie sich das Verhältnis von Politik und Ästhetik in der Gegenwart gestaltet und inwiefern sich der Begriff der Subversion eignet, um dieses Verhältnis zu beschreiben. Zunächst setzen sich die AutorInnen mit Geschichte, Strategien und Wirkungen subversiver Konzepte auseinander. Anschließend werden zahlreiche Felder der Kunst wie Literatur, Theater, Fotografie, Film und Fernsehen sowie Bildende Kunst und Mode untersucht. Schließlich werden aus diesen Betrachtungen Schlüsse gezogen.

„Sehr einsichtig… Pointierte Sichtweisen auf das Thema…”
Deutschlandradio Kultur (Carsten Probst, 5.7.2008)

Weitere Informationen zum Buch „SUBversionen”

Popliteratur

Hamburg: Rotbuch, 2001 (1. Auflage)
Hamburg: Europäische Verlagsanstalt, 2005 (2. Auflage)

Thomas Ernst bringt „die theoretische Domestizierung der Popliteratur auf den Weg” (Frankfurter Rundschau) und schreibt dabei zugleich eine „kleine Geschichte der Alternativliteratur” (Deutsche Welle). Neben den Ursprüngen der Popliteratur in Dadaismus und Beat Generation werden die subversiven Anfänge der deutschsprachigen Popliteratur in den 1960er und 1970er Jahren und ihre Ausdifferenzierungen bis heute betrachtet. Auch neuere Phänomene der Untergrundliteratur wie die Kanak Sprak, Social Beat und Slam Poetry werden vorgestellt.

„Als Einblick in die Entwicklungsgeschichte der Pop- und Undergroundliteratur ist das Buch sehr gut geeignet. Thomas Ernst hat gründlich recherchiert.”
Deutschlandfunk (Ralph Gerstenberg, 24.5.2001)

„Unbedingt nötig.”
taz - die tageszeitung (Kolja Mensing, 16.5.2001)

Weitere Informationen zum Buch „Popliteratur”

Wissenschaft und Macht

Hg. von Thomas Ernst, Bettina Bock von Wülfingen, Stefan Borrmann und Christian P. Gudehus. Münster: Westfälisches Dampfboot, 2004

Auf dem Weg in die Wissensgesellschaft gewinnt die Frage nach der Verortung von Wissenschaft im Feld von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zunehmend an Brisanz. Dementsprechend untersuchen die Beiträge dieses Buches das Verhältnis von Wissenschaft und Macht auf vier Ebenen: Sie befassen sich mit den Grundlagen wissenschaftlicher Selbstreflexion, den Verhältnissen im Betrieb der Wissenschaft, den Effekten von Wissenschaft in gesellschaftlicher Praxis und der Produktion von Wissen zwischen Wirtschaft und Politik.

„Ein ausgesprochenes Highlight. Dicht und stimmig.”
Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen (Stephanie Schmoliner, Jg. 19, 1/2006)

„Eine reichhaltige Fundgrube!”
Das Argument (Oliver Walkenhorst, Heft 265/2006)

Weitere Informationen zum Buch „Wissenschaft und Macht”